Ein großer Ausdruck für die Menschheit: NASA schickt ersten 3D-Drucker zur ISS

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Am vergangenen Freitag schickte die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA den ersten 3D-Drucker ins Weltall. Auf der Internationalen Raumstation (ISS) sollen damit Kleinteile und Werkzeuge hergestellt werden – zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit außerhalb der irdischen Grenzen.

Werkzeuge und Materialien in den Weltraum zu transportieren, ist eine sehr kostspielige Angelegenheit. Der Wunsch, im Weltraum Dinge zu produzieren, ist deshalb wahrscheinlich bereits genauso alt wie der Wunsch, den Weltraum zu erkunden. Mit einem eigens dafür angefertigten 3D-Drucker geht dieser Wunsch nun in Erfüllung.

Das Unternehmen „Made in Space“ konstruierte den Drucker im Auftrag der NASA – vor allem im Hinblick auf den Einsatz in der Schwerelosigkeit eine große Herausforderung. Mehr als vier Jahre, tausende Konstruktionsstunden und hunderte Testeinsätze hat’s gedauert, bis die Technik für den Einsatz im Weltall ausgereift war.

Auf der ISS nimmt der 3D-Drucker seinen Betrieb in der „Microgravity Science Glovebox“ auf, einer kleinen Kammer, in der die Schwerkraft nahe Null beträgt. Die Steuerung erfolgt durch das Team von „Made in Space“ von der Erde aus. Bei der Tinte handelt es sich um denselben Kunststoff, der auch bei irdischen 3D-Druckern zum Einsatz kommt.

Neben Werkzeugen und Kleinteilen soll der Drucker kleine Test-Coupons herstellen, die ihren Weg zur Erde zurückfinden. Sie helfen „Made in Space“ und der NASA dabei, den Drucker zu verbessern, um eine neue Version im kommenden Jahr zur ISS zu schicken.

Tags :Quellen:Made in SpaceVia:Gizmodo.com
    1. Wenn, dann eher mehr. In der ISS ist die Schwerkraft Null, da sie sonst nicht im Orbit bleiben würde (Zentripetalkraft = Zentrifugalkraft).
      Könnte aber vielleicht sein, dass es da einen Bereich gibt, in dem durch Rotation künstlich etwas Schwerkraft erzeugt wird.

      1. Nein, ich hab darauf angespielt dass im artikel steht dass es in ne kleine box gepackt wird in der die gravitation nahe null ist. Man hat sich hier wieder nicht richtig informiert, das besondere an der box ist nicht die gravitation sondern dass sie von dem rest der station isoliert ist und in ihr die temperatur, der luftdruck und die luftzirkulation kontrolliert werden können, ausserdem kann man auch gefährliche stoffe reintun, da man ja nur per handschuh an sie kommt.

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