Super Smash Bros. for 3DS: Mehr als nur ein Lückenfüller [Test]

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Am 2. Oktober erscheint mit Super Smash Bros. for 3DS die erste portable Version der Nintendo-Klopperei. Wir haben für euch über 30 Stunden lang Mario und Konsorten verprügelt, dabei unser 3DS-Circle Pad riskiert und können euch nun verraten, ob sich der Kauf des "kleinen" Super Smash Bros. vor der Wii U-Version in den kommenden Monaten lohnt.

Einst nur ein Nebenprojekt gegen Ende der Nintendo 64-Ära, entwickelte sich Super Smash Bros. mit jedem Titel zu einem größeren Hit, der sich bis dato mit Sicherheit für den ein oder anderen Systemkauf verantwortlich zeichnet. Bisher war das Crossover-Beat ’em up Nintendos Heimkonsolen vorbehalten. Spätestens seit der E3 2013 war bekannt: Es wird einen mobilen Ableger der Serie geben. Seit dem ersten Teil hat sich einiges getan, seien es neue Kamfanwärter (derer es inzwischen ganze 54 gibt), neue Spielelemente oder neue Arenen. Doch eines blieb stets unverändert: Das Kampfsystem. Super Smash Bros. zeigte von Anfang an, dass es keine 20-stelligen Eingabekombos benötigt, um ein spaßiges Kampfspiel zu entwerfen. Lediglich zwei Angriffstasten in Kombination mit vier Richtungen, Sprünge, Griffe und ein Schild, um eurem Gegner zu schaden und ihn schließlich aus dem Stadion zu schmettern – das war’s. Und selbst nach 15 Jahren ist Super Smash Bros. noch nicht angestaubt.

 

Super Smash Bros. for 3DS

Das Smash Abenteuer (hier Englisch: Smash Run) ist der neue Kernmodus.

Die Modi: Smash Abenteuer statt Subraum Emmisär

Für einige dürfte es eine herbe Enttäuschung gewesen sein als bekannt wurde, dass Super Smash Bros. for 3DS keinen Story-Modus wie in Super Smash Bros. Brawl bekommen werde. Zu groß sei der Aufwand eines solchen inklusive Cutscenes, welche dann jeder auf Video-Portalen veröffentliche. Stattdessen bekam die Handheld-Version das sogenannte Smash Abenteuer spendiert. In diesem kurzweiligen Modus, den ihr entweder alleine gegen CPUs oder gegen drei eurer Freunde bestreitet, findet ihr euch zu Beginn in einer weitläufigen 2D-Welt, welche voller Gegner aus allen erdenklichen Spielereihen steckt. Dort habt ihr fünf Minuten Zeit, so viele wie möglich von ihnen auszuschalten, um Verbesserungen für verschiedene Attribute – etwa Schnelligkeit, Angriffsstärke oder Sprungkraft – zu erhalten. Versucht gar nicht erst einen bestimmten Wert ins Unendliche zu steigern, denn nach Ablauf der Zeit trefft ihr in einer zufälligen Aufgabe auf eure Gegner. Mal müsst ihr in einem Parcours als erster das Ziel erreichen (hier zahlt sich Schnelligkeit aus), mal einen Turm erklimmen, was durch erhöhte Sprungkraft deutlich leichter fällt, und eure Kontrahenten hinter, beziehungsweise unter euch lassen. Kämpfe finden auch, meist jedoch unter bestimmten Bedingungen statt. Am Ende winken Ausrüstungsgegenstände und andere Belohnungen.

Super Smash Bros. for 3DS

Ansicht des unteren Bildschirms. Wer vorher glücklicherweise mehr Sprung-Aufrüstungen erbeutet hat, ist klar vom Vorteil.

Wer dieser Unvorhersehbarkeit etwas abgewinnen kann, wird mit dem Smash Abenteuer seine Freude haben, denn gerade auf sehr kurzen Busfahrten erwies sich dieser Modus als hervorragender Zeitvertreib. Da ihr nie wisst, ob die gesammelten Verbesserungen euch im Zusammentreffen von Nutzen sind oder Ausbremsen, könnt ihr selten vorhersehen, ob ihr gewinnen werdet.

Super Smash Bros. for 3DS

Bevor ihr euch allerdings der zufälligen Aufgabe stellt, müsst ihr im Smash Abenteuer kloppen und sammeln, kloppen und sammeln.

