Erfinder der Pop-Up-Ads: Es tut mir leid!

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Pop-Up-Anzeigen gehören zu den nervigsten Dingen des Internets. Jetzt will sich der Mann, der die sich heimlich öffnenden Werbefenster Mitte der 1990er Jahre erfunden hat, entschuldigen.

Ethan Zuckerman, Chef des Center for Civic Media am MIT, sagt heute, er habe nicht gewusst, was er in die Welt bringen würde, als er vor über 20 Jahren den Programmiercode für die ersten Pop-Up-Ads geschrieben hat. Damals arbeitete er für Tripod.com. In einem Essay für den Atlantic schreibt er:

Wir konnten uns schließlich nur über Werbung finanzieren. Wir analysierten die persönlichen Homepages der Nutzer, um besseren Anzeigen für sie zu platzieren. Dabei schufen wir auch eines der meistgehassten Werkzeuge der Werbebranche: die Pop-Up-Anzeige.

Das war ein Weg, um eine Anzeige mit der Seite eines Nutzers zu verbinden, ohne sie direkt auf der Seite einbinden zu müssen – Werbetreibenden befürchteten nämlich, so mit den Inhalten der Seite in Verbindung gebracht zu werden. Das war vor allem einmal der Fall, als ein Autohersteller durchdrehte, als seine Anzeige auf einer Seite erschien, die Analverkehr feierte. Ich schrieb den Progammiercode um das Fenster zu öffnen und darin eine Anzeige zu platzieren. Es tut mir leid. Unsere Absichten waren gut.

Hier könnt ihr den ganzen Beitrag von Zuckerman nachlesen – inklusive seiner Gedanken über die Zukunft der Werbung im Internet.

[Foto: Shutterstock]

Tags :Quellen:The AtlanticVia:gizmodo.com
  1. Achso die Absichten waren gut, na dann. Wer würde auch jemals etwas schlechtes bei Werbung erwarten. Ist ja nicht so dass ihre bloße Existenz schon pures Gift ist.

  2. Der ringt seit 20 Jahren mit seinem Gewissen und wälzt sich die Kissen um die Ohren. Dem werden nur noch starke Schlaftabletten einschlaffen lassn. Geschieht im recht, Schande über ihn.

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