Das war die Gamescom – Rückblick auf die Highlights der Messe

Eingang Süd

Die Gamescom ist vorbei und den Besuchern schwirrt der Kopf von Eindrücken und Neuigkeiten. Wie in jedem Jahr gibt es eine Menge zu berichten – hier sind unsere Highlights von der Gamescom 2014.

Übersicht

Oculus Rift – Eine neue Ära für Computerspiele?

Seit dem Facebook-Deal ist offenbar mehr Geld für Platzmiete vorhanden: Während sich der Oculus-Stand im letzten Jahr noch unten bei den Indie-Spielen befand, konnten Besucher nun direkt in den Haupthallen für ein paar Minuten Virtual Reality Schlange stehen.

Wir haben das Devkit 2 getestet, und die Berichterstattung ist bei einem derartigen Technologiesprung gar nicht so einfach. Auf der einen Seite bin ich begeistert. Sogar ein simpler Mario-Klon hat Spaß gemacht, weil sich beim Fliegen-mit-Umsehen durch die rasanten Abschnitte ein Flow-Gefühl einstellte, wie man das sonst vielleicht von Achterbahnfahrten im Vergnügungspark kennt. Dem, was man bisher unter Gameflow verstanden hat, kommt mit der Rift noch eine zusätzliche Dimension hinzu, und das reicht eigentlich schon aus, um sich wie ein Kind auf das Release zu freuen. Auf dem Gamescom-Kongress einen Tag später fiel die Analogie, Computerspiele stünden in ihrer Entwicklungszeit ungefähr bei der Phase, die der Stummfilm in den 20er Jahren kurz vor der Vertonung durchmachte. Ein Kollege assoziierte auf die Frage „Was ist [im Fall der Spiele] der Ton?“ sofort die Oculus Rift. Wenn sich das bewahrheiten sollte, steht uns die Glanzzeit der Computerspiele erst noch bevor.

Oculus_Rift

Ich sehe … fremde Welten!

Auf der anderen Seite gibt es am Devkit 2 eine ganze Menge Probleme zu bemängeln. Die Auflösung ist niedrig, und dank der verwendeten Display-Technologie blickt man durch ein Gitternetz aus Blockpixeln aufs Spielgeschehen. Die Linsen sind zwar einfach zu justieren, können aber im Spielverlauf verrutschen, was dann zu verschwommener Sicht auf nur einem Auge führt. Bis man das Headset wieder abgenommen und neu eingestellt hat, vergehen ein paar Minuten. Das Headset selbst ist für Eierköpfe wie mich nicht eben bequem – da drückt es vorne und hinten. Bei der Vorstellung, dieses Monstrum für ernsthaftes Zocken mehrere Stunden auf dem Kopf herumzutragen, kündigen sich jetzt schon Nackenschmerzen an.

Doch das sind alles keine Showstopper – mit kontinuierlicher Weiterentwicklung der Technologie kann Oculus in der Consumer Version immer noch alles richtig machen. Natürlich hofft der Geek in mir innig, dass genau das passieren wird – die Möglichkeiten für Spiele wie Elite, EVE Valkyrie und Star Citizen (oder DayZ, oder Silent Hill, oder …) sind einfach zu faszinierend – und sieht die Zukunftsmöglichkeiten für die Rift vielleicht etwas zu optimistisch. Mit dem Facebook-Geld und dem aktuellen Hype hat Oculus aber in jedem Fall das Zeug dazu, den nächsten Technologiesprung für Computerspiele herbeizuführen.

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Alles zum Microsoft Xbox One Event auf der Gamescom

Civilization: Beyond Earth – Alles wie immer, aber anders

Civ-Beyond-Earth

Was schaut sie so streng?

Bei der Präsentation zu Civilization: Beyond Earth fiel vor allem die optische Ähnlichkeit zu Civilization V und dem Klassiker Alpha Centauri ins Auge. Vom Artdesign her sieht das Spiel aus wie eine Nostalgiemod mit ein paar neuen Einheiten. Tatsächlich werden viele bekannte Konzepte für Beyond Earth weiterentwickelt. Beispielsweise wird die umstrittene 1-Einheit-pro-Feld-Regel beibehalten. Ob das funktioniert, wird auch in diesem Spiel an der Cleverness der KI gemessen werden. Die war bei Civ V mit der Taktik schlicht überfordert und ließ sich gerne in Fallen locken.