Wer überwiegend alleine zockt, wird sich schnell fragen: „Wo sind denn der klassische und der All-Star-Modus?“, denn diese wie einige Minigames finden sich beinahe wie abgeschoben hinter dem kleinen Icon „Weitere Modi“ wieder. Viel mehr ist das Menü darauf ausgelegt, möglichst schnell eine Runde alleine oder gegen Freunde starten zu können. Doch die Veränderungen sind schon während des Classic Modes selbst zu spüren. Lediglich sechs Kämpfe sind hier zu bestreiten. Zwischendurch auflockernde Minigames wie der Scheiben Smash oder die Trophäen Jagd wurden wegrationalisiert. Doch wer Super Smash Bros. for 3DS eine Weile spielt, merkt schnell, dass diese Straffung dem Spielfluss keinen Abbruch tut.

Neu ist, dass ihr die Schwierigkeit eurer Kontrahenten gleich doppelt regulieren könnt. Zu Beginn könnt ihr einen gewissen Münzbetrag auf eure Fähigkeiten wetten. Je höher dieser ist, desto erbarmungsloser verdreschen euch eure Widersacher. Dafür winken umso mehr Belohnungen wie weitere Münzen, alternative Spezialangriffe oder Aufrüstungsgegenstände. Mit Erstgenannten könnt ihr wieder herrlich eurer Sammelleidenschaft frönen, denn auch in Super Smash Bros. for 3DS lassen sich hunderte Trophäen freischalten. Nach jedem Kampf wählt ihr überdies einen von drei Pfaden unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades, bis ihr schließlich auf die Obermotze Meister Hand und Crazy Hand (welche sprichwörtlich ein Geheimnis in sich birgt) trefft. Scheut euch nicht vor höheren Stufen. Zwar werden die Kämpfer selbstredend um einiges handgreiflicher, doch sie wirken längst nicht mehr derart montagmorgenaggressiv wie in den Vorgängern.

Super Smash Bros. for 3DS

Nachdem ihr anfänglich bereits die Schwierigkeit erhöht habt, müsst ihr euch im Classic Mode nach jedem Kampf ziwschen drei Stufen entscheiden.

Auch den übrigen Single-Player-Modi sind einige, mal mehr mal minder, softe Veränderungen widerfahren. Der All-Star-Modus ist in Super Smash Bros. for 3DS erstmals von Beginn an verfügbar. Solange ihr nicht den letzten verborgenen Charakter freigespielt habt, müsst ihr euch einer Auswahl aus 37 Kämpfern stellen, ohne einmal zu verlieren. Hinter dem Menüpunkt „Stadion“ verbergen sich die Minispiele. Im altbekannten Homerun-Contest müsst ihr etwa einem Sandsack einige Sekunden lang möglichst viel Schaden zufügen, bevor ihr ihn mit dem Baseballschläger in den Orbit befördert. Den Scheiben-Smash in seiner ursprünglichen Form gibt es nicht mehr. Stattdessen werden die Zielscheiben in einem Angry-Birds-ähnlichen Verfahren zu Bruch gebracht. Hier müsst ihr eine Bombe auf eine wacklige Konstruktion schleudern, um möglichst viele Punkte zu erzielen. In meinen Augen ist das etwas eintönig.

Super Smash Bros. for 3DS: Mein Kämpfer, dein Kämpfer

Eines wird beim neuesten Ableger der Serie ganz groß geschrieben: Individualisierung. Nie zuvor war es möglich, seine Spielfigur in diesem Ausmaß anzupassen (und mit Erscheinen der amiibo-Figuren im Winter seinen individuellen Kämpfer mitzunehmen) wie im 3DS-Teil. Den Anfang machen da bereits rein kosmetische Veränderungen: Jeder Kämpfer verfügt nun über eine größere Auswahl an Kleidungs-Farben, manche bekommen sogar komplett andere Skins verpasst, sodass die seelenlose Wii Fit Trainerin (bitte ein anderes Thema…) sich auch als ihr männliches Pendant spielen lässt oder Pikmin-Held Olimar als Alph.

