Dank eines neuen HTML-Tags kannst du bald schneller mobil surfen

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Hinter jedem Katzenfoto und Ice-Bucket-Challenge-Video, das du dir über dein Smartphone ansiehst, steckt ein komplexer Code. Dieser bekommt jetzt eine kleine Runderneuerung - damit du schneller mobil surfen kannst.

Wenn das Internet auf deinem Smartphone langsamer wird, steckt meistens ein Bild oder Foto dahinter. Fotos sind für rund die Hälfte der Daten verantwortlich, die benötigt werden, um eine Seite darzustellen. Nicht, weil dein winziger Smartphonebildschirm hochauflösende Bilder benötigt, sondern weil dein Browser sie nicht aufhalten kann.

Der Grund dafür, so Ars Technica, ist der Aufbau des Internets, wie wir es heute nutzen. Auf mobile Nutzer ausgerichtete Seiten – m.irgendwas.com – sind klein und schnell zu navigieren. Sie zu erstellen, erfordert aber Investitionen. Deswegen nutzen viele Websitebetreiber heute sogenanntes ‘responsive Design’. Hierbei sehen Internetseiten unterschiedlich aus, je nachdem, auf welchem Bildschirm man sie öffnet. Verkleinert man etwa das Browserfenster, passt sich die Seite automatisch an und geht in die mobile Ansicht über. Das ist zwar praktisch, bedeutet aber auch, dass nach wie vor große, hochauflösende Bilder geladen werden, obwohl man sie eigentlich nicht mehr benötigen würde. Der Browser kann das nicht verhindern.

Jetzt haben Entwickler rund um Mat Marquis eine Lösung in Form eines neuen HTML-Codes vorgeschlagen. Der Tag picture legt eine extra Schicht an Daten um ein Bild, die dem Browser helfen soll, Entscheidungen darüber zu treffen, wie das Bild dargestellt werden soll. Eine solche Entscheidung könnte sein: da ich gerade 3G nutze, sollte ich keine hochauflösenden Bilder herunterladen. Das Ergebnis wären schnellere Internetseiten bei mobiler Nutzung.

Natürlich funktioniert das Ganze nur, wenn jeder mitmacht. Und es ist nicht leicht, neue Standards im Web durchzusetzen. Dennoch haben sowohl Firefox und Google Chrome zugestimmt, picture ab Ende des Jahres in ihre Browser zu integrieren. Schnellerem Surfen unterwegs steht also nichts mehr im Wege.

Foto: Shutterstock

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Tags :Quellen:Ars TechnicaVia:gizmodo.com
  1. Leider der falsche Ansatz.

    Der Ansatz sollte nicht sein, die Datenmenge so drastisch zu verkleinern, sondern diese dämlichen mobilen Internet-‘flatrates’ von ihrer Volumenbegrenzung zu befreien.

    Warum kann ich von einer ‘Flatrate’ sprechen, wenn ich nach 200/300/xxx MB heruntergestuft werde?

    Das Problem hier ist nämlich gar nicht der gewünschte Content (wie die Bilder), sondern die High-Res-Werbung, die mir beim Surfen in voller Ausführung entgegenspringt.

    1. Das ist sicher ein wichtiger Punkt.

      Aber es geht hier doch un die Geschwindigkeit… Ich hane ein Abo ohne Volumenbegrenzung, auch nicht nach x-GB (Swisscom), trotzdem sind manche Seiten langsamer als andere…

      1. Teile die Meinung von WebDev voll und ganz. Wenn die Smartphones schon Auflösungen über FullHD haben, dann sollen sie auch mit entsprechend gutem Content versorgt werden. @rafi: Also bei mir geht das mit LTE alles rasend schnell, nur irgendwann ist halt dicht.

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