Wahoo Tickr X: Neuer Fitness-Tracker bekommt weitere Einsatzgebiete

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Herzfrequenz, Schritte, Kalorien, Zeit. Die Kompetenzen der meisten Fitness-Tracker überschneiden sich hier. Richtig interessant wird es, wenn man all die Daten mit weiteren Sensoren und personalisierten Werten in Verbindung setzt. So im Falle von Wahoo, das demnächst mit dem Tickr X einen neuen, herausstechenden Sportbegleiter auf den Markt bringen möchte. Kevin Abt von Wahoo zeigte uns vorab das neue Wearable.

Die meisten Fitness-Tracker werden am Handgelenk oder als Clip-On getragen. Nicht so die Wahoo Tickr-Reihe. Sie befestigt man mit einem dehnbaren Tragegurt am Oberkörper, direkt unterhalb der Brust. Das bringt viele Vorteile, meint Kevin Abt, Director für International Sales & Business Development bei Wahoo. Hier kann zum Beispiel die Herzfrequenz deutlich exakter bestimmt werden, als am Handgelenk. Vor allem aber der  zentrale, feste Sitz am Körper erlaubt dem Wearable eine Vielzahl an Messungen.

Beim letzten Produkt, dem Wahoo Tickr Run, der seit kurzem auch für die Kommunikation mit Android-Geräten ab Version 4.3 optimiert ist, kann so zum Beispiel das individuelle Laufverhalten analysiert werden, um auf Fehlstellungen aufmerksam zu machen. Die Bewegungssensoren im Tickr Run erkennen Links-Rechts- sowie Auf-Ab-Bewegungen während des Laufens und übertragen diese Werte an das jeweilige Smartphone. Abhängig von individuellen Parametern kann damit eine Verbesserung des Laufstils bewirkt werden, die unter Umständen vor Verletzungen schützt. Ein Hinweis für die Frauen: Der Tragegurt lässt sich auch waschen. In der Waschmaschine sollte man aber möglichst schonende Einstellungen vornehmen.

Auch wenn das Wearable für die meisten Läufer und Radfahrer interessant ist, so zielt es im Grunde doch hauptsächlich auf sehr fokussierte und motivierte Sportler ab, die aus den zusätzlich verfügbarem Feedback möglichst viel Verbesserung schlagen wollen. Sehr interessant sind hierbei die Burn- & Burst-Programme innerhalb der Wahoo Tickr-App. Das Start-Up aus Atlanta ermittelt mit der Applikation zunächst zwei personalisierte Herzfrequenzwerte. Diese beiden Werte, Burn und Burst, helfen beim Gewichtsverlust sowie Ausdauer und Sprints. Läuft man kontinuierlich im unmittelbaren Bereich unterhalb des Burn-Wertes, kann der Körper optimal Stoffe verbrennen und Fett abbauen. Sprintet man so, dass die eigene Herzfrequenz den Burst-Wert erreicht oder überschreitet, kann man laut Wahoo sein Sprintvermögen optimieren. Hilfestellungen zum Laufen sowie Acht-Wochen-Trainigspläne für Anfänger oder auch Fortgeschrittene gibt es aber kostenlos auf der Homepage.

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Indoor-Fahrradfahren sowie Laufband-Aktivität trackt das kleine Wearable auch. Vor allem wenn das Smartphone mit dem Wahoo Tickr X verbunden ist, schlägt man hieraus den größten Profit. Strecke, Umdrehungen oder Laufform sollen dann auch bei den stationären Sportaktivitäten verfolgt werden.

Um sich ein besseres Bild davon machen zu können, zeigt die folgende Galerie Screenshots der Wahoo Tickr App, die für den Test des Tickr-X-Vorgängers gemacht wurden.

Wahoo Fitness

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Wahoo Fitness App für iOS
Die Zahlen sind definiert - meine Ziele sind gesteckt.

Neue Features des Wahoo Tickr X

Wenn der Wahoo Tickr X Mitte September in den USA und Europa in den Verkauf startet, wird man zunächst nur die iOS-App im Apple Store finden. Für die Android-App benötigt man, wie schon beim Tickr Run, den wir bereits testen durften, etwa vier Wochen länger, was daran liegt, dass Wahoos Wearables auf den Standard Bluetooth Smart angewiesen sind, auf den Apple schon deutlich länger setzt als Google mit seinem Mobilbetriebssystem. Demzufolge verbindet Wahoo und Apple eine enge Partnerschaft. Laut Abt findet man Wahoos Produkte in allen Apple-Stores.

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Die erste große Neuerung zum Wahoo Tickr Run ist die teilweise Unabhängigkeit vom Smartphone oder Tablet. Auch ohne Mobilgerät soll der Wahoo Tickr X Daten aufzeichnen und dann synchronisieren, wenn das Mobilgerät wieder in der Nähe ist. Allerdings werden auf diese Weise nur Herzfrequenz, Kalorienverbrauch sowie Zeit in den 512 KByte-Speicher übertragen. Erst Weiterentwicklungen, die mehr Speicher zulassen oder die gesammelten Daten besser komprimieren, sollen dazu führen, dass beispielsweise auch die Daten der Bewegungssensoren ohne ein aktiv über Bluetooth gekoppeltes Mobilgerät gesichert werden. Schade, dass dieses Feature noch nicht in Sichtweite ist.

Absehbar sind dagegen kostenlose Updates für das spezielle Tracking von Fitness-Aktivitäten wie Sit-Ups oder Liegestützen, die der Wahoo Tickr X dann genau zählen soll. Außerdem werden Trainigsprogramme für solche Work-Outs verfügbar sein und über die Zeit hinweg eine persönliche Statistik aufbereiten, die die individuellen Verbesserungen aufzeigt. Über Social-Plugins lassen sich die Fortschritte natürlich teilen, aber auch der direkte Vergleich mit Freunden ist möglich. So sollen sich Wahoo-Nutzer ab Anfang 2015 innerhalb der App in einer Challenge duellieren können, also beispielsweise ihre maximalen Sit-Ups ehrlich und ohne zu Schummeln vergleichen.

Ein anderes, sehr praktisches Feature, das mit dem Update kommen wird, ist das Zählen von Schwimmbahnen. Umgeschnallt soll der Wahoo Tickr X, der natürlich auch wasserdicht ist, das Wenden am Ende einer Schwimmbahn erkennen. Ob das nur bei einer professionellen Wende gelingt, oder auch bei vorsichtigen Anfänger-Bewegungen, die den Kopf immer über Wasser halten, wusste Kevin Abt noch nicht.

Den Strom erhält das Wearable, das auch mit einer Großzahl an Third Party Apps zusammenarbeitet, übrigens von einer Knopfbatterie, die im Falle des Tickr Run bis zu ein Jahr halten soll. Dafür sorgt auch die intelligente Aktivierung. Das Wearable ist nur an, wenn die Sensoren einen Herzschlag erkennen. Der Preispunkt des Wahoo Tickr X soll bei 99 Euro liegen – ein durchaus konkurrenzfähiges Merkmal. Wie schon erwähnt wird es ab Mitte September in den Verkauf starten – zunächst hauptsächlich online oder über kleinere Sportartikelhändler.

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  1. Hallo Andreas,

    dein Spruch: “Ein Hinweis für die Frauen: Der Tragegurt lässt sich auch waschen..” passt zu deinem Macho-Profilbild. Ich bin männlich und benutze auch eine Waschmaschine. Ein Hinweis für dich: Das Schreiben eines Artikels erfordert ein Mindestmaß an Intelligenz.

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