Test: Booq Cobra Pack (2014) – Teurer Spaß für digitale Nomaden [Videotest]

booq cobra gizranked

Der Rucksack Booq Cobra wurde laut PR-Text für „kreative Laptop-Nomaden“ optimiert. Passt also wie die Faust aufs Auge für einen Tech-Journalisten, der auf der IFA unzähliges Equipment mit sich rumschleppt. Booq war dann auch gleich so nett uns den Booq Cobra Pack zu schicken, damit wir ihm auf der IFA einem Härtetest unterziehen können. Im Videotest erfährst du unser Ergebnis.

Booq Cobra Pack

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Booq Cobra Pack

Höchst minimalistisch kommt er daher, der überarbeitete Booq Cobra Pack (2014). Die Schlichtheit der glatten, schwarzen Vorderseite wird von keinem Logo gestört. Lediglich ein leicht versetzter, etwa 25 Zentimeter langer vertikaler Reißverschluss in Silber setzt einen dezenten optischen Akzent. Ich mag diese Schlichtheit. Aber sie ist auch Geschmackssache. Meine Freundin, die üblicherweise mehr Geschmack beweist als ich, findet den Booq Cobra Pack optisch „langweilig“.

Allerhöchste Verarbeitungsqualität

Abseits dieser subjektiven Empfindungen lässt sich zum Booq Cobra Pack objektiv sagen: Die Verarbeitungsqualität ist exzellent! Der formstabile Rucksackstoff der Vorderseite sieht aus, als ob er über Dekaden seine Form beibehält. Die Reißverschlüsse bestehen teilweise aus Metall. Eine Art Reißverschlusslabello liegt dem Rucksack bei. Er soll dafür sorgen, dass die Metallreißverschlüsse leichter laufen. Im Inneren wurde feines Leder verarbeitet, die Nähte sind dick, die abgesetzten Taschen stabil. Der Booq Cobra wirkt, als würde er viele Jahre intensive Nutzung locker wegstecken.

Das hat leider auch seinen Preis. Durch seine sehr hohe Verarbeitungsqualität und den vielen Funktionen (auf die ich gleich eingehen werde), kommt der Booq Cobra Pack auf ein Leergewicht von 1,6 Kilogramm. Das ist leider deutlich zu viel.

Trotz des hohen Leergewichts liegt der Booq Cobra Pack immer angenehm auf den Schultern. Das liegt hauptsächlich an den extra-breiten und sehr großzügig gepolsterten Riemen. Zusätzlich hilft eine Brustschnalle, das hohe Gewicht gleichmäßig zu verteilen.

Jede Menge Details findest du auch in unserem ausführlichen Testvideo zum Booq Cobra Pack!

Fächer in Fächern der Tasche

Das Hauptfach des Booq Cobra Pack lässt sich dank tiefer Reißverschlüsse sehr weit öffnen. Das Innenfutter ist rot. Das hilft, den Tascheninhalt besser zu sehen. Im oberen Bereich befindet sich eine durch ein Netz abgetrennte breite Tasche für Utensilien, die schnell erreichbar sein müssen. Diese Tasche kann mit einem Reißverschluss geschlossen werden. Unterhalb davon befinden sich zwei weitere Taschen. In Richtung der stabilen Rückseite schon wieder eine Tasche. Sie bietet sich besonders für Dokumente und anderen Zettelkram an.

In dem Fach hinter dem Reißverschluss auf der Vorderseite verbirgt sich (wer hätte es gedacht?) ein weiteres Fach. Hier kann zum Beispiel der Geldbeutel verstaut werden. Außerdem befindet sich ein Clip an einem Gummiband für einen Schlüsselbund.

Auf der linken und auf der rechten Seite des Booq Cobra Pack befinden sich Fächer für Getränk oder Regenschirm. Auch ein kleines Stativ würde dort Platz finden. Dank eines Reißverschlusses verschwinden diese Taschen optisch, wenn sie nicht benötigt werden.

Booq Cobra Pack

Optimaler Schutz für große Notebooks

Ein absolutes Highlight des Booq Cobra Pack ist die abgetrennte Notebook Tasche. Sie wurde zusätzlich verstärkt und gepolstert und wirkt, als könne es das Überleben des Notebooks auch in widrigen Situationen gewährleisten. Eine Wasserdichtigkeit ist da natürlich selbstverständlich. Auch schön: Das Notebookfach ist ungewöhnlich groß und soll kompakte Notebooks mit bis zu 17 Zoll Bildschirmdiagonale fassen.

Hinter dem Notebook-Fach befindet sich noch ein durch einen wasserabweisenden Reißverschluss geschütztes, extra verstärktes und gepolstertes Fach für große Tablets. Ihr merkt schon: Der Booq Cobra Pack hat jede Menge Fächer und Taschen (ich will nicht wissen, wie oft ich diese Wörter schon im Test genutzt habe…).

Terralinq hilft im Verlustfall

Nette Idee: Jede Tasche von Booq besitzt eine individuelle Seriennummer, die Online mit den Kontaktinformationen des Besitzers verknüpft werden kann. Booq nennt das Terralinq. Wird die Tasche nun im Verlustfall beim Fundbüro abgegeben, versucht Terralinq euch zu kontaktieren und den Fundort mitzuteilen.

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Fazit

Der Booq Cobra Pack wirkt minimalistisch, wurde höchst stabil verarbeitet und durchdacht designt. Er gefällt mir richtig gut und ist besonders für Kunden geeignet, die viel technisches Equipment mit sich rumschleppen müssen und es dennoch jederzeit geschützt wissen wollen. Booqs PR-Neologismus der „kreativen Laptop-Nomaden“ passt hier erstaunlich gut.

Trotzdem gibt es auch Negatives zu berichten. Über das hohe Leergewicht von 1,6 Kilogramm kann man bei einem entsprechend starken Rücken vielleicht hinweg sehen. Aber ein Preis von 295 Euro! Das ist schon allerhand und dürfte die meisten abschrecken.

Wer jedoch ein Notebook jenseits der 2.000 Euro Grenze regelmäßig mit sich rumschleppt, der ist womöglich auch bereit den hohen Preis für den Booq Cobra Pack zu zahlen. Und was er für den Preis bekommt, ist allerbeste Qualität, ein funktionelles Design und das Gefühl, sein Notebook sicher geschützt zu haben. Unsere Empfehlung!

plusMinimalistisches Design

plusSehr viele Fächer

plusDurchdachtes Design

plusSchützt große Notebooks zuverlässig

plusTerralinq

minusWiegt leer 1,6 Kilogramm

minusKostet 295 Euro!

Tags :
  1. Meine Meinung zum Booq Cobra Pack, ganz nett & teuer für softe Netsurfer.
    Wer eine ultimative robuste und absolut wasserdichte Alternative für sein Notebook sucht & das zum halben Preis, der sollte sich den ORTLIEB TRACK für rund 150,00€ ansehen.

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