Test: Jabra Stealth: Leichtes Headset im stylischen Design

jabrastealth011

Headsets sind praktische Begleiter im Alltag, haben aber meist einen Nachteil: mit dem kleinen Gerät im Ohr sieht man zwangsläufig äußerst wichtigtuerisch aus. Das ist mit dem Jabra Stealth auch nicht viel anders – immerhin ist das Headset aber so klein, dass es kaum auffällt, und wenn doch, dank seines schicken Designs nicht stört. Wir haben uns das Bluetooth-Headset von Jabra genauer angesehen und verraten euch, wie es uns gefallen hat.

Design und Tragekomfort des Jabra Stealth

Das Gehäuse des Jabra Stealth besteht aus schwarzem Kunststoff mit einer silbergrauen Absetzung an der Front. Insgesamt ist es nur etwa 5,5 Zentimeter lang und wiegt dabei – je nach verwendetem Aufsatz – rund 10 Gramm. Das geringe Gewicht des Headsets ist hauptverantwortlich für den wirklich hohen Tragekomfort: man spürt es kaum im Ohr und vergisst nach einigen Minuten beinahe, dass man es noch trägt. Mitgeliefert werden mehrere Ohrstöpsel: je einer für das rechte bzw. linke Ohr sowie ein dritter Ohrstöpsel, den man in Verbindung mit Ohrbügeln tragen kann. Dieses sollen für zusätzliche Sicherheit beim Tragen sorgen, sind aber eigentlich kaum nötig, da das Headset auch ohne sie schon sehr gut im Ohr sitzt. Lediglich das Knallorange der Ohrstöpsel gefällt uns nicht so gut – und passt auch irgendwie nicht zum Namen Stealth, der ja an die Tarnkappentechnik anspielt.

Einrichtung

Das Jabra Stealth wird über einen Mini-USB-Eingang geladen, der vorne am Headset unter einer kleinen Klappe versteckt ist. Zwei Stunden Laden reichen, um sechs Stunden Gesprächszeit und eine Stand-by-Dauer von zehn Tagen zu gewährleisten. Für alle, die viel im Auto telefonieren, liegt außerdem ein Adapter für den Zigarettenanzünder bei.

Die Koppelung mit dem Smartphone über Bluetooth funktioniert kinderleicht: nach dem Einschalten meldet sich eine sympathische Frauenstimme und erklärt alle nötigen Schritte – Aktivieren von Bluetooth am Handy, Suchen nach verfügbaren Geräten, Koppeln – so dass wir binnen Sekunden eine Verbindung aufbauen konnten. Wer ein NFC-fähiges Smartphone besitzt, kann das Jabra Stealth auch mit Hilfe dieses Nahfunkstandards koppeln. Die Reichweite der Bluetooth-Verbindung liegt nach unseren Messungen bei rund fünf Metern. Schaltet man das Headset aus und nimmt es später wieder in Betrieb, wird die Verbindung automatisch wieder hergestellt.

Jabra Stealth

Bild 1 von 3

Der Micro-USB-Anschluss ist gut versteckt

Bedienung

So einfach wie das Verbinden ist auch die Bedienung des Jabra Stealth. Die meisten Funktionen werden über eine Multifunktionstaste gesteuert, die sich auf Höhe des Ohrstöpsels befindet. Durch einmaliges Antippen werden Gespräche angenommen beendet abgewiesen, will man Gespräche abweisen, muss man die Taste kurz gedrückt halten. Praktisch: durch zweimaliges Antippen kann die zuletzt gewählt Nummer angerufen werden. Eine zweite Taste dient zum Aufrufen der Sprachsteuerung. So kann direkt auf Siri beziehungsweise Google Now zugegriffen werden.

Wer sein Headset einmal verlegt, kann es mit Hilfe der App Jabra Assist leicht wiederfinden – entweder, indem das Gerät ein akustisches Signal aussendet, oder aber mittels GPS-Tracking. Letztgenannte Funktion hat in unserem Test mit einem Android-Handy allerdings leider auch nach mehreren Versuchen nicht funktioniert.

Klang- und Sprachqualität

Laut Jabra eignet sich das Stealth sogar zur Übertragung von Musik – eine etwas übertriebene Beschreibung, wie wir finden. Denn einerseits wird Musik über das Headset natürlich nur monaural übertragen, anderseits ist die Klangqualität für einen längeren Musikgenuss nicht ausreichend. Zum Telefonieren oder zum Ansagen von Suchanfragen aber reicht sie vollkommen aus – und dafür ist das Headset schließlich auch gedacht.

Hintergrundgeräusche werden dabei dank eines Doppelmikrofons bis zu einem gewissen Grad ausgeblendet – da die Ohrstöpsel des Stealth aber nur in der Ohrmuschel liegen und nicht direkt im Gehörgang, dringen natürlich laute Umgebungsgeräusche dennoch stets ins Ohr. Gut gefällt uns die Sprachqualität. Hier wird wirklich jedes Wort glasklar übertragen – so sollte es sein!

Fazit

gizrank-big-4011

Das Jabra Stealth ist klein, leicht und sitzt hervorragend im Ohr. Die Klangqualität könnte etwas besser sein, die Sprachqualität hat uns aber überzeugen können. Hinzu kommen ein schickes Design und eine hervorragende Akkulaufzeit – wenn man also schon mit einem Headset im Ohr wichtigtuerisch herumlaufen will (oder muss), dann ist das Jabra Stealth die richtige Wahl! Erhältlich ist das Headset für 79,- Euro UVP, viele Onlinehändler bieten es aber bereits für rund 20 Euro weniger an.

plusplusklein und leicht
pluspluslange Akkulaufzeit
plusbequemer Sitz im Ohr
minuswiderspenstige App

Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising