Dyson 360 Eye: Der bis dato beste Staubsauger-Roboter?

Dyson

Eine Welt in der man nicht staubsaugen muss, wäre ein bessere Welt. Nie wieder durch die Wohnung rollen, nie wieder unter Schränke bücken. Staubsauger-Roboter sollten dieses Problem seit Jahren lösen, doch so wirklich gut hat das bisher keiner hinbekommen. Nach 16 Jahren Entwicklung will Dyson mit dem 360 Eye nun aber die Lösung haben.

Dyson 360 Eye

Bild 1 von 11

Dyson 360 Eye

Dyson nennt seinen Saugroboter den 360 Eye. Und dieser Name beschreibt eigentlich schon den kompletten Staubsauger, denn über eine Kamera kann dieser Dyson alles sehen. Dabei bedient sich der 360 Eye einer Panorama-Linse die dem Saugroboter eine volle 360°-Sicht des Raumes wahrnehmen lässt. Über Triangulation speichert der Roboter wichtige Merkmale eines Raumes und kann gleichzeitig seine Position bestimmen. So soll der 360 Eye Bereiche erkennen in denen er schon war und in die er noch muss.

Doch was wäre ein Dyson nur ohne seine Zyklonentechnologie. Hierfür dürfte Dyson mit am meisten Zeit verbracht haben, denn in den 360 Eye wurde die bisher kleinste Radial Root Cyclone Technologie verbaut. Einzig der Motor stammt noch vom Dc35 und wurde nicht neu entwickelt.

Zusätzlich bekam der 360 Eye noch Raupenketten verpasst, damit er auch Teppiche und ähnlich schwieriges Terrain betreten kann. Ach ja saugen kann der Saugroboter natürlich auch. Und damit das auch gut funktioniert bekam der 360 Eye Nylonborsten für die Teppichreinigung und Carbonfasern für die schonende Reinigung von Hartböden. Beides sitzt auf einer Rolle zusammen und bürstet so abwechselnd den Boden. Dabei soll die Bürste in Kombination mit dem V2 Motor Partikel bis zu einer Größe von 0,5 Mikrometer aufnehmen können.

In puncto Akku hat Dyson auch beachtliches geleistet. So soll der 360 Eye 30-40 Minuten ohne Leistungsabfall saugen können. Wenn sich die Batterie des 360 Eye dann einmal dem Ende neigt, soll der Roboter wieder zu seiner Induktions-Ladestation zurückkehren. Hierfür hat Dyson extra ein platzsparendes Ladegerät entwickelt, welches nicht wirklich auffallen soll.

Selbstverständlich besitzt der Staubsauger-Roboter auch eine App. Diese nennt sich Dyson Link-App und kann als Fernsteuerung genutzt werden oder den 360 Eye programmieren, wann er genau saugen soll. Zusätzlich will Dyson eine hausinterne Datenbank zur Fehlerbehebung und Verbesserung des Saug-Verhaltens anlegen. Hier können Kunden dann Putzberichte hochladen und gegebenenfalls ein Update herunterladen.

Der Dyson 360 Eye soll kommendes Jahr auf den Markt kommen. Dyson selbst hat noch keine Preise genannt, aber man darf wohl mit einem überdurchschnittlich hohem Preis rechnen. Sollte der 360 Eye aber auch in der Realität das leisten können was er uns im Showroom auf der IFA demonstriert hat, dann dürfte sich eine Anschaffung unter umständen tatsächlich lohnen. Ich wurde zumindest von Alex Knox (Titelbild), Industrial Design Director bei Dyson, von seiner Liebe zum Detail überzeugt. Ob sich der Dyson 360 Eye allerdings wie seine großen Handbetrieb-Brüder auch im Haushalt beweisen kann, werden wir kommendes Jahr testen. Insgesamt hat Dyson aber 215 Millionen Euro in die Entwicklung des 360 Eye gesteckt, ein bisschen Vorfreude auf einen endlich sinnvollen Saugroboter darf man also wohl schon haben.

 

Hier geht es zur Alternative von Vorwerk.

Tags :
  1. Saugleistung dürfte wesentlich besser sein, als bei sonstigen Saugroboter

    Große Bauhöhe verhindert aber z.B. unter Bett zu saugen.

    Der Saugroboter hat auch Verbindung zu Smartphones / Tablets, vermutlich via WLAN.
    Theoretisch könnte also die Wohnung über die 360 Grad Cam am Saugroboter, über WLAN und Internet ausgespäht werden…
    Die amerikanische NSA und englische GCHQ würden solche Backdoors freuen…

    Und wie passt / funktioniert die im Artikel genannte Triangulation Methode, mit der 360 Grad Cam- Navigation?
    (Bei Koblod 100 / 200 von Vorwerk, mit 360 Grad rotierenden Laserstahl gemessen, ohne Cam)

    Und kann es auch im Dunkeln über die Cam navigieren?

  2. Na, die Dyson sind schon echte Kraftpakete, wie ich aus unseren eigenen Tests beim Kauf zu berichten weiss. Allerdings hat mein Vorkommentargeber völlig recht mit seinem Hinweis auf die Höhe des Gerätes. Alleine die Bauhöhe ist nämlich dafür verantwortlich, dass man ein stärkeres Saugmodul einbauen kann. Die Saugkraft bleibt nach unseren Tests immer noch unter denen eines normalen Staubsaugers – was generell nicht schlimm wäre – aber damit hausieren zu gehen ist nicht ok, denn mit dem hohen Gehäuse ist der Sauger auch nicht mehr geeignet unter Schränken oder Sofas zu saugen. Damit fällt der Sauger schon bei 90% der Käufern durch. Dann lieber eine geringere Saugkraft – ist eh egal, denn der Sauger fährt seine Runden ja, wenn ich nicht zuhause bin … muss er eben zweimal fahren, bis es blitzesauber ist.

  3. Prinzipiell mal eine gute Sache, wenn ein Saugroboter von einer Firma entwickelt wird, die Staubsaugererfahrung hat. Warum zum Kuckuck wollen die Jungs aber immer den Laufweg rechtwinklig optimiert mit Kameraunterstützung aufsetzen? JEDER Mensch der saugt, saugt nämlich so genau NICHT. Ist Dreck hartnäckig wird eben genau absichtlich mehrfach ein Bereich überfahren – in variierenden Winkeln. Das, was im ersten Moment so „schön“ wirkt ist genau schlecht: dreckige bereiche werden genau so oft überfahren, wie saubere, nämlich nur ein Mal. Das Zimmer wird IMMER gleich durchschritten – klappt das Saugen also irgendwo nicht so gut, klappt es immer gleich schlecht.
    Wäre es nicht schlau gewesen, sich am Mitbewerb zu orientieren, und das zu tun, was sich bewährt hat? Nach allen Tests, die ich so kenne, ist der mäandernde Ansatz des iRobot allen HighTech stringent regelmäßigen Verfahren WEIT überlegen – auf lange Sicht. Wo ist der Drecksensor? Wenn der Staubsauger über eine Stelle fährt, die schmutziger ist, als andere, darf und SOLL er da ein bisserl gründlicher seine Runden ziehen!
    Na ja, ich hoffe mal, dass ein Software update das richtet – nur wenn der Schmutzpartikelsensor fehlen sollte, wäre das nicht so gut.
    Dyson saugt GANZ SICHER in einem Durchgang besser, als die ganze Konkurrenz. Wenn Andere aber dafür 20 mal über die gleiche Stelle fahren, sieht die Rechnung (und das Suagergebnis) womöglich wieder anders aus…

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising