Onlinehandel: Neue Retourenregelung hat kaum Auswirkungen

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Seit 10 Wochen gelten im Online-Handel neue gesetzliche Vorschriften. Jetzt zieht der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (behv) ein erstes Fazit und stellt fest: Trotz Änderungen bleibt alles beim Alten.

Seit Mitte Juni gelten auch in Deutschland neue Regelungen zum Versandhandel, nachdem eine EU-Richtlinie umgesetzt worden war. Demnach müssen Händler nicht mehr zwangsläufig jede Retoure kostenfrei zurücknehmen, Käufer sind außerdem verpflichtet, den Widerruf schriftlich an den Händler zu übermitteln.

In der Praxis aber, so der behv, haben die Änderungen kaum Auswirkungen:

Meist senden die Käufer die Ware wie gewohnt einfach zurück, wenn sie widerrufen wollen. Die Händler reagieren kulant: Sie akzeptieren die bloße Rücksendung als Widerruf des Vertrags und verlangen bisher keine ausdrückliche Erklärung durch den Kunden. Auch im Hinblick auf die Rücksendekosten haben nur wenige Unternehmen etwas am bisherigen Geschäftsmodell geändert und übernehmen meist weiterhin das Rückporto als Teil ihre Kundenservices.

Die Befürchtungen, die neuen Richtlinien würden sich negativ zu Lasten der Kunden im Online-Handel auswirken, stimmt so also nur in der Theorie. In der Praxis bleibt alles beim Alten – kein Wunder, möchte doch kein Online-Händler der erste sein, der Kosten für seine Retouren verlangt.

Manche Händler, wie etwa Zalando, haben Schätzungen zufolge eine Retourenquote von rund 50 Prozent.

Tags :Quellen:Der Standard

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