Dies ist vielleicht der richtige Augenblick, um die Charakter-Klone in Super Smash Bros. for 3DS anzusprechen, derer es diesmal sechs an der Zahl sind. Sie verfügen über ein ähnliches Moveset wie ihre Vorbilder, unterscheiden sich aber in einigen Feinheiten, die im Grunde erst in Turnieren zum Tragen kommen. Während zwei solcher Klone aus Super Smash Bros. Brawl aus dem Roster geflogen sind (Lucas und Wolf), kamen wiederum zwei andere hinzu: Lucina, eine weibliche Version von Marth die über einen flächendeckenderen Schwertschaden als ihr Vorbild und ein anderer Charakter, den wir euch an dieser Stelle leider nicht verraten dürfen, dessen Angriffswinkel sich marginal unterscheiden. Sie alle spielen sich ähnlich, doch dem geübten Auge offenbaren sich die Unterschiede. Persönlich gefällt mir das Verhältnis recht gut und die Unterschiede sind in ausreichendem Maße ausgeprägt. Am Rande noch eine Information: Die Movesets einiger Charaktere wurden, meiner Meinung nach zum Guten, angepasst. So erweisen sich selbst Charaktere, um die man früher einen Bogen gemacht hätte, als inzwischen fähige Recken.

Kommen wir zurück zum Thema: Bisher war es Tradition, dass jeder Kämpfer über vier Spezialangriffe verfügt, je einen in Kombination mit den Richtungen Oben, Unten, Seite und neutral. Dieses System wurde nun erweitert, sodass es für jeden Spezialangriff drei Alternativen gibt (welche ihr selbstverständlich erst freispielen müsst). So kann jeder Spieler im Charakterstudio in Kombination mit sammelbaren Ausrüstungsgegenständen, welche die Attribute Angriff, Verteidigung und Geschwindigkeit verbessern und meist dafür einen anderen Wert verschlechtern, einen komplett auf die eigenen Bedürfnisse angepassten Charakter erstellen. Zum Beispiel lässt sich Samus‘ Power Beam gegen eine Nahkampfversion mit weniger Durchschlagskraft aber kürzerer Ladezeit austauschen. Dies verleiht dem Kampfsystem weitaus mehr Dynamik als es bisher der Fall war. Man muss nur den Mut finden, sich von altgewohnten Techniken lösen zu können. Wer jetzt Angst um das Balancing in Online-Kämpfen hat, sei unbesorgt: All diese Anpassungen sind lediglich in lokalen Matches oder Online-Kämpfen unter registrierten Freunden aktivierbar. Wer ganz darauf verzichten möchte, darf dies getrost in den Regeln festlegen.

Die noch bis Ende des Jahres erscheinenden amiibo-Figuren sind eine auf das Nintendo-Universum ausgelegte Variante der Skylanders oder der Disney-Infinity-Statuen. Sie verfügen über einen NFC-Chip, der weitaus mehr Daten verarbeiten können soll, als die der Konkurrenz. Besonders ist außerdem, dass die Figuren spieleübergreifend kompatibel sind, also die gleiche Figur für Super Smash Bros. oder etwa ein kommendes Super Mario-Spiel verwendet wird. Detaillierte Anwendungsbeispiele gibt Nintendo bisher nicht Preis, doch es ist davon auszugehen, dass ein individualisierter Charakter auf seinem „realen“ Pendant gespeichert und so zu Matches bei Freunden mitgenommen werden kann.

Steuerung: Angst ums Circle Pad?

Für manche SSBler ist der GameCube-Controller das Non plus ultra der möglichen Steuereinheiten. Das hat auch Nintendo bemerkt. Grund genug, dass die der Controller inklusive Kompatibilitätsadapter für die Wii U neu aufgelegt wurden (wir riechen da GC-Virtual Console). Ein Bundle für die „große“ Version scheint im Übrigen ebenso wahrscheinlich. Umso skeptischer dürften die Anhänger des GC-Controllers im Hinblick auf die Steuerung mit dem 3DS sein. Das Circle Pad wirkt auf Präzisions-Fanatiker auch auf den ersten Blick wenig einladend. Doch nach über 30 Stunden Spielzeit können wir euch verraten: Es spielt sich mit damit butterweich und nicht minder präzise. Doch eine Befürchtung ließ sich nicht aus unseren Köpfen verdrängen. Seit das Spiel in Japan vor Kurzem erschien, tauchten Meldungen auf, die zeigten, wie sich die gummierte Abdeckung des Circle Pads unter den schnellen, ruckartigen Bewegungen ablöste. Zum Glück ist dies bei uns nicht passiert. Womöglich, da wir im Voraus von dem Risiko wussten und betont vermindert aggressiv den Knüppel bewegten. Wer ein bisschen aufpasst, sollte also kein Problem haben. Ein großes Plus ist schließlich die komplett änderbare Tastenbelegung.

