FlatMate: App für die WG-Finanzen ausprobiert

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Das Zusammenleben in einer WG kann im wahrsten Sinne des Wortes im Chaos enden. Das will die kostenlose App FlatMate verhindern. Sie erleichtert die Organisation des meist studentischen Zusammenlebens indem sie die WG-Finanzen verwaltet. Wir haben Flatmate ausprobiert.

Die Verwaltung gemeinsamer Finanzen kann zu fiesen Problemen führen. Gerade in WGs, egal ob bei Studenten oder nicht, ist es für den Wohnungsfrieden wichtig, dass sich alle Mitbewohner an den Kosten beteiligen. Seiten wie Jobmensa empfehlen einen Hauptmieter, der die Finanzen der WG verwaltet. Das kann ein großer zeitlicher Aufwand sein und zu Konflikten führen.

FlatMate soll als kostenlose App für Android und iOS diesen Prozess vereinfachen. Beide Appvarianten sind untereinander kompatibel und alle Daten werden verschlüsselt übertragen. Welche Verschlüsselungsmethode genau verwendet wird, ist nicht ersichtlich.

App-Berechtigungen

Die App verlangt bei der Installation Zugriff auf die Identität, den Standort über GPS, Fotos, Medien und Dateien. Um die App nutzen zu können ist eine zusätzliche Registrierung notwendig. Dafür muss man E-Mail Adresse, Vornamen und Nachnamen angeben.

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Einerseits erhält man dann eine E-Mail mit Passwort und Verifizierungslink, andererseits werden die Daten genutzt um die Mitglieder einer WG zu identifizieren. Dieses Passwort kann man dann in der App aktivieren um seinen Account davor zu schützen, dass er von anderen Nutzern verwendet wird. Der Passwortschutz muss allerdings erst manuell aktiviert werden.

Nachdem man einen Account erstellt hat, kann man entweder einer bestehenden WG beitreten, oder eine neue erstellen. Der WG Beitritt kann auch über eine Einladungsfunktion erledigt werden. Dafür stehen mehrere Optionen bereit, zum einen der „Handshake“ zwischen bestehenden Nutzer der MateApps, zum anderen eine E-Mail Einladung, die dann alle nötigen Informationen beinhaltet.

Außerdem können auch Mitglieder hinzugefügt werden, die selbst kein Smartphone nutzen. In der WG können Kostenpunkte wie Miete, Fixkosten, Reinigungsmittel, Einrichtung, Essen, Trinken und Ähnliches angelegt werden. Nach Eingabe der Kosten der einzelnen Position legt man fest, wer es bezahlt hat und welche WG-Mitglieder von dem Kauf profitierten. Neben diesen Ausgaben können auch Sonderzahlungen zwischen einzelnen Mitgliedern verwaltet werden.

Flatmate Zwischenberichte

Mit der Funktion „Zwischenberichte“ erhält man einen aktuellen Überblick über die Kostenverteilung der bisher nicht abgegoltenen Kosten. Über weitere Einstellungsmöglichkeiten kann man die Mitglieder in Gruppen einteilen und einen „Schwellwert“ festlegen. Dieser Wert bestimmt ab wann man darüber informiert wird, dass noch Zahlungen ausstehen. Zusätzlich gibt es auch noch Privatsphäreeinstellungen, die es erlauben anderen Mitgliedern die Einsicht der eigenen Kontaktdaten zu verweigern, Ausgaben zu blockieren oder Sonderzahlungen zu blockieren.

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Sind alle Ausgaben in der App hinterlegt, kann man unter den WG Mitgliedern abrechnen lassen. Dabei wird, anhand der bisher eingegebenen Werte, ermittelt, wer noch welchen Betrag zu zahlen hat und wer wie viel Geld bekommt.

Ersteindruck

Obgleich die App schon voll funktionsfähig ist, war sie in unserem kurzen Testlauf teilweise noch etwas behäbig. Gerade bei den erweiterten Einstellungen wurden Eingaben teilweise nicht übernommen. Die Hauptfunktion der App, die Abrechnung und Verwaltung der WG-Kosten, lief allerdings völlig ohne Probleme.

Ende Oktober 2014 sollen noch zwei weitere Apps, „TravelMate“ und „BestMate“, verfügbar sein. TravelMate soll hierbei die Kostenverteilung im gemeinsamen Urlaub vereinfachen, während BestMate die Kostenkontrolle bei Gruppenunternehmungen übersichtlicher gestalten soll. Diese Apps richten sich dann nicht mehr vornehmlich an Studenten.

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