3D Pocketcopter – der fliegende Stift filmt in HD

3D Pocketcopter   the flying camera   YouTube

Die weltweit kleinste, fliegende Kamera. Damit wird auf Indiegogo für den 3D Pocketcopter geworben, der Bilder und Videos aus neuen Perspektiven ganz simpel ermöglichen soll. Was aussieht wie ein Lippenstift mit Doppelrotor ist eine kleine, preiswerte Drohne, die vom Smartphone gesteuert wird und auch 3D-Aufnahmen erstellen kann.

Auffällige Drohnen, meist Quadrocopter, fliegen seit wenigen Jahren durch die Lüfte und erstellen dabei faszinierende Videoaufnahmen aus der Vogelperspektive. Aufgrund der Größe und des sperrigen Formats ist es jedoch wenig ratsam sie ständig bei sich zu führen, um gegebenenfalls seinen Blickwinkel damit zu erweitern. Genau hier setzt der 3D Pocketcopter an, der sich dank seiner Größe locker in die Tasche schieben und schnell hervorholen lässt. Wie gut bei dem kleinen Gadget die App-Steuerung funktioniert ist nun wahrlich etwas schwer zu sagen. Die Rotoren drehen sich jedenfalls gegenläufig, um eine gewisse Stabilität zu generieren und außerdem “leise Aufnahmen zu gewährleisten”.

Die Mini-Kamera-Drohne speichert die Aufzeichnungen auf einer MicroSD-Karte mit maximalem Fassungsvermögen von 64 GByte und kann 2D- oder 3D-Videos in HD-Qualität (1.280 mal 720 Bildpunkte) aufzeichnen. Für Fotos würde man sich hier allerdings eine bessere Auflösung wünschen. Dem Entwickler Thomas Pagel zufolge filmt die Kamera aktuell in einem Winkel von 150 Grad, man versuche aber, sie schwenkbar zu machen. Das könnte allerdings in einem Gewichtsproblem enden. Aktuell steht man laut Pagel bei 390 Gramm, mit dem Ziel “ein Gesamtgewicht von 430 Gramm nicht zu überschreiten und trotzdem eine gute Laufzeit zu erreichen.” Dafür wird die Batterie, die aktuell etwa 200 Gramm wiegt, in weiteren Tests einer Nano-Tech-Batterie weichen, die bei gleicher Leistung 49 Gramm Gewichtseinsparung bedeuten würde. Gerade die Laufzeiten von 25 Minuten Flugzeit und sechs Stunden Aufnahme sind für eine Kameradrohne recht ordentlich.

Das 19 Zentimeter hohe Gadget kommuniziert über WLAN oder Bluetooth 4.0 mit Android-, iOS- oder Windows Phone-Geräten, über die es jeweils mit einer speziellen App gesteuert wird. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Drohne steigt der 3D Pocketcopter nur maximal zehn Meter in die Lüfte, ist bei freier Sicht aber bis zu einer Entfernung von 60 Metern steuerbar, so Pagel. Das kann für aufregende Perspektiven schon reichen. Bei Wind und Wetter ist die kleine, fliegende Kamera jedoch, so schätzen wir, schnell dem Untergang geweiht. Bricht die Verbindung während eines Fluges ab, soll der 3D Pocketcopter aber glücklicherweise langsam gen Boden sinken.

Die App zum 3D Pocketcopter. Bild: 3D Pocketcopter/Indiegogo

Die App zum 3D Pocketcopter. Bild: 3D Pocketcopter/Indiegogo

Der 3D Pocketcopter soll außerdem wasserdicht sein und bei Bedarf auch als Helm- oder Handheld-Kamera eingesetzt werden können. Dazu werden die Rotoren einfach entfernt und die Kamera in die jeweilige Position oder Hand gebracht.

Im Mai 2015 könnte der 3D Pocketcopter laut Herstellerangaben offiziell für kolportierte 99 Euro in den Farben Schwarz, Blau und Gelb erhältlich sein. Das noch nicht vergriffene Early Bird-Paket auf Indiegogo kostet dagegen nur 59 Euro – günstig.

Tags :Quellen:YouTubeVia:Indiegogo
  1. Praktisch für viele Anwendungen !
    Z.B. & u.a. für Makler,
    die Objekte von Oben dem Kunden live zeigen wollen,
    oder Video für Prospekt / Inserat erstellen.
    Und passt auch in Aktenkoffer.

