Dell Latitude 15: Mittelklasse-Business-Notebook zum Kampfpreis

Dell

Mit dem Latitude 15 bringt Dell ein Mittelklasse-Notebook zum absoluten Kampfpreis. Im Fokus steht hier nämlich schlicht und einfach ein Arbeitsgerät für wenig Geld. Gizmodo hat das Latitude 15 für euch getestet.

Dell Latitude 15

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Schlichtes Gehäuse mit einer Anfälligkeit für Kratzer

Business-Notebooks sind trotz Tablets und Smartphones noch immer ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags. So verwenden nicht nur wir Blogger tragbare und günstige Geräte, sondern auch kleine- und mittelständische Unternehmen, die vielleicht nicht das nötige Kleingeld für eine Palette MacBook Pros hat. Mit einer guten Hardware und einem Kampfpreis ab 619 Euro könnte das Dell Latitude 15 also so manchen Arbeitstätigen erfreuen. In unserem Test haben wir das Latitude 15 in seiner günstigsten Ausführung der 5000er Serie daher einmal genauer unter die Lupe genommen.

Die Hardware des Dell Latitude 15

Im Inneren des Dell Latitude 15 werkelt ein Intel Core i5-Prozessor der vierten Generation (Haswell) mit zwei Gigahertz. Als Arbeitsspeicher kommt ein vier Gigabyte DDR3L zum Einsatz. Etwas verwunderlich, aber positiv überrascht: Dell liefert zum Latitude 15 ein vorinstalliertes Windows 7 Professional. Das könnte gerade Gewohnheitstiere der Windows-Umgebung erfreuen, die nie wirklich mit Windows 8 warm geworden sind.

Als Display verbaut Dell ein LCD-Panel mit einer Auflösung von 1.366 mal 768 Pixel in sein 15,6 Zoll Notebook. Neben einer LED-Hintergrundbeleuchtung gibt es keine weiteren Highlights, doch die geringere Auflösung kommt letztendlich dem Akku zugute und das sollte die Hauptsache bei einem Business-Notebook sein.

Beim Laufwerk gilt: Entweder weglassen oder richtig verarbeiten.

Beim Laufwerk gilt: Entweder weglassen oder richtig verarbeiten.

Die integrierte SSHD fasst 500 Gigabyte. Zusätzlich besitzt das Latitude 15 acht Gigabyte Flash Speicher. Des Weiteren wurde ein leicht wackeliges DVD+/-RW Laufwerk integriert, was heutzutage als Rarität gelten würde, aber von manchen Menschen immer noch gerne in Anspruch genommen wird.

Die HD-Grafik 4400 Grafikkarte kommt erneut von Intel. Sie wurde speziell für die Haswell-Architektur entwickelt und zeichnet sich daher durch einen relativ geringen Stromverbrauch in Kombination mit dem verbauten Intel Core i5-4310U aus.

Gehäuse und Anschlüsse

Das komplette Gehäuse des Dell Latitude 15 wurde aus Plastik gefertigt. Die Laptopscharniere bestehen als Ausnahme allerdings aus Metall und versprechen an dieser Stelle ein langes, bruchloses Leben. Im Allgemeinen kann auch die Plastikverkleidung überzeugen, wobei uns ganz klar zwei Mängel im Test aufgefallen sind. So scheint zum Einen die Verkleidung des Displays relativ rasch zu zerkratzen und zum anderen wirkt das Gehäuse des herausnehmbaren Akkus etwas bruchanfällig. Solange man aber nicht regelmäßig am Akku rumarbeitet, sollte hier keine Gefahr bestehen. Bei der Verkleidung des Displays lassen sich wohl aber keine Kratzer vermeiden. Hier muss Dell noch dringend beim Latitude 15 nacharbeiten.

Kratzer nach gut zwei Wochen sind einfach schade.

Kratzer nach gut zwei Wochen sind einfach schade.

