Freedom4: Die erste DNS-Diagnose-Einheit im Schuhkartonformat

(Bild: Shutterstock)

Forschern der University of Otago in Neuseeland ist es gelungen, ein Gerät zur DNS-Diagnose zu entwickeln, das gerade einmal so groß ist wie ein Schuhkarton. Bisher waren die Maschinen für den mobilen Gebrauch viel zu groß dimensioniert. Das Verfahren findet bei der Identifikation und Untersuchung von Mikroben wie Escherichia coli oder der Grippe Anwendung.

Das Gerät hört auf den Namen Freedom4 und bringt die Quantitative Echtzeit-PCR aufs Feld. Praktisch für den mobilen Gebrauch ist, dass Freedom4 sich drahtlos mit einem Smartphone oder Laptop verbinden kann. Die schachtelgroße Maschine soll mit Batterien bis zu sechs Stunden lang betrieben werden können. In nur einem Schritt verarbeitet sie DNS-Proben, indem sie das Vorhandensein und das Ausmaß – beispielsweise einer Norovirusinfektion – in unter einer Stunde ermittelt.

Ein Meilenstein für Ärzte, Veterinäre und Gesundheitsbeamte, die virale Infektionen nun innerhalb kürzester Zeit vor Ort untersuchen können. In Tests zur Identifikation und Quantifikation mit unter anderem mit Escherichia coli infizierten Proben bewies Freedom4 offenbar die gleiche Funktionalität eines herkömmlichen Sequenzierers in voller Größe. Dabei kam auch der H1N1-Strang der Schweinegrippe-Pandemie von 2009 zum Einsatz.

Wie Popular Mechanics bemerkt, könnte Freedom4 helfen, Krankheiten an Ort und Stelle zu diagnostizieren und die Behandlung sowohl in Krankenhäusen als auch an abgelegenen Orten begleiten. Auch der Einsatz zur Identifikation spezifischer Mikroben wie etwa in der Agrarwirtschaft oder Bierbrauerei ist denkbar.Nun, nach sechs Jahren Arbeit, in denen Freedom4 seine Funktionalität unter Beweis gestellt hat, stellt die Kommerzialisierung des Labors in der Box den nächsten Schritt dar.

Tags :Quellen:University of OtagoVia:Gizmodo.com
  1. Die Überschrift ist falsch… eine „quantitative Echtzeit-PCR“ hat nicht mit der Sequenzierung von DNS zu tun… es handelt sich dabei lediglich um die Vervielfältigung spezifischer Abschnitte der DNS. Die Vervielfältigung kann dabei durch Fluorezenzfarbstoffe in Echtzeit verfolgt werden

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