Hobbykeller: Displays zum Selbstdrucken

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Künftig sollen auf dem heimischen Drucker hauchdünne Bildschirme in das Papier einarbeit werden können, die Symbole anzeigen oder sogar auf Berührungen reagieren können. Das wollen Informatiker aus Saarbrücken ermöglichen.

Die Forscher haben einen Ansatz entwickelt, mit dessen Hilfe jeder Displays in beliebigen Formen auf verschiedene Materialien drucken könnte. Der Schlüssel dazu sind elektrolumineszente Displays. Legt man an sie eine elektrische Spannung an, geben sie Licht ab.

Der Anwender entwirft mit einem Programm eine digitale Vorlage für das gewünschte Display. Über das Verfahren „Screen Printing“ oder „Conductive Inkjet Printing“ kann dieses Display dann zu Papier gebracht werden. Beide Verfahren haben unterschiedliche Eigenschaften, lassen sich aber von einer Person je nach Verfahren in nur wenigen Minuten oder in zwei bis vier Stunden durchführen. Das Druckergebnis sind relativ hochaufgelöste Displays, die nur 0,1 Millimeter dick sind. Eine Din A4-Seite voll zu bedrucken, schlägt mit rund 20 Euro zu Buche, am teuersten ist dabei die Spezialtinte.

Da sich mit den Verfahren auch Materialien wie Papier, Kunststoffe, Leder, Keramik, Stein, Metall und Holz bedrucken lassen, sind allerlei zweidimensionale, aber auch dreidimensionale Formen möglich. Die Anzeigen können dabei wahlweise, aus einem Segment (Fläche, Kontur, Muster, Rastergrafik), mehreren Segmenten oder unterschiedlich aufgebauten Matrizen bestehen.

Diplays können so in viele Alltagsgegenstände integriert werden – zum Beispiel auch auf Möbel und Einrichtungsgegenstände, Taschen oder am Kleidung. Das wäre auch für Wearables eine schöne Sache.

Wann die Technik in Serie geht, lässt sich noch nicht abschätzen.

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  1. Das ist ja mal der Hammer.
    Wenn jetzt schon eine A4-Seite gerademal 20€ kostet wird der Preis sicherlich später noch deutlich sinken.
    Hoffentlich bekommen sie es bald zur Marktreife :-)
    Interessant wären sicherlich noch Werte wie Reaktionszeiten, Stromverbrauch und Helligkeit, aber es klingt nach einer Menge Potential.

  2. Geil, genau sowas würde eines meiner Projekte richtig gut vereinfachen. Einfache selbst in der Form anzupassende und flache grafische Darstellungen.

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