Trotz aller Anleihen bei den Vorgängern soll Beyond Earth ein eigenständiger Civ-Titel werden, mit eigenen Ideen und Variationen des Civilization-Themas. Die größte Neuerung ist das Technetz, bei dem ihr in alle Richtungen forschen könnt. Sobald ein wissenschaftlicher Durchbruch freigeschaltet wird, sind weitere Unterpunkte der Technologie erforschbar. Die ermöglichen dann wie gewohnt neue Einheiten, Gebäude, oder Boni.

Auf der Gamescom zeigte 2K das neue Kultursystem. Der aus Civ V bekannte Mechanismus der Sozialpolitiken wurde auf vier „Tugenden“ geschrumpft: Militär, Wachstum, Wissen und Industrie. Die haben Synergieeffekte spendiert bekommen. Das bedeutet, dass Ihr nun nicht mehr stur einen Baum herunterskillt, um  den Komplettbonus zu bekommen, sondern Euch auf jeder Stufe überlegen könnt, ob ihr nicht lieber einen Synergiebonus für die parallele Entwicklung zweier Tugenden ergattern wollt.

Auch für das Diplomatiesystem stehen wichtige Änderungen an. Die Möglichkeit, kleine Gefälligkeiten von den Anführern anderer Fraktionen einzufordern, hat mir dabei besonders gut gefallen. Wann immer ihr etwas für das andere Staatsoberhaupt erledigt, merkt der sich das und seine Gefälligkeitspunktzahl steigt. Wenn ihr einige Züge später im Gegenzug etwas haben wollt, könnt ihr den Gefallen wieder einfordern. Bei unzuverlässigen oder aggressiven Anführern besteht zudem die Möglichkeit, dass sie sich nicht an ihr Wort halten und Euch ohne eine Gegenleistung im Regen stehen lassen.
Beyond Earth wird also den Weg aller Civ-Titel gehen: Im Kern erwartet Euch dasselbe wie vorher, doch die Änderungen sind hinreichend interessant, um ein Vollpreis-Spiel zu rechtfertigen. Das Spiel erscheint im Herbst 2014 für Windows, Mac und Linux.

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Die Siedler – Königreiche von Anteria

Siedler-Kingdoms-of-Anteria

Wunderschöne Umgebungen.

Im neuen Siedler-Game werdet Ihr endlich auch in der Singleplayer-Kampagne durchgehend an einer einzigen Stadt bauen können. Statt wie früher in den einzelnen Levels jedes Mal neu zu laden, entschieden sich Ubisoft/BlueByte dafür, in vorherigen Abschnitten errichtete Gebäude stehenzulassen. Die Aufbaukarte macht einen tollen Eindruck, und lockt den Spieler mit prachtvollen Gebäuden in detailgetreu herausgearbeiteter Landschaft zu vielen Stunden Spielspaß mit der eigenen Siedlung.

Der neue Abenteuermodus hat dagegen gemischte Gefühle hinterlassen. Die Darstellung ist mir persönlich viel zu bunt geraten, und die vorgestellten Mechaniken mit Skilltree und Helden nahmen sich eher langweilig aus. Gut ist die Idee, die Abenteuer mit den Mitspielern zusammen bestreiten zu können. So ist zwischen den Aufbauparts spielerische Abwechslung geboten.

Der neue Siedler Titel erscheint Ende 2014 für den PC.  Wenn Ihr schon jetzt nach Anteria aufbrechen wollt, könnt Ihr Euch auf der Homepage zum Spiel für die Closed Beta anmelden, die am 20. August beginnt.

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Alles zum Sony Playstation 4 Event auf der Gamescom

Far Cry 4 – Open World mit viel Geballer


[Angespielt! | Far Cry 4 | Ubisoft TV]

Nachdem Ubisoft die Fans im Vorfeld mit Entwicklertagebüchern neugierig gemacht hatte, waren auf der Gamescom auch Spielszenen zu sehen. Im verlinkten Video von Ubisoft TV seht ihr eine der Traumsequenzen, sowie die schon auf der E3 gezeigte Festung, die dieses Mal aus der Luft angegriffen wird. Bei der Eroberung des Stützpunktes hilft der neue Grappling Hook, mit dem der Held schnell an Höhe gewinnen kann.

Far Cry 4 erscheint am 18. November 2014 für PC, PS4, PS3, Xbox One und Xbox 360.

