Wiko Getaway: Solides Mittelklasse-Smartphone mit edler Optik [Test]

Wiko Getaway Gizrank

Das Wiko Getaway ist ein preiswertes Einsteiger-Smartphone mit edler Optik. Doch das eigentlich Besondere an dem Gerät ist die Möglichkeit einen der beiden SIM-Slots wahlweise als micro-SD-Schacht zu verwenden. Wir haben den schlanken Franzosen für euch einmal genauer unter die Lupe genommen.

Wiko Getaway

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Wiko Getaway

Bereits in unserem Unboxing konntet ihr euch einen ersten Eindruck vom Wiko Getaway verschaffen. Schon zu Beginn fielen die hochwertige Verarbeitung und einige andere Aspekte wie die Kameras oder die ungewöhnliche Dual-SIM-microSD-Kompatibilität positiv ins Auge. Zeit zu überprüfen, wie sich das 200 Euro-Smartphone in der Praxis anstellt.

Design: Mehr Schein als Sein – oder umgekehrt?

Wer das Wiko Getaway in Händen hält, wird auf die Frage nach Preisschätzungen wohl erst einmal ziemlich daneben liegen. Denn mit seiner edlen Optik aus Alurahmen und rückseitiger Lederprägung in Kombination mit einer Dicke von sehr dünnen 7,2 Millimetern auf 133 Gramm ist es nah an Apples iPhone 5S dran, welches nur insignifikant dicker und leichter ist. Dadurch fühlt sich das Getaway äußerst hochwertig an. Die Lautstärke-Wippe und der Power-Schalter finden sich am rechten Rand und unterbrechen diesen Eindruck nicht. Etwas ungewöhnlich, aber sinnvoll ist die vertauschte Position der beiden Elemente. Denn der Power-Schalter befindet sich unterhalb der Lautstärkeregeler, leicht unterhalb der Gerätemitte. Angesichts des 5-Zoll-Displays aber keine schlechte Entscheidung. Lediglich eine längere Umgewöhnungszeit ist damit verbunden. Auch bei den SIM-Slots wackelt und klappert nichts. Die Knarzprobe, ohne die selten ein Smartphone oder Tablet an mir vorbei kommt, hat das Wiko Getaway ebenfalls mit Bravour bestanden. Damit hebt es sich in einigen Punkten schon einmal von vielen Geräten der gleichen Preisklasse ab. Doch von den Äußerlichkeiten wollen wir uns erst einmal nicht blenden lassen.

Wiko Getaway: Die Ausstattung

Denn wie wir ja alle wissen, sind es die inneren Werte, die zählen, oder? Hier zumindest merkt man dem Getaway dann doch die Entfernung zur Premiumklasse an. Aber eines nach dem anderen. Ein interner Speicher von 16 GB ist in dieser Kategorie durchaus ganz ordentlich, außerdem lässt, wie bereits angedeutet, einer der beiden SIM-Slots die Kapazität alternativ mit micro-SDs um bis zu 32 GB erweitern. Das ist eine ebenso interessante wie seltene Fähgikteit, allerdings muss der Nutzer sich für eine der beiden Varianten – Dual-SIM oder mehr Speicher – entscheiden. Die beiden Einschübe lassen sich mit dem beiliegenden Werkzeug oder einem anderen, sehr dünnen Gegenstand herauslocken, weswegen ein schneller Wechsel unterwegs nicht immer möglich ist. Mit den beiliegenden Adaptern ist das Wiko Getaway übrigens recht willig, bereits vorhandene SIM-Karten (micro und nano) aufzunehmen. Das 5-Zoll-Display löst mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Im Inneren taktet ein Quadcore MediaTek Prozessor mit 1,3 GHz je Kern. Diesem stehen 1 GB RAM Arbeitsspeicher sowie die ARM Mali 400 MP2 GPU bei. Das reicht freilich nicht für anspruchsvollere Spiele. Im normalen Gebrauch des Systems und beim Surfen geht die Bedienung dafür sehr flüssig von der Hand.

