Grünen Politiker: Unternehmen sollen für Daten-Lecks haften

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Wenn es nach dem Grünen-Politiker Malte Spitz geht, dann sollen Unternehmen, denen Daten durch Hackerangriffe abhanden kommen, dafür künftig büßen und ihren Kunden Entschädigungen zahlen müssen. Wer würde da noch Unternehmer werden wollen?

Der Grünen-Vorstand und Netz-Politiker Malte Spitz fordert strengere Datenschutzregeln. „Der zuletzt bekannt gewordene Hacker-Angriff auf die US-Bank JP Morgan, bei dem Diebe 80 Millionen Kontodaten erbeuteten, zeigt erneut, dass die Wirtschaft zu wenig tut, um die Daten ihrer Kunden konsequent zu schützen“, sagte Spitz dem Handelsblatt.

„Ich fordere eine pauschale Entschädigung für Kunden, wenn Unternehmen durch Diebstahl, Fahrlässigkeit oder Missbrauch Kundendaten verlieren, eine Versicherungspflicht könnte diese Risiken absichern.“ Spitz äußerte sich anlässlich der Veröffentlichung seines Buches „Was macht Ihr mit meinen Daten?“

In dem Buch, aus dem das Handelsblatt Auszüge vorab veröffentlicht, schildert Spitz, wie er versuchte, über ihn im Netz verfügbare Daten wieder aus der Welt zu schaffen. Sein Fazit: „Jeder Mensch sollte selbst entscheiden können, ob und wie seine Daten gespeichert, verarbeitet und weitergegeben werden. Wir brauchen die geplante EU-Datenschutzgrundverordnung, damit jeder Bürger sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung auch zukünftig wahrnehmen kann.“

Was meint ihr – ist das eine gute Idee?

Bild: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN / Creative Commons Attribution 3.0 Unported license.

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  1. Wie viel Schwachsinn ein einzelner Mensch von sich geben kann, ist mir unbegreiflich – und sowas ist auch noch in der Politik.

    Damit wird jedem Klein- Mittelständigem Unternehmen das Genick gebrochen… nur weiter so Deutschland.

    1. Quatsch. Letztlich geht das an den Software Unternehmen aus, die die Systeme programmieren. Wenn so ein Gesetz kommt, dann werden nur noch die Unternehmen ihre Software verkaufen können, die nachweislich sicher sind. Und das ist gut so. Man kann ja eine „Kulanzfrist“ einbauen, bis das Gesetz nach Verabschiedung in Kraft tritt, dann haben alle Zeit ihe Systeme endlich mal sicher zu machen. Das ist am Ende gut für alle. Und ganz besonders für die kleinen und mittelständischen Unternehmen.

      Der Mann hat völlig Recht.

  2. Ja, doch, das halte ich für gut. Es ist wohl der einzige Weg gegen diesen Schlendrian bei der Programmierung und der Implementierung vorzugehen, wenn’s den Unternehmen bei Datenverlust an den Geldbeutel geht.

    Ist ja nicht so, dass man nicht sicher programmieren könnte, es wird nur immer geschludert und an der Qualitätskontrolle gespart, weil das ja Geld kostet. Die Leidtragenden sind dann die Kunden, deren Bank- und Kreditkarteninformationen im Netz kursieren, weil wieder ein Unternehmen geschlampt hat.

    Es muss teurer sein Daten zu verlieren, als gut zu programmieren, damit sowas nicht passiert.

  3. …der Typ ist doch einfach nur blöd und hat keine Ahnung worüber er redet. In überhaupt zu beachten mit diesem Schwachsinn ist schon der erste Fehler. Parolen raushauen kann jeder. Diesem Menschen fehlt einfach Hintergrundwissen, sonst würde sein Gedankenexperiment auch zu Ende bringen und so erkennen was er da gerade für einen Schwachsinn verbreitet hat.

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