Multiplayer (Online)

Hand aufs Herz: Am spaßigsten war und ist Super Smash Bros. schon immer mit zukünftigen ehemaligen Freunden – ich spreche aus Erfahrung… So ist es kein Wunder, dass der im Menü am schnellsten anwählbare Punkt der simple Smash-Modus ist. Hier dürft ihr euch nach Herzenslust verkloppen. Hier gibt es im Grunde nichts zu kritisieren, denn wer SSB kennt, weiß, dass der Spaß zu viert vor der Konsole am größten ist. Wessen Freunde keine Zeit haben oder am anderen Ende des Globus leben, der hat die Möglichkeit, sich online eins auf die Nase zu geben. Hier hat Nintendo seit Brawl einiges verbessert: So steht ihr Anfangs vor der Wahl: „Geplänkel“ oder „Hart auf Hart“? Worin der Unterschied liegt? Nun, die erste Option sind herkömmliche Online-Matches mit Items und verwobenen und beweglichen Stages. „Hart auf Hart“ hingegen deaktiviert sämtliche Items und verwandelt jede Stage in eine Omega-Version, welche aus einer simplen Plattform, ganz getreu dem Vorbild der berühmten „Final Destination“ besteht. Hier gibt es nur euch und euren Gegner. Da das Spiel vor dem EU-Release nur in Japan verfügbar war, durften wir uns bei Online-Matches auch ausschließlich mit den werten Vertretern des Lands der aufgehenden Sonne begnügen. An dieser Stelle sind wir ruhig etwas stolz auf uns, denn wir haben es tatsächlich geschafft, mehrfach Japaner von der Stage zu fegen.

Super Smash Bros. for 3DS

Jeder gegen jeden. Super Smash Bros. hat schon immer vom Multiplayer gelebt. Die gut sichtbare Dicke der Spielerumrandung lässt sich komplett deaktivieren.

Die Verbindungsqualität der Matches war durchwachsen, hier können wir euch aber schon gleich vorweg Entwarnung geben. Da wir mit Spielern aus Fernost zockten kam es bei manchen Partien zu teils enormen Eingabeverzögerungen. Doch selbst hier durften wir Runden spielen, die in ihrer Flüssigkeit wirklich beeindruckten. Sobald das Spiel auch hierzulande erscheint, werden automatisch Mitspieler aus näheren Gebieten, beziehungsweise mit guter Verbindungsstärke zusammengeführt. Und die Matches mit Japan, von denen auf jeden Fall 50% sehr flüssig liefen, lassen erahnen, wie gut sich der Online-Modus unter normalen Bedingungen spielen wird.

Übrigens werden nur Matches im Modus „Hart auf Hart“ in die Statistik aufgenommen. Leider können diese aber nicht mit anderen Spielern verglichen werden. Einziger Anhaltspunkt soll die so genannte Smash Fertigkeit sein. Dieser Wert soll euer Können im Vergleich zu anderen Spielern demonstrieren. Doch so recht durchschaubar ist das System hinter diesem Wert nicht und auch die Sinnhaftigkeit erschließt sich uns wenig, zumal die Zahl online nicht sichtbar geführt wird und sich auf die Offline-Modi beschränkt. Etwas schade. Vermisst haben wir außerdem einige Suchfilter beim Online-Spiel.

Grafik

Als die ersten Szenen aus Super Smash Bros. for 3DS auf der letztjährigen E3 gezeigt wurden dachte ich mir: „Gott, wie unschön sehen diese gefühlt fünf Millimeter dicken Wachsmalstift-Umrandungen zur besseren Erkennbarkeit der Charaktere aus?“ Dass der Zuspruch für dieses optisch im Grunde nützliche Feature nicht allzu groß war, merkt man daran, dass Nintendo die maximale Dicke dieser Umrandung stark reduziert hat und diese sich abmildern und sogar komplett abschalten lässt. Wir spielten beinahe ausschließlich ohne Linien und hatten nur selten Probleme, unseren Charakter bei weit heraus zoomender Kamera im Auge zu behalten – hilfreich sind in solchen Fällen Markierungen über eurem Spieler. Etwas anders fällt in dieser Ansicht hingegen auf: Obwohl Super Smash Bros. for 3DS optisch wirklich beeindruckt und grafisch so viel aus dem Handheld heraus holt, dass sich ob der detailliert modellierten Charaktere Vergleiche mit dem Wii-Vorgänger anstellen lassen, entdeckten wir bei weit entfernter Kamera deutliche Treppchen um die Figuren.

Super Smash Bros. for 3DS

Ohne dicke Konturen sind die Charaktermodelle wirklich schon anzuschauen.