Mit Android 4.4.2 KitKat bietet das Getaway eine noch frische, kaum veränderte Version des Betriebssystems, ob ein Update auf Android 4.4.4 oder gar L vorgesehen ist, ist bisher allerdings nicht bekannt. Sehr gefallen uns die beiden Kameras, die da wären mit 13 Megapixel Omni BSI+ Sensor auf der Rückseite und 5 Megapixel an der Front. Dazu gibt es eine HDR-Funktion, Autofokus und einen LED-Blitz. Damit lassen sich ganz brauchbare Schnappschüsse aufnehmen, die im rechten Licht nur wenig an Rauschen leiden.

Wiko Getaway Kamera-Beispiel

Beispielfoto aufgenommen mit der Kamera des Wiko Getaway.

Leider verzichtet das Getaway auf ein LTE-Modem und auch der 2.000 mAh-Akku ist etwas mager ausgefallen. NFC-Fähigkeit ist ebenso wenig an Bord, was etwas schade ist. Immerhin bedient das Gerät Bluetooth 4.0 und GPS. Im WLAN-Bereich weist es die Standards 802.11 b/g/n vor und bringt einen OTG-fähigen Micro-USB 2.0-Anschluss mit.

Seht euch nochmal Matthias‘ Unboxing des Wiko Getaway an

Zeigt her eure Displays!

Wie schon erwähnt, verfügt das Wiko Getaway über ein 5-Zoll-IPS-Panel, das mit 1.280 x 720 Pixeln bei 294 ppi auflöst. Texte werden klar und gut leserlich dargestellt. Wie schon im Unboxing befürchtet, ist die Corning Gorilla Glass 2-Abdeckung ein wahrer Fettmagnet. Bereits nach wenigen Berührungen sieht das Getaway – sorry – zum Davonlaufen aus, was mich persönlich extrem stört. Positiv dagegen fällt sofort optisch die Leuchtkraft von 440 bis 490 cd/m² auf. Dieser Eindruck wiederum wird leider durch eine ziemlich geringe Blickwinkelstabilität gemindert, die sich kaum verstecken lässt.

Akkulaufzeit: Keine Überraschungen

Mit dem fest verbauten 2.000 mAh-Akku ist das Wiko Getaway ja schon einmal nicht allzu üppig ausgestattet. Aber die Befürchtungen, damit kaum über den Tag zu kommen, stellten sich zum Glück als unbegründet heraus. Dies hat das Smartphone nicht zuletzt seiner vergleichsweise anspruchslosen Hardware zu verdanken. Bei normaler Durchschnittsnutzung (ohne Spiele) betrug die Laufzeit etwa 9,5 Stunden. Wer viel spielt oder arbeitsintensive Apps nutzt, muss diese Zeit selbstverständlich verkürzen.

Fazit

gizrank 35 Sterne

Für 200 Euro muss es nicht immer ein Plastikbomber sein. Das beweist das Wiko Getaway mit seiner beinahe irreführenden Optik. Mit dem leuchtstarken Display, Android 4.4.2 KitKat und der möglichen Dual-SIM-Nutzung ist es ein interessantes Gerät. Die Kamera ist für diese Preiskategorie überdurchschnittlich. Dem Lobgesang ein Ende machen dafür die geringe Blickwinkelstabilität sowie ein fehlendes LTE-Modem. Wer darüber hinwegsehen kann hat mit dem Getaway ein grundsolides Mittelklassesmartphone, das man nicht verstecken muss.

plusHochwertige Verarbeitung und schickes Design

plusHD-Display

plusAndroid 4.4.2

plusWahl zwischen Dual-SIM-Nutzung oder Speicher-Erweiterung

plusFür den Preis gute Kameras

plusHelles Display

minusDafür ist es nur in einem kleinen Betrachtungswinkel brilliant

minusKein LTE

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  1. Für VW, Skoda, Audi etc Fahrer noch ein ganz wichtiger Aspekt. Das Getaway kann SAP ( rSAP) und verbindet somit das Autotelefon mit der SIM-Karte des Telefons (Stromsparen und die Antenne des Autoradiotelefons wird genutzt).
    Kann bisher kein iPhone.

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