IFA 2014: Rugged-Tablets – Panasonic Toughpad FZ-E1 & FZ-X1 trotzen Wind und Wetter

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Sie arbeiten bei Minustemperaturen, überleben mehrere Minuten Unterwasser und halten Stürze aus einigen Metern aus.  Die Rede ist von Rugged-Smartphones, -Tablets oder -Notebooks, die besonders robust gebaut sind, um auch im Außeneinsatz bei schwierigen Umweltbedingungen für den Alltag gerüstet zu sein. Mit dem Toughpad FZ-E1 und FZ-X1 hat Panasonic zur IFA seine zwei neuen robusten Tablets mit Android und Windows Phone vorgeführt. Wir haben sie uns genauer angeschaut. 

Die Tablets sind mit einem Preis von 1385 Euro für die Android- und 1428 Euro für die Windows-Phone-Version nicht für den privaten Gebrauch, sondern für den Einsatz in Unternehmen gedacht – beispielsweise für Sicherheitsorganisationen, Zustell- oder Notfalldienste, Mitarbeiter von Transport- und Logistikunternehmen oder Unternehmen aus dem Einzelhandels- und Fertigungssektor. 

Design

Mit dem FZ-E1 und FZ-X1 erweitert Panasonic seine Toughpad-Familie um zwei kleinere Modelle, die die Vorteile eines Smartphones, Handhelds und Barcode-Scanners in einem Gerät vereinen sollen. Panasonic bezeichnet die Tablets als “extreme rugged”. Die neuen Geräte sind laut Hersteller die robustesten Modelle der Toughpad-Serie und nach dem MIL-STD-810G-Standard und der IP-68-Zertifizierung gegen Wasser, Staub und Stürze geschützt.

Die Toughpads halten Stürze aus drei Metern sowie Temperaturen zwischen minus 20 und 60 Grad aus. Für Minus-Temperaturen hat Panasonic einen Heizkörper integriert, der die Batterie des Handhelds aufwärmt, sodass es auch bei extremer Kälte gestartet werden kann. Beide Tablets halten zudem 30 Minuten unter Wasser bei einer Tiefe von 1,5 Meter aus.

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Das Panasonic Toughpad ist wasserdicht und hält Temperaturen bis zu minus 20 Grad aus (Bild: Gizmodo.de).

Das Toughpad misst 165 mal 87,4 mal 30,9 Millimeter und wiegt rund 430 Gramm. Damit ist es natürlich nicht gerade schlank, aber es passt knapp noch in die Innentasche der Jacke.

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Das Toughpad misst drei Zentimeter dick (Bild: Gizmodo.de).

Display

Bei beiden Modellen handelt es sich um Tablets mit einem 5 Zoll großen Display. Ganz genau, das Toughpad ist ein Tablet mit 5 Zoll, auch wenn man bei dieser Diagonale normalerweise von einem Smartphone spricht. Die Auflösung beträgt 1.280 mal 720 Pixel. Geschützt ist es von Gorilla Glas 3. Der kapazitive Touchscreen kann mit allen möglichen Arten von Handschuhen mit einer Dicke von bis zu 5 Millimetern bedient werden. Panasonic hat zudem einen Drucksensor integriert, sodass sich das Toughpad auch im nassen Zustand – beispielsweise bei Regen – bedienen lässt. Das Display bietet eine Helligkeit von 500 cd/m² sowie einen Blend- und Reflektionsschutz, der eine gute Lesbarkeit im freien garantieren soll. Panasonic setzt auf das sogenannte Direct-Bonding, das heißt, es kommt ohne die typische Luftschicht zwischen dem LC-Modul und dem Sensor-Panel. Das sorgt für weniger Reflektionen (Reflektionsrate von 6,5 Prozent).

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Das Display des Panasonic Toughpad bietet eine HD-Auflösung (Bild: Gizmodo.de).

CPU, Speicher & Akku

Angetrieben wird die Android-Version von einer Qualcomm Snapdragon-600-CPU (AP8060T) mit 1,7 GHz Takt. Das Toughpad mit Windows Phone kommt mit der schnelleren Snapdragon-801-CPU mit 2,3 GHz (MSM8974AB). An RAM und internem Speicher sind jeweils 2 respektive 32 GByte integriert. Die Kapazität kann mittels einer microSD-Karte um 64 GByte erweitert werden.

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Der Akku des robusten Panasonic-Tablets hat eine Kapazität von 6.200 mAh… (Bild: Gizmodo.de).

Das Fz-E1 mit Windows Phone bietet wie das Android-Pendant einen auswechselbaren 6.200-mAh-Akku. Die Akkulaufzeit beträgt laut Panasonic im Standby-Modus bis zu 1000 Stunden. Die Gesprächszeit gibt das Unternehmen mit 23 Stunden an. Bis zu 14 Stunden soll ein unterbrechungsfreier Datenzugriff möglich sein.

