Wasser im Weltall – es dampft auf HAT-P-11b

Exoplanet-mit-Sonne

Forscher haben auf dem Exoplaneten HAT-P-11b Wasserdampf nachgewiesen. Die Entdeckung ist wichtig, um zu verstehen, wie Planeten sich außerhalb unseres Sonnensystems bilden.

HAT-P-11b ist ein Planet von der Größe des Neptun, ca. 124 Lichtjahre von der Erde entfernt. Für Leben ist es auf dem Exoplaneten (für außerhalb unseres Sonnensystems befindliche Planeten) mit Temperaturen um 600 Grad Celsius viel zu heiß. Doch mit einer Größe von ungefähr vier Erdvolumen ist HAT-P-11b der bisher kleinste und damit erdähnlichste Exoplanet, auf dem Wasserdampf nachgewiesen werden konnte.

Die Forscher nutzten den Umstand, dass der Planet zwischen seinem Stern und der Erde hindurchwanderte. So wurde die Planetenatmosphäre durchleuchtet, und die Wissenschaftler konnten von den Wellenlängen des Lichts Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Atmosphäre ziehen. Dabei zeigte sich in den oberen Schichten der Atmosphäre das Absorptionsspektrum von Wasserdampf.

Weiterhin bekräftigen die Messungen des Lichtspektrums von HAT-P-11b die gängige Theorie, nach der sich Planeten im Universum bilden. Bisher konnten Forscher diese nur für die Planeten unseres eigenen Sonnensystems anwenden. Die Häufigkeit der schweren Elemente in der Atmosphäre von HAT-P-11b deutet darauf hin, dass die Theorie auch für Exoplaneten zutrifft.

Die Wissenschaftler hoffen nun, in Zukunft auch Wasser auf Planeten nachweisen zu können, die sich in der bewohnbaren Zone ihres Heimatssterns befinden. Damit auf einem Planeten Leben entstehen kann, darf er seinen Stern nämlich weder zu nah noch zu weit umkreisen, da es sonst zu kalt, oder wie im Fall von HAT-P-11b zu warm für die Entwicklung von Leben wird.

(Bild: HelenField @ shutterstock.com)

Tags :Quellen:NatureVia:Spiegel

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