Richer than you – Die dreistete Geschäftsidee des Jahres?

richer than you

Dreistigkeit siegt, sagt man. Wenn das stimmt, sollten die Unternehmer hinter Richer than you bald superreich sein. Sie appellieren an den die Eitelkeit und Missgunst von Superreichen, indem sie ihnen eine Plattform bieten, auf der sie ihren Reichtum beweisen sollen. Wer mehr zahlt, steigt im Ranking und lässt die vermeintlich Ärmeren hinter sich.

Du besitzt bereits alles? Deine Yacht, die vielen Sportwagen und die Millionen auf deinem Konto langweilen dich? Dann bist du genau der Kandidat, dem Richer than you das Geld aus der Tasche ziehen will. Dafür bekommst du: nichts. Naja, fast nichts zumindest. Du bekommst einen Eintrag in einem Ranking. Wer am meisten zahlt steht hier ganz oben. Wird der Rangerste überboten, kann er seinen Betrag erhöhen um sich wieder an die Pole-Position zu setzen.

Als ich die Pressemitteilung zu Richer than you heute morgen las, wartete ich die ganze Zeit auf einen Passus in der Art wie „und die so gesammelten Erlöse kommen XY zu Gute“. Nix da. Die Erlöse kommen ausschließlich den Erfindern dieser unverschämten Idee zu Gute.

Sie setzen auf charakterlich zweifelhafte Eigenschaften von Reichen, um möglichst selbst bald reich zu werden. Sollten genug Reiche eitel / überheblich / dekadent genug sein, hier Geld zu verschenken, könnte der Plan aufgehen. Für mich persönlich wäre das ein schwerer Schlag gegen meinen Glauben in die Menschheit.

Bisher halten sich die finanziellen Erfolge von Richer than you zum Glück in Grenzen. Platz 1 hat für das zweifelhafte Vergnügen auf dieser unwichtigen und schlecht gelayouteten Seite (was für ein grottiges Logo!) temporär das Ranking anzuführen gerade einmal 14 Dollar gezahlt. Vielleicht sind die Reichen doch nicht so dumm, wie das Richer than you gerne hätte.

Oder ist das ganze am Ende doch nur Satire? Ich kann es nur hoffen.

Tags :Quellen:Richer than you
  1. Allein für diese Idee schon insgesamt um die 30$ zu verdienen, würde ich als Achtungserfolg werten. Wobei die Einträge wahrscheinlich vom Webseitenbetreiber selbst eingetragen wurden.

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