Die Anschlüsse des Latitude 15 fallen standardmäßig aus. Insgesamt verfügt das Notebook von Dell über drei USB-Eingänge. Davon sitzt jeweils einer links, rechts und hinten. Ein Slot für SD-Karten ist auch vorhanden und auch ein etwas in die Jahre gekommener Port für Express Cards wurde integriert. Des Weiteren verfügt das Latitude 15 noch über einen HDMI-Eingang, einen Kopfhörereingang, einen VGA-Anschluss und eine Wippe für die sofortige Aktivierung beziehungsweise Deaktivierung des WLANs. Zusätzlich können wir hier auch nochmals das DVD+/-RW Laufwerk hervorheben, welches sicherlich ganz nett gemeint war, doch leider in der günstigsten Version etwas billig und zerbrechlich wirkt. Hier hätte man sich ein etwas teureres Slot-in Laufwerk vorstellen können.

Durchdachte Positionierung von Standard-Slots für den Alltag

Durchdachte Positionierung von Standard-Slots für den Alltag

Mein persönliches Zwischenfazit zum Gehäuse des Dell Latitude 15: Man kann nicht meckern. Von Design lässt sich bei einem solchen Funktionsgerät kaum reden. Dennoch, das Latitude 15 wirkt schick und relativ robust. Vor allem das Metallscharnier wirkt gut verarbeitet und lässt die Vermutung aufkommen, dass der eine oder andere Sturz unbeschadet überstanden werden kann. Nicht so nett ist ganz klar das Plastikgehäuse rund um den Bildschirm – Kratzer nach zwei Wochen bei sanfter Benutzung! Und auch das Laufwerk ist einfach überflüssig. Ganz nach dem Kredo: Richtig machen oder weglassen.

Metall-Scharniere für ein langes Leben: Top!

Metall-Scharniere für ein langes Leben: Top!

Performance

Nun kommen wir aber zum Kernstück eines Business-Notebooks, der Performance. Und was soll ich sagen, mit einem i5 Prozessor und vier Gigabyte RAM kann man für 619 Euro wirklich nichts falsch machen. So bootet das Notebook binnen fünfzehn Sekunden aus dem Tiefschlaf und kann sofort genutzt werden. Natürlich hatte ich aber nicht wirklich viel Software auf das Latitude 15 geladen, sodass sich das Hochfahren wahrscheinlich mit der Zeit etwas verzögern wird.

Alles läuft flüssig auf Windows 7.

Alles läuft flüssig auf Windows 7.

Die Arbeitsprozesse laufen allerdings mehr als rund, um nicht zu sagen hervorragend. Word, Internet, Excel und wie der ganze Kram zum Arbeiten auch heißt, wird ohne Probleme geöffnet und funktioniert flüssig. Selbst etwas ältere Spiele sind auf diesem Notebook weniger ein Problem. Klar, hier geht kein Destiny oder Crysis, dafür hatte ich meinen Spaß mit Warcraft III – zum Beispiel, ich weiß es ist sehr, sehr alt.

Selbst bei der Bildbearbeitung von hochauflösenden DSLR-Fotos auf der IFA hatte ich keine Probleme. Bei der Performance kann das Business-Notebook also wirklich überzeugen und dient als zuverlässiger Begleiter auf Geschäftswegen. Zudem hielt der Akku im Test durchschnittlich acht volle Stunden, bevor das Latitude 15 an das Netzteil musste.

Tastatur, Maus und Co.

Als fleißiger Schreiberling hat mir fast mit Abstand am besten die Tastatur und Maus mit Touchpad gefallen. Selten hatte ich so eine hochwertige Einheit zuvor in solch einem günstigen Gerät gesehen. Die Tasten sind schön eingelassen, besitzen kaum Spalte zueinander und lassen sich schön weich und tief drücken. Rasche Abnutzung? Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht so schnell.

Und auch das eingangs erwähnte Touchpad viel im Test positiv auf. Auch hier galt das Gleiche wie bei der Tastatur, wobei ich nie verstehen werde warum das Touchpad oftmals so gerne nach links positioniert wird und nicht etwa mittig. Das ist aber wohl Geschmackssache.

Dreimal Maus und einmal hochwertige Tastatur.

Dreimal Maus und einmal hochwertige Tastatur.

