Apple Pay: Der NFC-Bezahldienst kommt

Apple Pay

Überrascht hat gestern nicht nur Apples neue Smartwatch. Denn neben der Apple Watch gab es noch viele neue Features, die uns mit der neuen Generation der Edel-Elektronik erwarten werden. Ein solches Feature ist der neue Bezahldienst Apple Pay.

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19:03 Uhr: Hier nochmal einen Überblick über die Halle, in der Apple gleich das neue iPhone 6 und vermutlich auch die iWatch vorstellen wird.

Apple Pay soll euer iPhone und eure Apple Watch in einen vollwertigen Geldbeutel verwandeln. Dabei basiert der Bezahldienst auf der Nahfunktechnik NFC (Near Field Communication). Klar kenn wir schon lange von Android, aber bei Apple ist es etwas Neues.

So soll der Bezahldienst ab dem iPhone 5 unterstützt werden. Smartphone oder Smartwatch einfach in die nähe eines kontaktlosen Lesegerätes halten und den Zahlvorgang über den Fingerabdruckscanner TouchID bestätigen – fertig so einfach geht es.

Apple Pay unterstützt sämtliche Kredit- und Bankkarten von American Express, Mastercard und Visa. Erste Anlaufstellen für Apple Pay werden die 258 eigenen Retail Stores in den USA, aber auch führende Einzelhändler und Fast-Food-Ketten gehören. Bekannteste Firmennamen: Bloomingdale’s, Disney Store, McDonald’s, Staples und Subway. Und eigentlich mag ich viel lieber Burger King – schade!

“Sicherheit und Datenschutz stehen im Mittelpunkt von Apple Pay“

„Nutzt man Apple Pay in einem Geschäft, Restaurant oder bei einem anderen Händler, werden die Kassierer nicht länger Namen, Kreditkartennummern oder Sicherheitscodes sehen, was dabei helfen wird die Wahrscheinlichkeit des Missbrauchs zu verringern”, sagt Eddy Cue, Senior Vice President of Internet Software and Services bei Apple. “Apple sammelt keinerlei Kaufhistorie, so dass man nie weiß, was und wo eingekauft oder wie viel dafür bezahlt wurde. Und wenn das iPhone verloren geht oder gestohlen wird, können Zahlungen von diesem Gerät umgehend mit Hilfe von ‘Mein iPhone suchen’ ausgesetzt werden.”

Fügt man mit Apple Pay eine Kredit- oder Bankkarte hinzu, werden die aktuellen Kartennummern weder auf dem Gerät, noch auf Apple-Servern gespeichert. Stattdessen wird eine einzigartige Geräte-Kontonummer zugewiesen, verschlüsselt und in dem als “Secure Element” bezeichneten Chip auf den neuen iPhones und der Apple Watch gespeichert, der nur diesem Zweck dient. Jeder Zahlungsvorgang wird mit einer einmaligen einzigartigen Nummer autorisiert, welche die Geräte-Kontonummer nutzt. Statt wie üblich den Sicherheitscode auf der Rückseite der Karte zu verwenden, erzeugt Apple Pay einen dynamischen Sicherheitscode, um die Sicherheit eines jeden Zahlungsvorgangs zu bestätigen.

Ab Oktober wird Apple Pay in den USA mit iPhone 6 und iPhone 6 Plus als kostenloses Update für iOS 8 erhältlich sein. Entwickler erhalten Zugang zu Apple-Pay-APIs in iOS 8, so dass sie Einkaufsmöglichkeiten für physische Güter in ihre Apps integrieren können.

Für Ovum-Analyst Gilles Ubaghs markiert die Einführung von Apple Pay einen “Meilenstein beim Bezahlen”. Trotz des üblichen Apple-Hypes erwartet er jedoch, dass Apple Pay aufgrund der Beschränkung auf die USA und einer relativ geringen Geräteanzahl zunächt ein Nischendasein an Verkaufsstellen führen wird. Der Service biete Käufern in Ladengeschäften keinen wirklichen Mehrwert, so dass das Interesse der Verbraucher – abgesehen von Early Adopters – gering ausfallen dürfte. Anders sieht es Ubaghs zufolge bei Online-Transaktionen aus. Die schnelle und einfache Autorisierung via TouchID stelle einen deutlichen Mehrwert für Verbraucher und Händler dar. Als größten Vorteil sieht er aber die von Apple bereitgestellten APIs, die die Entwicklung neuer Bezahldienste auf Basis von Apple Pay ermöglichten. “Seinen Service auf diese Weise zu öffnen, könnte Apples Position im Zentrum eines weitreichenden Bezahlökosystems festigen.”

Tags :Quellen:CNET.comVia:ZDNet.de

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