iPhone 6 Plus: Das phAPPLEt im Hands On

iphone 6 plus

Hallo, du großes 5,5 Zoll iPhone 6 Plus. Du, welches du alle anderen iPhones in deinen Schatten stellst. Wir wollen dich einmal etwas genauer kennenlernen.

Apple Keynote 2014 zum Nachlesen

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19:46 Uhr: In diesen Ländern erhältlich ab dem 19. September, Vorbestellungen ab 12. September.

Es ist wirklich riesig. Also jeder, der einmal ein iPhone 3, 4 oder 5 in den Händen gehabt haben sollte, wird angesichts der immensen Größe des iPhone 6 Plus schlucken. Denn kein Apple-ianer kannte bisher das Gefühl so etwas großes in den Händen gehalten zu haben. Hm, klingt irgendwie falsch.

Aber wie auch immer. Apple hat sich mit dem iPhone 6 dem Zeitgeist angepasst und sein erstes Phablet auf den Markt gebracht, also quasi ein phAPPLEt. Und das Erste was jeder Mensch wohl denken mag, wenn er das Smartphone aus Cupertino das erste Mal in den Händen hält: Wow, ist das dünn. Bei 7,1 Millimeter auch nicht weiter verwunderlich.

Und dabei bleiben wir auch gleich beim Äußeren des iPhone 6 Plus. Denn das Smartphone ist einfach klasse verarbeitet. Ein bisschen erinnert es an einen iPod touch oder ein iPad mini. Überall findet sich das schicke Aluminium ganz im Stile Apples. Und dann wiegt dieses unverschämt große iPhone 6 plus auch noch fast nichts. Gerade einmal 170 Gramm bringt es auf die Waage. Damit ist es sicherlich nicht das leichteste Smartphone am Markt, doch ob seiner Größe hat man schon ein wenig Angst es nicht gleich mit seinen Wurstfingern kaputt zu machen.

iPhone 6 plus

Aber mit der Größe kommen auch so manche Probleme, wenn es um das Tippen oder Surfen geht. Hier hat Apple den einzig sinnvollen Schritt vollzogen und den Landscape Mode integriert. So können Apps, einschließlich des Homescreens, in der vollen Diagonale des Displays angezeigt werden. Und das sollte jedem zukünftigem Besitzer des iPhone 6 auch geraten werden. Denn eigentlich lässt sich Apples Riesen-Smartphone am besten mit zwei Händen bedienen. Und dank der 5,5 Zoll und dem 7,1 Millimeter dicken Gehäuses kommen die Finger dann auch in jedes Eck. Ein bisschen fühlt man sich dann als ob man ein iPad mini-mini in der Hand hätte.

iPhone 6 plus

Falls man sich aber doch dazu entschließen sollte das Phablet nur mit einer Hand bedienen zu wollen, hat Apple hierfür auch eine Lösung. Klar, nichts was man von Samsung, LG oder HTC nicht auch schon kennen würde, aber beim iPhone 6 Plus bleibt alles im Stile Apples. So muss man nur sanft zweimal den Touch ID Sensor berühren und schon kommen alle Apps und Inhalte ins linke untere Eck des Displays. Was Apple hier meiner Meinung nach besser gelöst hat als die Konkurrenz ist die Tatsache, dass man nicht wirklich merkt nur einen kleinen Ausschnitt des Displays zu nutzen.

iphone 6 Plus

Aber sind wir ehrlich: Wir wollen keine verkleinerte oder zusammengeschobene Anzeige. Wozu dann 5,5 Zoll? An dieser Stelle bevorzuge ich ganz klar eher das iPhone 6 mit 4,7 Zoll Display. Oder eben ein Android Smartphone mit 4,7 Zoll, aber sicherlich kein Smartphone, welches ich nicht vernünftig mit einer Hand bedienen könnte. Aber das ist natürlich jedem selbst überlassen.

Die Auflösung des Displays

Kommen wir lieber wieder zurück zum iPhone 6 Plus und schauen uns die Auflösung des Smartphones an. 1920 mal 1080 Pixel ist sicherlich nicht verkehrt, doch da kann das iPhone 6 Plus einfach nicht mehr mit beispielsweise einem Samsung Galaxy Note 4 mithalten. Das muss es aber vielleicht auch gar nicht, denn mit dem bloßen Auge sieht man von der etwas geringeren Auflösung kaum etwas. Eine Nahaufnahme zeigt euch einmal die Pixeldichte beim iPhone 6 Plus:

iPhone 6 Plus

Die Kamera des iPhone 6 Plus

Die Kamera des iPhone 6 Plus hingegen kann wieder überzeugen. Diese schießt Bilder mit acht Megapixeln (rückseitig) und ist damit gleich geblieben wie beim iPhone 5 etwa. Dafür bekommt das iPhone 6 Plus eine verbesserte optische Bildstabilisierung und kann Videos im 60-fps-Modus aufnehmen. Sehr interessant ist auch noch die HDR-Funktion, welche es euch erlaubt noch vor dem geschossenen Foto die Umgebung in HDR wahrzunehmen. Dadurch lassen sich so manche dunkle Ecken besser sehen und man muss nicht im Nachhinein noch ein Foto schießen, falls die Aufnahme nichts geworden ist.