In Kampfspielen ist nicht zuletzt ein flüssiges Bild von großer Bedeutung. Und das schafft Super Smash Bros for 3DS mit Bravour. Framerate-Einbrüche sind so selten, dass sie kaum der Rede wert sind. Auch mit eingeschaltetem 3D-Effekt, welcher äußerst gut gelungen ist, gibt es keinerlei Beanstandungen.

 

Super Smash Bros. for 3DS

In Super Smash Bros. for 3DS ist keine Stage wie die andere. Hier dürft ihr sogar „mit“ einem Game Boy spielen.

Da es sich bei diesem Spiel um einen Crossover-Titel handelt, fallen Stages und Kämpfer optisch sehr abwechslungsreich aus. So dürft ihr in der beeindruckend malerischen Gaur-Ebene aus Xenoblade Chronicles genauso prügeln wie im grün-schwarzen Dream Land um einen Game Boy-Rahmen. Langweilig wird es auf dem Bildschirm nie.

Sound

Was soll ich sagen: Ein Traum! Eine schier kaum enden wollende Liste aus neu interpretierten und remixten (nicht nur) Nintendo-Melodien laden einfach zum Anhören ein. Sprichwörtlich, denn in eurer Schatztruhe könnt ihr sämtliche Stücke wie auf einem Musikspieler anhören und euch Informationen zu Komponisten, etc. zu Gemüte führen. Hinzu kommen original Retro-Soundeffekte und vieles mehr, die den Sound zu einer wahren Freude machen. Wir sagen nur „Tetris: Type A“. Angesichts der großen Menge, wäre allerdings auch hier eine Suchfunktion nach Titeln angemessen gewesen.

Fazit

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In Japan hat sich Super Smash Bros. for 3DS bereits am ersten Verkaufswochenene über eine Million Mal verkauft. Damit reiht es sich unter anderem neben Pokémon X und Y in die Riege der am schnellsten meist verkauften Spiele für 3DS-Spiele überhaupt aus. Auch hierzulande könnte der Titel durchstarten.

Ich muss gestehen, ich war skeptisch, ob sich eine mobile Version des Nintendo-Prüglers so gut wie eine stationäre spielen würde. Doch ich wurde regelrecht überrumpelt, denn Super Smash Bros. for 3DS muss sich keineswegs hinter dem „richtigen“ Ableger verstecken. Grafisch sieht das Spiel top aus, spielerisch wurden fast ausschließlich Verbesserungen vorgenommen. Das individualisierbare Kämpfersystem sorgt für mehr Dynamik, während der Smash Abenteuer-Modus für Kurzweil sorgt, sodass man einen Storymodus kaum vermisst. Gewohnt viele freispielbare Extras sorgen auch auf lange Sicht für Motivation. Aufgrund des flexiblen Schwierigkeitsgrades ist das Spiel gleichermaßen für Neulinge als auch für Veteranen geeignet. Dennoch hätten wir ein paar Verbesserungsvorschläge: Nachvollziehbare Online-Rankings sowie hie und da eine Suchfunktion. Etwas eintönig und zu offensichtlich an Angry Birds angelegt ist meiner Meinung nach der Scheiben-Smash. Außerdem startet das System nach einer Beendigung des Spiels und der Rückkehr ins Home-Menü den 3DS komplett neu.

Wir fragen uns angesichts des stimmigen Gesamtbildes der Handheld-Version, mit welchen Verkaufsargumenten Nintendo die noch zum Weihnachtsgeschäft in den Handel kommende Wii-U-Version (welche wir inklusive der amiibo-Figuren ebenfalls für euch testen werden) an den Mann bringen möchte. Denn bisher ist nur bekannt, dass sie sich primär durch andere Stages unterscheiden wird. Wir sind der Meinung, dass der portable Fighter mehr ist als nur ein Lückenfüller bis Weihnachten und bleiben gespannt, womit Big N Smash 3DS noch übertrumpfen möchte.

plusHolt alles aus dem 3DS heraus

plusAbwechslungsreiche Charakterauswahl (54, mit „nur“ sechs Klonen)

plusNeuer Modus „Smash Abenteuer“ sehr kurzweilig

plusDurch flexiblen Schwierigkeitsgrad für Einsteiger und Profis spaßig

plusTolle Grafik und grandioser Sound

plusLange Langzeitmotivation durch viel Freischaltbares

plusOnline mehr Abwechslung

minus…aber ohne Ranking-System

minusHier und da würden Suchfilter gute Dienste Leisten

minusScheiben-Smash hat an Abwechslung eingebüßt

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