  2. Die Idee ist schön. Aber wer die technischen Daten liest und nicht sofort erkennt das da an allen Ecken und Enden geschönt wird, dem kann keiner helfen.

    Dieses Gerät wird nicht länger als 5 Minuten in der Luft bleiben, wasserdicht kann sie bei dem Gewicht auch nicht werden. Und die Rotoren entfernen bedeutet Verschlusssystem = mehr Gewicht. Damit das alles funktioniert wird eine “Nanobatterie” verwendet? Für 99 Dollar/Euro bekommt man mit viel Glück grade einmal die Kamera für vernünftige Bilder. Da hat einer geschätzt Kamera (30 Euro, zwei billige Motoren (15 Euro), ein Mikrokontroller (9 Euro), ein bisschen Kleinkram (4-5 Euro). Selbstkosten ohne Appentwicklung, ohne Werbung und absolut billig. Die anderen Eigenschaften wie wasserdicht, Helmkamera, etc. sind alles Marketingaussagen deren Umsetzung zu teuer wird. In meinem Preis fehlt noch ein Akku. Das wird so nix, da wird die nur partielle Umsetzung vom Anbieter direkt einkalkuliert…

  3. Hallo Blablub,
    Erstmal möchte ich sagen, dass deine Kritik verständlich ist. Das ist auch gut so. Jedoch handelt es sich dabei um eine kostengünstige alternative zu all den Drohnen die sich in etwas höheren Preissegmenten bewegen. Selbstverständlich könnte man in den Pocketcopter die neuste Technik stecken, doch das würde unser preisliches Ziel verfehlen. Unser Produkt soll kein HIGH-END Supercopter werden. Und es soll als solches betrachtet werden.

    1. Sorry für den späten reply. Der Poster unter uns hat es eigentlich schon alles gesagt. Ich selber beschäftige mich mit dem Bau von Quadrokoptern, daher sind mir die Unstimmigkeiten sofort aufgefallen. Das ganze wird und kann so erst einmal nicht funktionieren da die Physik einige Grenzen vorgibt. Wer immer sich diese Werte ausgedacht hat, hat einfach ein bisschen geschätzt und dabei schön aufgerundet. Alleine Akku-Gewicht-Flugdauer passen nicht zusammen, wenn Low-End-Komponenten genutzt werden seid ihr bei 3 oder 4 Minuten Flugzeit. Wollt ihr mehr erreichen wird es teuer in einem Verhältnis das auch durch Masseneinkauf nicht kompensiert werden wird. Als Technikbegeisterter bin ich wegen der Machbarkeit skeptisch, und als BWLer sage ich den Preis glaube ich erst bei Vorlage eines vernünftigen Businessplans mit Angabe der Lieferanten und am besten von denen eingeholten Angeboten. So ist das erst einmal nur ein netter Marketinggag und der Versuch unversierte Nutzer zum investieren zu animieren.

  4. Wenn das kein Betrug oder schräges kulturanthropologisches Experiment ist, dann ist es es ein Projekt von absoluten Dilettanten, das vom Anfang an zum Scheitern verurteilt ist.

    Es fehlt jegliche technische Angabe, es gibt keinen Prototypen. Es gibt anscheinend noch nicht mal ein echtes Design. Das Video ist Fake. Das (schlecht) gerenderte 3D-Modell läßt jede Kenntnis über die Funktionsweise von Koaxhelis vermissen. Wie soll man das Ding ohne Rotorkopf lenken? Wie soll es 25 Minuten in der Luft bleiben? Ein 12V-Akku ist eine mehr als schräge Angabe. Ohne eine wirklich gute Erklärung macht alleine diese eine Angabe das ganze Projekt unglaubwürdig. Null Angaben zur Kamera, den Dateiformaten, der Auflösung, Aufnahmefrequenz. Wozu überhaupt eine Stereokamera (mit notgedrungen minimaler Parallaxe) bei einer Aufnahme aus der Vogelperspektive? Wozu soll das gut sein, außer noch ein Buzzword einwerfen zu können?

    Ist eigentlich sinnlos, alle fehlenden Informationen aufzuzählen, weil es quasi überhaupt keine Informationen gibt. Außer. daß der Hauptentwickler “Humorist und Entertainer” ist. Da muß man schon sehr optimistisch und/oder humorvoll sein, um 100€ in ein derlei fragwürdiges Projekt zu investieren.

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