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World of Warcraft: Warlords of Draenor


[Warlords of Draenor Cinematic]

Zur Gamescom kam Blizzard mit einer neuen Cutscene für das WOW-Addon um die Ecke. Blizzardtypisch ist ein  sehenswertes Renderspektakel entstanden, das die Hintergrundgeschichte zu Warlords of Draenor näher beleuchtet. Die Szene entsteht in einem Paralleluniversum, in welches Garrosh Hellscream zurückreist, um seinen Vater Grom davon zu überzeugen, seine Orks nicht unter die Kontrolle des Dämons Mannoroth zu stellen. In dieser Version der Geschehnisse trinken Hellscream und seine Orks nicht von der giftigen Plörre, die Gul’Dan ihnen überreichen will, sondern besiegen Mannoroth direkt an Ort und Stelle. Die Sequenz ist eine Reminiszenz an eine der besten Rendercutscenes, die Blizzard jemals hergestellt hat: Den Kampf von Grom Hellscream gegen Mannoroth in Warcraft 3. Anders als damals überlebt Grom den Kampf aber, jedenfalls ist kurz vor dem finalen Feuerball ein Schatten zu sehen, der den Orkkämpfer zur Seite wirft.

Mit Warlords of Draenor will Blizzard mal wieder “zurück zu den Wurzeln” von World of Warcraft. Dieses Versprechen darf getrost als Marketingspruch abgetan werden, auch wenn mit  Player Housing tatsächlich ein Feature eingeführt wird, das schon in der Vanilla Beta versprochen wurde. Mit den Garnisionen und Gefolgsleuten dürftet Ihr eine Weile viel Spaß haben. Abgesehen davon wird Warlords of Draenor genau das bieten, was Blizzards Spielerschaft erwartet: Neue Skills, neue Gebiete, neue Schlachtzüge – und ein paar neue Fähigkeiten sowie eine Veränderung des Metagames. Mehr braucht der WOW-Spieler heutzutage nicht, viel mehr wird er wohl in diesem Spiel auch nicht mehr bekommen.

Eine umstrittene Änderung ist die Möglichkeit, seinen Charakter kostenpflichtig sofort auf Stufe 90 zu befördern. Blizzard hat im Zuge dessen Guides erstellt, welche Neueinsteigern die Grundlagen ihrer Klasse vermitteln sollen. Die Mechanik lohnt sich aber eigentlich nur für Veteranen mit vollem Geldbeutel, die keine Lust haben, zum x-ten Mal einen Charakter auf Stufe 90 zu bringen. Neulinge werden schließlich auch etwas vom Spiel der Level 1-90 sehen wollen, statt direkt in die Erweiterung einzusteigen.

Warlords of Draenor erscheint am 13.11.2014. Ungefähr einen Monat früher wird ein Pre-Patch veröffentlicht, der bestehende Installationen auf das Upgrade vorbereiten soll. Von den spielbaren Inhalten des Vorbereitungspatches ist vor allem das Übergangsevent erwähnenswert, in welchem ihr der Ankunft der Eisernen Horde durch das Dunkle Portal beiwohnt, und danach mit fünf Charakteren der Stufe 90 die Obere Schwarzfelsspitze besuchen könnt.

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The Witcher 3 – Klappt das wirklich?

The-Witcher-3

Wer weiß?

The Witcher 3 beeindruckte auf der Gamescom vor allem mit einer extrem gutaussehenden Spielwelt. Die Grafik lockt mit  wunderschönen Details, die Fülle an Inhalten lässt mit ihrem Einfallsreichtum hoffen, dass CD Projekt ihren Traum vom abwechslungsreichen Open World Spiel wirklich wahr machen können.

Doch man wird abwarten müssen, wie sich das Spiel insgesamt anfühlt. Denn so beeindruckend einzelne Spielszenen sind – ob The Witcher 3 wirklich über lange Strecken diese Qualität in einer offenen Welt halten kann, ist immer noch fraglich. Es wäre wunderbar, würden CD Projekt mit ihrem Spiel tatsächlich den grandiosen Abschluss liefern, den sich alle wünschen. Doch die Ausweitung eines eigentlich räumlich recht begrenzten Spielkonzepts in eine offene Welt ist keine einfache Aufgabe.

The Witcher 3 erscheint am 24.02.2015 für PC, PS4 und Xbox One. Wer möchte, kann die Entwickler schon vorher mit dem Kauf der Collectors Edition unterstützen.

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Dragon Age: Inquisition – Bioware wills wissen!

