Twitter füllt deine Timeline jetzt mit Beiträgen von Nutzern, denen du nicht folgst

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Seit einigen Tagen gibt es Gerüchte, die besagen, dass Twitter neue Wege testet, um die Timeline der Nutzer mit Inhalten zu füllen - vor allem mit Tweets von Nutzern, denen man nicht folgt. Jetzt zeigt sich: das ist eine neue, offizielle Strategie von Twitter. Macht euch also bereit, Tweets zu sehen, um die ihr nicht gebeten habt.

Wie Quartz berichtet, hat Google die FAQs von Twitter aktualisiert um deutlich zu machen, dass die Timeline nicht nur für Tweets von Nutzern, denen man folgt, gedacht ist. Es kann dort jetzt alles erscheinen, von dem Twitter denkt, du solltest es sehen. Vor allem folgender Punkt der offiziellen Änderungen ist interessant:

Wenn wir außerdem einen Tweet identifizieren, einen Account, dem es lohnt zu folgen oder anderen Inhalt, der beliebt oder relevant ist, können wir diesen in deiner Timeline erscheinen lassen. Das bedeutet, dass du manchmal Tweets von Nutzern sehen wirst, denen du nicht folgst. Wir wählen jeden Tweet anhand einer Reihe von Merkmalen aus, darunter wie beliebt er ist und wie viele Nutzer in deinem Netzwerk damit interagieren. Unser Ziel ist es, deine Timeline relevater und interessanter zu machen.

In den vergangenen Tagen haben sich viele Nutzer darüber beklagt, neuerdings die Favoriten ihrer Freunde in ihrer Timeline zu sehen. Außerdem zeigt Twitter offenbar Nachrichten, die anscheinend nichts mit den Leuten, denen man folgt, zu tun haben. Bislang waren solche Auswahlen von Tweets nur in bestimmen Bereichen von Twitter zu sehen – oder bei Tests, für die man sich freiwillig entscheiden konnte.

Jetzt ist das Ganze überall. Warum sollte man sich für Inhalte interessieren, die offenbar nichts mit den eigenen Interessen zu tunhaben? Der Grund ist eindeutig: Twitter möchte mehr Kontrolle darüber erhalten, was es seinen Nutzern zeigt. Damit ähnelt die neue Strategie den bezahlten und gesponserten Tweets, die man bereits seit langem zu sehen bekommt. Der Gewinner der Neuerungen heißt Twitter – der Verlierer ist der Nutzer, wenn ihm nicht gefällt, was Twitter ihm vorsetzt.

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Foto: Denys Prykhodov / Shutterstock.com

Tags :Quellen:TwitterVia:gizmodo.com
  1. Es war ja vielleicht ganz nett bis jetzt. Aber können wir mit den Spielereien jetzt mal aufhören und Twitter, FB und all den Quatsch einfach nicht mehr nutzen. Ihr werdet sehen, keiner stirbt daran und ‚Freunde‘ verliert man auch keinen einzigen.

    1. Yo, genau dasselbe bereite ich gerade vor. Dummerweise läuft eine G+ Seite recht gut und ohne die kann ich praktisch meine Website löschen. Persönlich nutze ich G+ nicht. Twitter und Facebook sind für die Website nicht relevant, persönlich sehe ich das wie du.

  2. Bin auch seit ewigkeiten nicht mehr bei fb und wa. das ganze ist für mich nicht so toll und komme besser ohne klar. wünsche ich mir übrigens von vielen, dass sie mal wieder ohne den ganzen socialhype klar kommen.

    treffe ich neulich einen alten klassenkameraden:
    er: hast du facebook?
    ich: neee
    [nach meiner Telefonnummer um mich anzurufen wurde nicht gefragt]
    er: alles klar, tschö

    Glaube, Facebook ist zu einer Art Lifetime Panini-Album mutiert. Jedes mal ein Abziehbildchen für jeden den ich mal getroffen habe. Quasi als Trophähe.
    Nebeneffekt: man wird mehr oder weniger unfreiwillig zum heimlichen Beobachter des anderen.

    Auch finde ich es nicht mehr schön, dass viele keine eigene Webseite mehr haben. Vieles geht nur noch über fb. klar sind dort viele und es ist einfach die masse so zu erreichen. dennoch vermisse ich die eigenen foren, kommentarfelder auf den webseiten, etc…

    Bin echt froh wenn ich lese, dass ich nicht der einzige bin, der da gerne drauf verzichtet.

    twitter nutze ich wegen diversen infos. sollten mir hier auf dauer die nerven strapaziert werden nutze ich ganz klar, den dienst einfach weniger oder gar nicht mehr. bin aber gespannt wie sich das entwickeln wird.

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