An Anwender, mit Sicherheit aus den 90er Jahren, die noch ältere Laptops kennen hat Dell beim Latitude 15 auch gedacht. So gibt es extra Maustasten direkt an der Tastatur und diesen kleinen, wirklich nutzlosen Trackball, der zwischen G, H, V und B sitzt und ebenfalls als Maus fungiert. Allgemein wirkt das Latitude 15 wie ein Notebook, dass sich einer etwas älteren Generation von Nutzern anpassen möchte. Hier kommt nicht nur der Trackball zur Sprache, sondern auch etwa der EC-Eingang oder das Laufwerk. Abgerundet mit Windows 7 ist eine Umgewöhnung an neue Technik also nicht nötig.

Weiteres Plus gibt es noch für die schön eingelassenen Laut-/Leise-Buttons an der linken Bildschirmunterseite. Diese werten das Gesamt-Design des Latitude 15 tatsächlich unmerklich etwas auf und ersparen so manchen Umweg über „FN“.

Am oberen Bildschirmrand findet sich zudem noch eine kleine Kamera für Videotelefonie und -konferenzen.

Ganz nett ist auch noch das Netzteil. Hier hat Dell am Ende des Steckers eine kleine, aber helle LED eingebaut, sodass man auch bei Dunkelheit noch immer den Eingang für das Netzteil am Latitude findet.

Fazit zum Dell Latitude 15

Wer ein günstiges Business-Notebook für den Arbeitsalltag sucht, der sollte sich das Dell Latitude 15 auf jeden Fall einmal ansehen. Für 619 Euro (Aktionspreis) erhält man wirklich ein ausgereiftes Notebook für jeden Tag, welches vor allem durch seine Hardware und die damit verbundene Performance punktet. Das Design dieses Notebooks ist schlicht, aber das reicht schließlich auch vollkommen für ein Arbeitsgerät. Mit dem integrierten Akku kann man gut und gerne acht Stunden arbeiten, bevor man die nächste Steckdose suchen muss. Und auch die Tastatur, das Kernstück zum Arbeiten, fällt positiv auf. Hier hat Dell wirklich mitgedacht, sodass das Latitude 15 den Namen als Business-Notebook rechtmäßig erhalten hat.

Wer noch etwas tiefer in die Tasche greifen will, zahlt 699 Euro und erhält statt vier Gigabyte Arbeitsspeicher gleich acht.

 

Gizrank

Das Dell Latitude 15 erhält im Gizrank vier von fünf Sternen. Hier stimmt einfach das Preis-Leistungs-Verhältnis und nur wenige erkennbare Mängel sind vorhanden. Im Folgenden seht ihr die Vor- und Nachteile des Dell Latitude 15 noch einmal aufgelistet:

plus Kampfpreis von 619 Euro

plus Top-Hardware für den Arbeitsalltag

plus Größtenteils sehr gute Verarbeitung

plus Qualitativ hochwertige und höchst funktionale Tastatur

plus Langlebiger Akku

minus Schnell Kratzer im Gehäuse

minus Wackeliges Laufwerk

minus Mit 2,3 Kilogramm etwas schwer

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  1. ernsthaft jetzt ?
    der Titel sollte eher „Lagerabverkauf, jetzt zugreifen“ lauten.
    Sieht exakt aus wie die Latitudes von vor 6-7 Jahren, nur damals war hässlich bei Windows Laptops noch normal.

  2. 699€ für ein SSD Gerät wären fair für den Otto-Normalverbraucher. Es wird nicht klar, ob die 699€ netto (Business denkt immer ohne MWSt) oder Brutto zu verstehen sind. 140€ Unsicherheit. Wäre hilfreich, diese Info hinzuzufügen.

  3. 619€ ist ohne MwSt. Dann 737€ sind durchschnittlich für
    -4GB Speicher
    -Keine SSD
    -1.366 × 768 Display
    -Unbeleuchtete Tastatur
    -und 1 Jahr Basic Support

    An der Stelle lieber 100€ mehr ausgeben und
    -8GB Speicher
    -FHD Display und die
    -Beleuchtete Tastatur mitnehmen

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