Dragon-Age-Inquisition

Drache: Check.

Eine weitere Serie, die den Transfer eines RPGs in eine (semi-) offene Welt versucht, ist Dragon Age Inquisition. Für BioWare ist der Einsatz aber höher als für die Konkurrenz, weil Dragon Age 2 in der Gunst der Fans medienwirksam versagte. Nun soll mit dem dritten Teil der alte Glanz von Origins wiederhergestellt werden. Gleichzeitig ist Bioware weit von der einstigen Vormachtstellung im RPG-Sektor entfernt, und muss endlich wieder einen überzeugenden Titel abliefern, um nicht zum alten Eisen gezählt zu werden. Die Entwickler von Inquisition entwickeln hier also für die finanzielle Zukunft eines ganzen Studios.

Die auf der Gamescom gezeigten Gameplay-Szenen demonstrierten solide Rollenspielkost. Zwar ist die Grafik nicht so umwerfend wie bei The Witcher 3, aber die Mischung aus Action-Gameplay und Taktik-Sicht scheint dieses Mal besser ins Spielgeschehen integriert worden zu sein. Auch könnt ihr wieder die Angriffe verschiedener Helden kombinieren, um ein besseres Erlebnis im Kampf zu erzeugen. Aus Dragon Age 2 wurden die Bossfights übernommen, die auf der Messe für einen intensiven Einsatz des Taktikmodus sorgten. Nicht zuletzt wird Eure Figur zum ersten Mal in einem Dragon Age Titel springen können, was für ein wenig mehr Immersion sorgen dürfte.

Mit über 150 Stunden Spielzeit will Bioware zeigen, dass das Studio seinen Zenit noch nicht überschritten hat und immer noch epische Rollenspiele liefern kann. Ob das funktioniert hat, könnt ihr selbst am 20. November 2014 nachprüfen, dann erscheint Dragon Age: Inquisition für PC, PS3, Xbox One und Xbox 360.

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Pillars of Eternity – zurück zu alten Werten

Pillars-of-Eternity

Durch diese Pforte geht’s zurück in die 90er.

Nachdem das Projekt einen sehr erfolgreichen Kickstarter hingelegt hatte, war es lange Zeit ruhig um Pillars of Eternity. Auf der Gamescom ließ sich eine längere Demo des Spiels testen. Ähnlich wie das kürzlich erschienene Divinity: Original Sin möchte der Titel in eine Zeit zurück, die noch vor den „alten Werten“ liegt, die Dragon Age Inquisition und Warlords of Draenor beschwören wollen. Eine Zeit, in der die Kameransicht isometrisch war und beinahe alles Spielrelevante über Text transportiert wurde. Die Zeit von Baldur’s Gate, Planescape Torment und Icewind Dale.

Da Pillars of Eternity sich keine Sorgen um cinematische Cutscenes und beeindruckende Grafikpracht machen muss (die Grafik ist so klassisch, dass man sie beinahe schon langweilig nennen könnte), liegt der Fokus des Spiels auf Kampfsystem und Dialogen. Die Kämpfe erinnern mit ihrer Unmenge an Skills und Zaubersprüchen sofort an die alten Spiele, und sind auch dementsprechend knifflig: Die Gruppe unseres Rangers überlebte das erste Zusammentreffen mit ein paar Waldspinnen nicht, weil der Priester sofort das Zeitliche segnete, statt einen heilenden Spruch zu zaubern. Vielleicht hätte er nicht direkt in die Spinnen laufen, sondern das Tanken lieber dem Krieger überlassen sollen. Wer auf klassische Kampf-Knobeleien steht, wird sich hier sofort zu Hause fühlen – Einsteiger könnten von der Komplexität des Systems überfordert werden.

Pillars of Eternity erscheint voraussichtlich im Winter 2014 für den PC.

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Indie: Dex, Desktop Dungeons, Tengami

Der Indie-Bereich war auch in diesem Jahr mein persönlicher Lieblingsort auf der Messe. Hier unten, wo sich vor nicht allzu langer Zeit auch Oculus noch als Geheimtipp breitmachte, konnte man zwischen Bundeswehrgamern und Hardwarebastlern die Kreativköpfe der Gamingbranche bei der Pflege ihrer Babys beobachten.

