Renommierter IT-Sicherheitsexperte verwendet Pager statt Smartphone

dgeer

Dan Geer ist ein weltweit geschätzter IT-Sicherheitsforscher. Er ist „Chief Information Security Officer" bei In-Q-Tel, einem Non-Profit-Wagniskapitalgeber. Das Unternehmen investiert in Technologie u. a. für die CIA. Er kennt sich also aus. Und verzichtet vorsichtshalber auf ein Smartphone und verwendet einen Pager.

Die Washington Post befragte Geer im Anschluss seiner Rede auf der Black Hat security conference nach seiner persönlichen Nutzung von Technologie:

„Ich trage kein Handy bei mir. Ehrlich, es ist störend. Aber ich habe zweimal bezeugt, einmal bei der FCC, einmal in einem Komitee, dass ich es aufgeben würde, wenn eine Tracking- Funktion verlangt wird. Ich sagte, ich würde es aufgeben, und ich machte es. Vielleicht sagen sie: ‚Sie berauben sich und sind ein Dickschädel“. Aber ich meinte es ernst.

Ich bin kein Technikfeind. Aber ich werde auch älter und es ist nun viel einfacher zu sagen: ‚Das interessiert mich nicht‘ […] Aber wie sie sich vorstellen können, ist es für manche Menschen wichtig, mich zu erreichen“.

[via gizmodo.com]

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  1. Herr Geer hat voll Recht !

    Pager empfangen nur, senden aber Nichts, und können also nicht geortet / angepeilt / abgehört werden.

    Handys dagegen senden, und lassen die Position und Bewegungsprofile der Trägers ausspähen und automatisch lebenslänglich speichern.
    Und das erfolgt automatisch, ohne das ein Agent bezahlt werden muss.
    Die gespeicherten Bewegungsprofildaten können dann bei Interesse, auch nach Jahrzehnten abgefragt werden.

    Handys / Smartphone können auch den Träger u.a. abhören, in dem Gerät in Abhör- Wanzen Modus versetzt wird.

    Praktisch alle Handys / Smartphone Träger, sind sich selbst verstümmelnde Datenschutz- Masochisten,
    die „freiwillig“ (wenn oft nicht bewusst),
    eine ortungs- und Abhörwanze, für eigenes Geld kaufen und mit sich führen.
    Und das praktisch überall und lebenslänglich…

    (Nur manche Pager könnten theoretisch, nur aus wenigen Meter Entfernung festgestellt, aber nicht der Kennung zugeordnet werden,
    durch Peilung der Störstrahlung des ZF- Oscylators.
    Aber sehr viele Pager arbeiten als „Geradeausempfänger“ die Nichts kompromittierendes abstrahlen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Geradeausempf%C3%A4nger

    1. Bei BOS, wie z.B. Feuerwehr, gibt es internes Pager (Funkmeldeempfänger) Netz

      Für Zivilisten, gab es bis zum zum 31.12.2013 von Firma eMessage auch den „skyper- Pager“ (ex Telekom)

      Bis 2000 gab es mehrere Pagerdienste, die aber durch damals kostenlose SMS, kaum etwas verkaufen konnten, und Pleite gingen.
      (Pagerruf war auch teuer. Oft über 1 Euro / Ruf)

  2. Er wirkt mit dieser Ansage dennoch etwas paranoid. Wenn er gesagt hätte, er nutzt Smartphones nicht, weil er die meisten Funktionen nicht benötigt und ihm ein Pager ausreichend ist, hätte es ihn für mich sympathischer gemacht ;)

  3. Vermutlich will Herr Geer, als kompetenter Fachmann,
    den naiven Mitmenschen so symbolisch die Gefahren die durch Mitführen von Smartphones / Handys bewusster machen.
    Ihm als Fachmann sind die Nachteile voll bewusst !
    Das Volk verdrängt es aber.

    Die Gefahren die durch Mitführen von Smartphones / Handys, variieren auch von den Status / Tätigkeit und Ort, in dem man sich befindet.
    Z.B. Geheime / intime Konferenz = kein Handy oder Akku raus, damit es nicht über Wanzen- Modus abgehört werden kann.
    Oder Aufenthalt / Reisen an Orten, die Andere nicht erfahren sollen, = kein Handy oder Akku raus, um Ortung zu verhindern.
    (Übrigens Akku raus, weil es seit Jahren Gerüchte gibt, das auch ein scheinbar ausgeschalteter Handy, aus der Ferne im „geheimen stillen Modus“ eingeschaltet und abgehört werden können soll.)

    Dagegen Aufenthalt auf eine Messe, wo man kurzfristig von verschiedenen Geschäftspartnern Termine abstimmen muss, ein Handy als Kompromiss an. Aber bei internen Besprechungen auch auf der Messe AUS !

    Optimale Lösung wäre: Pager immer an.
    Anrufe werden über einen nicht ortbaren und nicht abhörbaren Pager signalisiert, und die Nummer des Anrufers wird angezeigt.
    Danach, abhängig von Status / Tätigkeit und Ort, wird entscheiden, ob Handy einschalten und zurückrufen.

    Früher gab es nur Pager oder ein ca. 20 kg schwerer (B2 Netz) festeingebauter Autotelefon für 16 000 DM.
    Meine Lösung war: Gute Kunden riefen bestimmte Festnetz- Nummer an, und ließen dort Nachricht auf Anrufbeantworter.
    1. Spezieller Anrufbeantworter (Tiptel 511 für ca. 1000 DM) rief automatisch Pager an. (Damals Eurosignal von Swissphone für ca. 2000 DM)
    2. Anrufbeantworter wurde abgefragt, um zu hören welcher Kunde anrief, und ob der / bzw. seine Auftrag wichtig war.
    3. Ggf. wurde Kunde zurückgerufen (oft von Telefonzelle oder Caffe bzw. Hotel), um sein Auftrag zu besprechen uns aufzunehmen.
    4. Auftragsbestätigung wurde gefaxt, und diese unterschrieben als Auftrag zurück gefaxt.
    Nur mit dieser Technik konnte man sich früher, für nur ca. 3000 DM, eine „Lange Leine“ kaufen,
    und konnte auch während der Bürozeit, schöne Dinge machen, ohne durchgehend in der Firma anwesend zu müssen.

    Irgend wann kamen dann die ersten ersten tragbaren „ca. 1 kg schweren (C-Netz) Handys.
    (Damals SEL340 von SEL, für 9600 DM und Gesprächs- Minute um 3,83 DM)
    http://www.oebl.de/C-Netz/Geraete/Post_Telekom/Pocky/Pocky.html
    Mit so einen Teil unterwegs, wurde man damals durch einfaches Volk oft aufgelacht.
    Aber die Kommunikation wurde ein Tick komfortabler und bequemer.

    In Vergleich zu heutigen Smartphone Ära, alles technische Antiquitäten…
    Und was wird in 20 Jahren kommen ???
    Vielleicht direkt im Hirn implantierte,
    Super- Ultra- LTE- Kommunikations- Inplantate (5G oder 7G Netze) mit der Personen- Steuernummer als Kennung ???
    Und eure Kinder werden es als selbstverständlich ansehen und es auch süchtig nutzen, oft nur um IN zu bleiben, und dazu zu gehören.

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