Bei Videos wird vor allem die optische Bildstabilisierung interessant. Man kann also schon ein bisschen beim Filmen wackeln und merkt beim Ansehen des Videos kaum etwas davon. Auch hat Apple einen permanenten Autofokus integriert, der sehr zügig das fokussiert, was man gerade vor die Linse bekommt.

iphone 6 plus

Fazit

Das war er also, unser Ersteindruck. Wir sind ehrlich gesagt etwas zwiegespalten was das iPhone 6 Plus angeht. Auf der einen Seite ist es ein wirklich superleichtes, edles und richtig dünnes Smartphone. Es überzeugt, wie von Apple gewohnt, durch sein schickes Design und einige nette Features. Auf der anderen Seite sind uns die Funktionen, die Auflösung und auch der Umgang mit einem 5,5-Zöller etwas zu wenig. Hier hätte ich von Apple mehr erwartet. Das Problem mit Phablets und ihrer Bedienung hat noch keiner wirklich gelöst. Und ich, als alter Apple-Hase, bin ein wenig enttäuscht, dass auch die Damen und Herren aus Cupertino keine Lösung dafür gefunden haben.

Aber warten wir mal ab. Vielleicht bekommen wir schon bald ein iPhone 6 Plus mit Retina Display. Und was die ganzen Sensoren können, die Apple bei seinen neuen Smartphones verbaut hat, wissen wir schließlich auch noch nicht.

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Tags :Via:gizmodo.com
  1. Ich kann nicht verstehen, warum Apple ein Phablet auf den Markt bringt, welches soweit hinter dem Galaxy Note 4 liegt. Ich spreche von der Hardware aber auch von den Features. Wer einmal mit dem S-Pen gearbeitet hat, wird verstehen, dass dieser in jedes Phablet gehört. Ich habe momentan noch das iPhone 5, werde mir aber definitiv das Note 4 holen, da dieses nicht einfach nur ein großes Smartphone ist, sondern wirklich ein eigenes Gerät, mit sinnvollen Features, welche mir es sehr einfach machen werden unterwegs effektiv beruflich aktiv/kreativ zu sein. Meine Frau besitzt das Note 3 und schon dieses ist wirklich ein beeindruckendes Gerät. Ich hatte gehofft, dass Apple ein richtig gutes Phablet auf den Markt bringt, doch leider kam nur ein Smartphone in groß…Wirklich schade.

    1. Also ich kann persönlich nicht verstehen, was einem dieser Stift bei einem Smartphone an Mehrwert gibt. Allerdings finde ich sehr erbärmlich, dass Apple diese Technik nicht in den iPad verwendet, denn da wäre sie wirklich nützlich. Ich habe ein Surface Pro und der Digitizer ist in der Uni einfach das wichtigste Utensil. Da kann kein Stylus auf dem iPad mithalten. Aber wie gesagt, meiner Meinung macht nur auf einem Tablet sowas Sinn. Andererseits macht ein Phablet für mich auch keinen Sinn, es soll ein Kompromiss zwischen Smartphone und Tablet sein aber beinhaltet eigentlich nur die Nachteile beider Geräte. Lieber ein kleines Smartphone und ein vernünftiges Tablet. Die Mehrkosten lohnen sich!

  2. …Denn kein Apple-ianer kannte bisher das Gefühl so etwas großes in den Händen gehalten zu haben….
    Tja, die armen Frauen der Apple Nutzer ….

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  3. Was soll die ständige Pixel-Huberei, wenn, wie im Artikel ja auch zugegeben, eine höhere Anzahl Pixel beim Display für den Nutzer so gut wie gar nicht ins Gewicht fällt. Da ist die Höhere Pixeldichte anderer Phablets doch lediglich etwas für Pixelfetischisten. Und überhaupt ist der ständige Vergleich von Apple-Geräten mit denen anderer Hersteller völliger Unsinn. Was soll ich, wenn ich Apple-Geräte nutze, mit einem Android-Gerät? Hier werden zwei gänzlich unvereinbare Ansätze, was das Produkt selbst und die dazugehörigen Betriebssysteme betrifft, in einen Topf geworfen. Das ist einfach Unsinn.

