Diese Anlage soll lebende Lachse via Rohrpost über Dämme transportieren [Video]

Lachse

Es ist nicht einfach, heutzutage ein wandernder Fisch zu sein. Neben natürlichen Hindernissen wie Bären hat auch der Mensch künstliche Hürden in den Weg gebaut – wie 150 Meter hohe Dämme. Ein Unternehmen hat einen sicheren und effektiven Weg gefunden, die Fische um die Hindernisse herum zu transportieren.

Mehr als zwei Dutzend bedrohte Fischarten wandern aktuell an der nordamerikanischen Westküste durch Flüsse. Zwölf davon kehren jedes Jahr zur Paarungszeit in die Stromgebiete der Flüsse Columbia, Snake und Willamette zurück. Umweltschützer versuchen seit Jahren, ihnen den Weg zu erleichtern und setzen sich für die Installation verschiedener Hilfssysteme an Dämmen ein – von Fischtreppen bis zu -aufzügen. Nur wenige der in diesen Regionen installierten Dämme verfügen aber über solche Hilfestellungen.

Im Columbia River wurden an kleineren Dämmen bereits Treppen installiert. Bei der 72 Meter hohen Chief-Joseph-Talsperre müssen Fische allerdings ohne Schutz durch Turbinen schwimmen. Noch schlechter ist die Situation bei der 168 Meter hohen Grand-Coulee-Talsperre ein paar Kilometer weiter. Da hier normale Leitern nicht umsetzbar wären, hat das Unternehmen Whooshh ein Röhrentransportsystem entwickelt, das ähnlich wie das Transportmittel Nummer 1 aus Futurama funktioniert.

Im Inneren der Röhren sorgen gleichmäßig verteilte Kunststoffringe für negativen Druck, über den die Fische vorwärts gezogen werden. Gleichzeitig wird so verhindert, dass die Fische gegen die Innenwände der Röhren stoßen.

Das Whooshh-Team testet aktuell einen Prototyp an der Roza-Talsperre des Yakima Rivers. Die aktuelle Version der Kanone transportiert die Fische durch ein 70 Meter langes Röhrensystem mit einem Winkel von 45 Grad. Der Druck im Inneren erlaubt dabei Geschwindigkeiten von 24 bis 35 Kilometern pro Stunde, bis die Tiere am Ende herausgeschossen werden. Ein fertiges Produkt soll etwa 600 Meter lang werden und es ermöglichen, bis zu 300 Höhenmeter zu überwinden.

Quellen:WhooshhThe VergeVia:gizmodo.com
  1. Könntet ihr den “antrieb” nochmal besser erklären? Ich mein “verteilte kunstoffringe die negativen druck erzeugen” erschliessen sich mir leider nicht so.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising