Nacktfotos: Hacker bedienen sich bei Stars und Sternchen

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Man kennt sie aus dem Kino, aus Fußballstadien, Boulevard-Blättern und Werbeplakaten. Für gewöhnlich tragen sie dabei noch etwas Stoff auf der Haut, ganz nackt sind die Herrschaften aus Hollywood und Co. aber selten bis nie zu sehen. Das hat sich bei Jennifer Lawrence, bekannt aus "Die Tribute von Panem" nun geändert. Hacker entwendeten entsprechendes Bildmaterial, angeblich sogar von bis zu 101 berühmten Persönlichkeiten.

Im Forum 4chan kursierten mehrere Bilder, auf denen Jennifer Lawrence in eindeutigen Posen zu sehen ist. Manche davon zeigen die Schauspielerin oben ohne. Der anonyme Hacker, der die Fotos vermutlich vom Handy des Hollywood-Stars kopiert hat, gibt an, insgesamt 60 Bilder von Lawrence zu besitzen. Zudem veröffentlichte er laut DailyMail eine Liste mit den Namen von 101 populären Personen, von denen er ebenfalls intimes Bildmaterial zu haben vorgibt. Darunter Kate Upton, Victoria Justice, Ariana Grande, Kirsten Dunst, Hope Solo, Krysten Ritter, Yvonne Strahovski, Teresa Palmer, Hayden Panettiere, Cara Delevingne oder auch Rihanna. Manche Opfer bestätigten die Fotos bereits, viele Bilder seien aber nicht echt.

Das geht auch aus der Stellungnahme des Sprechers der 21-jährigen Schauspielerin Ariana Grande hervor. Demnach handle es sich bei den Bildern um „Fakes“. Auch Victoria Justice känzelte die Fotos als „FAKE“ ab.

Die Fotos von Lawrence sind laut Angaben eines Sprechers der Schauspielerin hingegen echt. „Das ist eine unerhörte Verletzung der Privatsphäre. Wir haben die Behörden kontaktiert und werden jeden strafrechtlich verfolgen, der die gestohlenen Bilder postet.“ Auch Twitter gab an, sämtliche Accounts zu sperren, die die Bilder teilen.

Nicht zum ersten Mal

Bereits 2011 veröffentlichte ein Mann Nacktfotos unter anderem von der Schauspielerin Scarlett Johansson. 2012 wurde er deshalb zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Auch Selena Gomez, Miley Cyrus, Wilmer Valderrama und Demi Lovato wurden – wie so viele andere Menschen weltweit – bereits Opfer von derartigen Angriffen. Hugh Grant hatte es einst sogar mit einem Telefonhacker zu tun, der seine Unterhaltungen teilweise veröffentlichte und nun angeblich eine siebenstellige Schadensersatzsumme berappen muss.

UPDATE (02.09.): Der Hacker scheint sich laut Recode durch eine Schwachstelle in Apples iCloud Zugang zu den Bildern der betroffenen Persönlichkeiten verschafft zu haben. Wahrscheinlich nutzte der Hacker das kürzlich veröffentlichte Passwort-Crackertool iBrute, das nach dem Trial-And-Error-Prinzip funktioniert. Diensteanbieter können solche Tools relativ einfach abwehren, indem nach einer bestimmten Anzahl von Fehleingaben der Zugang gesperrt wird und das Passwort durch den Nutzer zurückgesetzt werden muss. Apple hat diese Technik bei nahezu allen Anmeldemöglichkeiten implementiert. Beim iCloud-Dienst „Find my iPhone“ wurde sie aber vergessen. Seit Apple die Schwachstelle gestern beseitigte, funktioniert auch das zuvor auf Github veröffentlichte iBrute nicht mehr.

UPDATE (03.09.): Apple bestätigt, dass die Bilder über den iCloud-Dienst entwendet wurden. Allerdings ist das Unternehmen der Meinung, dass nicht etwa eine Schwachstelle wie in Apples Cloud-System oder „Find My iPhone“ dafür ausschlaggebend war, sondern ein gezielter Angriff auf „Benutzernamen, Passwörter und Sicherheitsabfragen, eine im Internet inzwischen leider nur zu verbreitete Praxis“, dafür verantwortlich seien. Der Konzern aus Cupertino versucht sich also reinzuwaschen.

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