    1. Höhere Zahlen sind für viele gleichbedeutend mit besser. Egal ob das Mehr, z.B. an Pixeln, überhaupt etwas bringt.
      Zahlen suggerieren eine Vergleichbarkeit und das mag bei Geräten mit gleichem Betriebssystem vielleicht sogar zutreffen. Ich bin jedoch davon überzeugt das ein Appel Gerät trotz zahlenmäßig “geringerer” Leistung besser performt.
      Hier greift m.M.n. die perfekte Abstimmung zwischen Software und Hardware.
      Auto “A” mit 100 PS kann durchaus schneller sein als Auto “B” mit 120 PS. Soetwas wird im Zahlenrausch gerne mal vergessen.

    2. Die ganzen PC Spezialisten bekommen seit Jahrzehnten eingebläut, dass mehr MHz gleichbedeutend ist mit besser – kostet bisher ja auch mehr! Wie um Himmels Willen sollen diese armen Menschen jetzt auf einmal begreifen, dass es auch anders geht? Etwas in der Art zu verlangen ist unmenschlich! ;-)

      1. ein apfel wie jupp scheint überfordert zu sein, wenn der gleiche prozessortyp mit mehr mhz mehr leistung bedeutet. aber das wundert mich nicht. man kennt ja seine trotteligen kommis :D

  4. Apple hin oder her. Wenn ich eine Auflösung habe, die so hoch ist, dass ich keine Pixel mehr erkenne… wozu brauche ich dann eine noch höhere Auflösung?

    1. Jo, diesen tollen Gedankengang scheinen die anderen Hersteller auf dem Weg in die Kantine verloren zu haben. Wenn ich die Pixel nicht mehr sehe, reicht es doch – habe ja auch keine Makro-Augen, die gierig nach Pixel suchen, lol.

  5. weil man es kann, letztlich können alle telefone alle das selbe. telefonie, web, spielen. der rest ist image und marketing :-)

  6. Nach soooooo viel Apfel- Brei, in den letzten Tagen hier, kann ich das Zeug nicht mehr ertragen.
    Bevor es hoch kommt, ignoriere ich den Apfel- Brei einige Zeit lang.

    Im der Zeit können sich Appleboys wie Marco & Flasche & Co voll entfalten…
    Viel Spaß

    1. Du und ignorieren, das glaubst du doch wohl selbst nicht.
      Und noch ein kleiner Hinweis, falls du mal den König aller Flaschen sehen möchtest, gebe ich dir einen guten Rat. Schaue in den Spiegel!

  7. “Aber sind wir ehrlich: Wir wollen keine verkleinerte oder zusammengeschobene Anzeige. Wozu dann 5,5 Zoll? An dieser Stelle bevorzuge ich ganz klar eher das iPhone 6 mit 4,7 Zoll Display. Oder eben ein Android Smartphone mit 4,7 Zoll, aber sicherlich kein Smartphone, welches ich nicht vernünftig mit einer Hand bedienen könnte. Aber das ist natürlich jedem selbst überlassen.”

    Wenn ich sowas lese. Hat einer mal auf Pause gedrückt und sich überlegt, wozu diese Funktion da ist? Damit man das Gerät EBEN mit einer Hand bedienen kann – denn der Mensch kommt mit einer Hand nicht in die obere Hälfte des Gerätes. Und dazu soll eben dieses Double-tap gut sein – man tippt TouchID an und der Bereich, den man normalerweise nicht erreicht ist ganz einfach in dem Bereich, den man mit einer Hand bedienen kann. Ganz ruhig, Apple weiss schon was sie machen und dazu gehören ganz bestimmt keine verkrüppelten mini-Fenster, die man Multitasking nennen will.

  8. *seufz*
    immer diese Grundsatzdiskussionen über Apple (iOS) und dem Rest (meitestgehend Android)
    Ich hab beides… und habe mir nun das 6 Plus bestellt. Für mich ist und bleibt Android eine Plattform für Software-Bastel-Freaks… wie auch Linux & Co.
    Fein, es gibt eine riesige Community… aber mal ehrlich… muss ich als User bis auf die Kernel-Ebene eingreifen können? Ich muss es nicht. Über die Qualität der Hardware mag man streiten… über die Optik und Haptik mag man streiten… meinetwegen auch darüber wer nun die meisten Apps in den Stores sein Eigen nennt, aber ich möchte einfach ein System, dass flüssig und rund läuft. Und das habe ich bei Apple gefunden.

    Hatte vor kurzem erst wieder den Beleg… Samsung Drucker!!! mittels App verbunden über Direktdruck . iPhone… App runterladen… Starten… einrichten … läuft. Samsung S4 Mini… läuft heute noch nicht *gg*

    Lieber lebe ich mit den Defiziten, wenn bestimmte Dinge nicht im System implementiert sind, als mit den Defiziten, wenn Vieles mangelhaft implementiert ist.

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