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…und lässt sich austauschen (Bild: Gizmodo.de).

Das Toughpad wird über einen BC-in mit einem speziellen Ladegerät von Panasonic geladen. Der Stromadapter hat einen 100- bis 240-Volt-AC-Eingang (50Hz/60Hz) sowie einen 16 Volt-/-3,75-Ampere-DC-Ausgang. Zudem gibt es eine Docking-Station mit bis zu vier 15-Pin-Steckplätzen, in die das Toughpad zum Laden eingesetzt werden kann. Dank Quick Charge lässt sich der Akku in 1,2 Stunden um 50 Prozent laden. In etwa drei Stunden (3,6 Bei Windows-Version) ist er komplett geladen.

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Als Zubehör gibt es eine Ladestation (Bild: Gizmodo.de).

Zudem ist eine Überbrückungs-Batterie integriert, die das Gerät für 2 Minuten ohne eingesetzten Akku am Leben hält. So lässt sich der Akku austauschen, ohne dass das Toughpad ausgeschaltet werden muss.

Umfangreiche Ausstattung

Zur weiteren Ausstattung gehört natürlich auch GPS. Panasonic gibt die Genauigkeit der Antenne bei der Standort-Ermittlung mit 2 bis 4 Metern an (CEP50). An Bord sind LTE Cat 4, UMTS samt HSPA+, WLAN 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.0, USB 2.0 und NFC (A, B). Zudem bieten beide Toughpads zwei microSIM-Kartenslots. Sie sind auch zu FIPS140-2-Level-1 kompatibel und bringen ARMs Trustzone-Technologie mit. Weiterhin bringt das Toughpad für Fotos und Videos eine 8-Megapixel-Kamera mit BSI-Sensor und einem LED-Blitz mit. Dabei handelt es sich um ein Modul, das nach dem Lösen von vier Schrauben entfernt werden kann.

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Zur Ausstattung gehört beispielsweise ein Barcode-Scanner. Weitere Features können künftig über den Erweiterungsport per Modul nachgerüstet werden (Bild: Gizmodo.de).

Darüber hinaus gibt es optional einen Barcode-Scanner an der Oberseite, der 36-Barcode-Typen wie die Formate Code 39, Data Matrix, EAN UPC und PDF 417 unterstützt. Ein USB-Host Smart-Card-Reader ist auch mit an Bord. Das Toughpad verfügt weiterhin über drei Mikrofone samt Geräuschunterdrückung und Lautsprecher mit einer Lautstärke von bis zu 100 Dezibel für den Einsatz in lauten Umgebungen. Das Toughpad bringt einen Erweiterungsport für künftige Features mit, die mittels verschiedener Module integriert werden können. Vorstellbar wäre beispielsweise ein Modul für einen RFID-Reader. Für den Einsatz in Lagerhallen oder Fahrzeugen wie Gabelstaplern wird Panasonic Halterungen als Zubehör anbieten. Zudem gibt es einen Handhalteriemen, einen 4-Punktragegurt sowie einen Holster.

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Als Zubehör gibt es beispielsweise einen Handhalteriemen (Bild: Gizmodo.de).

Konfigurierbare Tasten

Bei den Bedienelementen hat Panaosinc auf große Knöpfe geachtet, die auch mit Handschuhen gut bedienbar sind. Die Tasten lassen sich zudem konfigurieren – beispielsweise um bestimmte Apps zu starten oder das Display zu dimmen. Auch Tastenkombinationen oder lange und kurze Berührungen können einprogrammiert werden, um verschiedene Aktion auszuführen. Einstellen und Verwalten können Toughpad-Besitzer die Tastenkombinationen über eine spezielle App.

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Die Tasten des Panasonic Toughpad lassen sich konfigurieren (Bild: Gizmodo.de).

Betriebssystem

Als Betriebssystem läuft auf dem FZ-X1 Android 4.2 Jelly Bean. Hierbei wollte man auf eine möglichst ausgereifte Version von Android setzen, so Panasonic. Deswegen kommt nicht die neueste Version zum Einsatz. Beim FZ-E1 ist Windows Embedded 8.1 Handheld installiert. Es basiert auf Windows Phone 8.1 und bietet erweiterte Funktionen für Unternehmen – beispielsweise zur Verwaltung der Geräte der Mitarbeiter.

Mit dieser Ausstattung dürften die Toughpads für den Außeneinsatz gerüstet sein. Die Android-Version ist ab dem 4. September erhältlich. Die Variante mit dem Microsoft-OS kommt erst Ende November in den Handel.

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