Schnelles Internet: Bundesnetzagentur könnte Frequenzen für mobiles Breitband zügig vergeben

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Wer würde nicht gerne auch auf dem Land und kleinen Städten schnelleres Internet haben? Kabel zu verlegen ist teuer, aber mit mehr Frequenzen könnte man auch per Funk solche Gebiete gut versorgen. Die könnten nun recht zügig vergeben werden - wenn man DVB-T zugunsten von DVB-T2 einstellt.

Die Bundesnetzagentur hat einen Fahrplan aufgestellt, damit ab 2017 Rundfunkfrequenzen zum Ausbau des mobilen Breitbandnetz zur Verfügung stehen.

Das geht aus einem Umsetzungsplan der Agentur hervor, der dem Handelsblatt vorliegt. Bereits Ende 2014 werde die Netzagentur danach mit dem Vergabeverfahren der freien Frequenzen beginnen und mit den Nachbarstaaten bis 2017 verhandeln, damit auch diese künftig das Band für den Mobilfunk nutzen.

Ab 2017 dann könne es dann „sukzessiv“ für schnelles Internet auf dem Land und in Grenzregionen genutzt werden, wie es in dem Papier heißt, aus dem das Handelsblatt zitiert.

Die Bundesländer müssten bis Ende 2014 die „medienrechtlichen Voraussetzungen“ schaffen, damit die Rundfunkanstalten künftig statt DVB-T das bessere DVB-T2 über die 700er-Frequenzen senden. Der Umstieg könnte laut Plan der Netzagentur 2016 anlaufen. Doch wenn DVB-T zugunsten von DVB-T2 eingestellt beziehungsweise beschnitten werden würde, müssten Millionen Nutzer neue Receiver kaufen.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich Bund, Länder und Rundfunkanstalten auf den Umstieg verständigen. Sie verhandeln derzeit über den finanziellen Aufwand und die möglichen Erlöse einer Frequenzvergabe. Der Bund will die Erlöse zum Ausbau des Breitbandnetzes nutzen.

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2018 alle Haushalte in Deutschland mit schnellem Internet zu versorgen.

Bild: gedankenstuecke / CC BY SA 2.0

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