China: Kinozuschauer können Textnachrichten auf die Leinwand projizieren

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Wer in China ins Kino geht, muss sich auf einiges gefasst machen: Gäste, die während des Films lautstark telefonieren oder Kinder, die in einem Horrofilm sitzen, der hierzulande ab 16 freigegeben wäre. Eine neue Idee macht das Kinoerlebnis in China jetzt aber vermutlich völlig unerträglich.

Bullet Screen nennt sich das neue Konzept, das einige Kinos im Reich der Mitte bei ausgewählten Filmen zum Einsatz bringen wollen. Dabei können die Kinozuschauer Textnachrichten, in denen sie etwa die Handlung des Films kommentieren, direkt auf die Kinoleindwand projizieren lassen.

Das Konzept, das wahre Cineasten erschaudern lässt, ist vor allem für jüngere Zuschauer gedacht, die sich keine fünf Minuten auf einen Film konzentrieren können, ohne auf ihr Smartphone zu schauen. Wie der Hollywood Reporter berichtet, werden dabei “in einem Land wie China mit einer starken Zensur Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um sensible oder verbotene Schlagwörter zu entfernen”.

Für die Kinobetreiber sind die Bullet Screens vor allem eine Geschäftsidee: sie verlangen pro Textnachricht umgerechnet rund 10 Cent an Gebühren. Shen Leping, Regisseur von The Legend of Qin, einem Film, bei dem die neue Technik bereits getestet wurde, äußerte sich ebenfalls begeistert: “Wir wollen sehen, wie die Reaktion des Publikums den Film selbst beeinflussen kann. Wir stellen den Regisseur und das Publikum sozusagen auf eine Ebene, und ich glaube, dass viele Ansichten der Zuschauer sehr hilfreich sein können für die Filmemacher!”

Foto: Marc Verdiesen / Shutterstock.com

Tags :Quellen:Hollywood ReporterVia:Shanghaiist

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