Nach Aus: Indiegogo-Kampagne für schwer kranken Technik-Leaker @evleaks

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Der wohl bekannteste Leaker von Mobilgeräten, @evleaks, hat sein Engagement beendet. Eine Crowdfunding-Kampagne sammelt nun Geld für den an Multipler Sklerose leidenden Mann, der trotz der Wertschätzung von Medien aus aller Herren Länder nie ein "angemessenes" Einkommen erhielt.

Rund 187.000 Follower, 1.472 Tweets, die Mehrzahl davon Leaks neuer mobiler Hardware. Evan Blass hat unter dem Twitter-Konto @evleaks die Gerüchteküche der Smartphones, Wearables und anderer mobiler Elektronik in den letzten beiden Jahren beeinflusst wie kein Zweiter. Wenn irgendwo an etwas Neuem gearbeitet wurde, war er meist der Erste, der Bescheid wusste. Nun legte der seit zehn Jahren an Multipler Sklerose leidende 36-Jährige seine Tätigkeit nieder, der Aufwand hatte sich für ihn nicht wirklich bezahlt gemacht. Vor allem wegen seiner fortschreitenden Erkrankung wolle Blass sich für die Zukunft finanziell absichern. Über seine Website habe das aber nicht funktioniert. Die Personen, die anstelle seines Twitter-Profils tatsächlich seine Website aufriefen, nutzten meist AdBlocker. Das heißt, die Werbung, die Unternehmen bei Blass schalteten, bekamen sie gar nicht zu Gesicht. Seine Einnahmequelle versiechte. Sponsoren fand der „Geheimnisverräter“ nur schwer und um Spenden wollte er nicht bitten. In Interviews mit The Next Web und Android Police erklärte der ehemalige Technik-Redakteur, dass er nun nach einem Job mit betrieblicher Altersvorsorge suche. Das Twitter-Konto @evleaks möchte er nur noch privat nutzen. Neue Smartphones seien nun einfach ein Hobby, das er sich in Zukunft vielleicht sogar selbst leisten kann. Aktuell nutze er immer noch ein altes Samsung mit gesplittertem Display, so Blass gegenüber Android Police.

Indiegogo-Kampagne für @evleaks

Nun hat TK Tech News eine Crowdfunding-Kampagne für den König der Technik-Leaker eingerichtet. 100.000 US-Dollar sollen bis 18. September gesammelt werden, um Evan Blass für sein Engagement zu danken, ihm bei seinem kommenden Leidensweg zu unterstützen und vielleicht, ja vielleicht irgendwann wieder zurück in das Korsett des All-Time-Leakers zu führen. Ob die doch recht hohe Summe tatsächlich erreicht wird, soll im Gegensatz zu den meisten anderen Kampagnen allerdings keine große Rolle spielen. Das liegt am flexiblen Zielbetrag, der vorschreibt, dass die Kampagne alle finanziellen Unterstützungen erhalten wird, auch wenn das Funding-Ziel von 100.000 US-Dollar nicht erreicht wird.

Für fünf US-Dollar (rund 3,75 Euro) kann man sich @evleaks als Follower bei Twitter erkaufen. Geleakte Hardware wurde für 500 US-Dollar (rund 375 Euro) dreimal an den Mann oder die Frau gebracht und ist damit auch schon ausverkauft. In Kooperation mit dem Eishockey-Team New Jersey Devils werden zwei Boxenplätze für ein Heim- oder wahlweise auch Auswärtsspiel verkauft, bei dem man vor dem Match das Team kennen lernt. Preis: 1.500 US-Dollar (rund 1.123 Euro). Wer Interesse hat, oder @evleaks einfach nur aus Altruismus und Mitgefühl unterstützen möchte, gelangt hier zur entsprechenden Crowdfunding-Kampage auf Indiegogo.

Tags :Quellen:Indiegogo Bild: Twitter/@evleaks
  1. 1. Ich wünsche dem Mann Glück und das er hoffentlich ausreichend Geld gespendet bekommt.
    2. Mit 36 fällt ihm also mal auf das er von seinen leaks nicht leben kann? Und das man generell irgendeine Art des Lebensunterhalts braucht?
    3. Ich verstehe nicht welche große Leistung dahinter stehen soll, Informationen zu technischen Gadgets zu „klauen“ und diese an die Öffentlichkeit zu bringen? Es zeugt davon das er viel Zeit in sein Hobby steckt (Respekt dafür). Aber wozu sollen die Menschen jetzt dankbar sein? Die Reporter vielleicht denen er Schlagzeigen geliefert hat. Ich für meinen Teil empfinde da ungefähr so viel Dankbarkeit wie für den Marathon-Läufer der seine Bestzeit unterboten hat. Schön, Respekt, aber irgendwie war es das dann auch?

  2. Ich wünsche ihm auch alles gute für sein weiteres Leben, vielleicht hilft ihm die Kampagne auf indiegogo.com um vorerst über die Runden zu kommen.
    Aber irgendwie muss man schon sagen, dass er relativ spät gemerkt hat, wie wenig er damit verdient, bzw dass es nicht genug ist.
    Respekt gibts von mir dafür, dass er seinen Traum(job) verfolgt hat, obwohl sein Einkommen anscheinend nicht wirklich befriedigend war.
    Das zeigt wie wichtig ihm das ganze war: Und manchmal ists besser einen job zu machen der einem Spass macht, bei dem man jedoch wenig verdient, anstatt unglücklich den ganzen Tag zu schuften und am ende Geld zu besitzen, was einen dann unter Umständen auch nicht glücklicher macht.

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