Citizenfour: Premiere der Snowden-Doku in New York

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Edward Snowden hat mit seinen Enthüllungen über die Macht der NSA die Welt verändert. Nun zeigt Journalistin und Regisseurin Laura Poitras mit „citizenfour“ ihre Dokumentation über den berühmten Whistleblower.

Der Name des Films bezieht sich auf das Pseudonym, unter dem Snowden Poitras im Januar 2013 die ersten verschlüsselten Emails mit Details zu seinem Vorhaben schickte. Die Doku enthält Aufzeichnungen der ersten Interviews mit Snowden fünf Monate später, als sich der Whistleblower zu einem Treffen mit Poitras und Reporter Glenn Greenwald in Hong Kong bereit erklärte.

Wie Snowden später gegenüber der New York Times klarstellte, war die Wahl von Laura Poitras kein Zufall: „Laura und Glenn gehören zu den wenigen, die furchtlos über kontroverse Themen dieser Periode berichteten,“ so Snowden. Durch ihre Fähigkeiten und ihren Mut bei der Aufarbeitung des 11. September mit den Dokumentationen My Country (2006) über den Irakkrieg und The Oath (2010) über Guantanamo habe Poitras ihn überzeugt.

Citizenfour zeigt zum einen die spannende Geschichte der NSA-Affäre, und dient zum anderen als Porträt des Mannes, der durch seine Enthüllungen alles ins Rollen gebracht hat. Die Kamera begleitet Edward Snowden bei seinen ersten Interviews mit Poitras und Greenwald, gleichzeitig werden die Reaktionen der Welt auf die geheimen NSA-Unterlagen, sowie die Gefühle und Probleme der Journalisten selbst gezeigt.

Der Film wird am 10. Oktober auf dem 52. New York Filmfestival Premiere feiern. Weiterhin ist eine Vorführung auf dem London Film Festival am 17. und 18. Oktober geplant. Veröffentlicht wird citizenfour am 24. Oktober 2014. Wann und wo die Dokumentation in deutschen Kinos zu sehen sein wird, ist noch nicht bekannt.

(Bild: citizenfour)

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