Das Cyberpunk-RPG Dex weckte sofort Assoziationen an alte SNES-Titel. Im Stil eines Sidescrollers rennt ihr durch die Sprawl-Untiefen einer wunderschön gezeichneten Metropole und erledigt Aufgaben für verschiedene schräge Gestalten. Die Entwickler hatten eine Alpha-Version dabei, in der noch nicht alle Features implementiert waren. Das Kampfsystem basiert auf Schlag-und-Tritt-Kombos, alternativ könnt ihr auch Schusswaffen kaufen. Die Kollisionsabfrage der Kämpfe war noch nicht perfekt, und das Spiel stürzte im Test mehrmals ab. Wenn aber konstant an der technischen Seite gearbeitet wird, könnte sich Dex in Zukunft zu einem spaßigen Cyberpunk-Kleinod entwickeln. Wer möchte, kann die Entwickler bereits jetzt in der Early Access Phase auf Steam unterstützen.

Einen Euch möglicherweise bereits bekannten Titel konnte ich auf der Messe zum ersten Mal spielen: Desktop Dungeons. Von der im Vorfeld vielgelobten Komplexität und Klasse habe ich aber leider nicht viel mitbekommen: Das Herumkriechen zwischen den Pixelmauern war zumindest an diesem Tag schlicht zu schwer, als das ich über das erste Level hinausgekommen wäre. Nach einer Weile stellte sich ein aus Super Mario altbekanntes Gefühl ein – nach einem immer gleichen Ablauf von Kämpfen stirbt man an immer derselben Stelle. Irgendetwas muss an diesem Titel dran sein, mir erschloss sich die Faszination des Games zumindest auf der Messe nicht.

Zuletzt möchte ich Eure Aufmerksamkeit auf einen Indie-Titel lenken, der weniger mit aufregenden Spielmechaniken, und eher mit Atmosphäre und Besinnlichkeit punktet: Tengami lässt Euch durch die Seiten eines Origami-Buches wandeln. Kleine Rätsel und Knobeleien behindern das Fortkommen der Spielfigur, die aber nie besonders schwierig sind, sondern eher als Steine auf Eurem Pfad in die Tiefen der Buchseiten dienen. Das Spiel wurde für einen Touchscreen designt und ist „bald“ für Wii U, Steam und Android erhältlich.

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Gesamteindruck

Die Gamescom hat aus den Fehlern des vergangenen Jahres gelernt. Der Pressetag war dieses Mal nicht völlig überlaufen, und das Management der Besucher wurde besser geregelt als noch 2013. Von den Ausstellern gibt es wenig Überraschendes zu berichten. Die Spiele der großen Studios folgen einem Trend, der schon aus Hollywood bekannt ist: Überall werden bekannte Marken fortgesetzt, weil das einfacher zu bewerben ist. Dabei zeigen zumindest The Witcher 3 und Dragon Age: Inquisition Mut zur Neuerung und wagen sich hinaus in die offene (Spiel-)Welt.

Die wichtigste Attraktion der Gamescom war für mich der endgültige Schritt der Oculus Rift in den Mainstream. Mit dem Stand in einer der Haupthallen stand die Rift auch bei der Berichterstattung im Zentrum des Interesses. Optimistischen Gamern verspricht die VR-Brille eine glorreiche Zukunft für ihr Lieblingshobby. Skeptiker bemängeln Anzeigebugs und unbequeme User Experience. Ob das jetzt der technologische Quantensprung fürs Gaming wird oder nicht – in diesem Jahr war die Rift definitiv das Messehighlight Nummer Eins auf der Gamescom.

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  1. Gab es auf Gamescom 2014 schon VR- Brillen mit FullHD und ggf. auch mit 4K zu testen ?

    Gab es schon Testmöglichkeiten für MS- Kinect in Kombination mit VR- Brille ?

    War dieses Jahr auch Nvidia da, mit Präsentation von 3D in FullHD via HiEnd Beamer im Messe- Kino ?

    Da Gamescom so voll und laut ist, habe ich es mir nicht angetan hin zu fahren…

  2. Hi SELL,

    das mit den Menschenmassen war dieses Mal auch an den Besuchertagen nicht so schlimm wie in den letzten Jahren. Natürlich sind es immer noch eine ganze Menge Leute.

    Laut den Specs für das Devkit 2 hat der 960 x 1080 pro Auge, aber das war noch kein wirklicher Augenschmaus. Also du siehst das Gitter immer noch sehr deutlich. In Verbindung mit Kinect gab es keine Testmöglichkeiten auf der Messe, das bewegt sich soweit ich weiß noch im Bastlerbereich.

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