Tado: Neue Version der Heizungssteuerung mit Abwesenheitserkennung und Wetterprognose

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Die von Tado vorgestellte neue smarte Heizungssteuerung soll nun mit deutlich mehr Heizungen kompatibel sein als noch sein Vorgänger. Tado verfügt nun außerdem über eine kapazitive Touch-Oberfläche mit LED-Matrix, vorüber sich schneller und mit direkten Feedback Einstellungen vornehmen lassen.

Tado

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Tado zu Hause

Das Münchner Unternehmen Tado gehört zu den spannendsten Start-Ups Deutschlands. Ihre clevere Heizungssteuerung verkaufte sich in dem letzten Monaten tausendfach und die Absatzkurve zeigt weiterhin steil nach oben. Kein Wunder, schließlich macht Tado die Heizung smart. Tado kennt dabei sowohl das Wetter, als auch den Standort aller Bewohner und regelt damit intelligent die tatsächlich benötigte Heizleistung. Damit sollen sich laut einer Simulationsstudie des Fraunhofer Instituts für Bauphysik bis zu 31 Prozent der Heizkosten sparen lassen.

Wir trafen die Gründer zur Premiere der neuen Version der Heizungssteuerung in München. Christian Deilmann, Geschäftsführer von Tado: „Mich hat schon zu WG-Zeiten immer gestört, dass die Heizung weiterläuft, wenn niemand zu Hause ist.“ Deswegen gründete er 2011 zusammen mit Leopold von Bismarck und Johannes Schwarz Tado. Nicht lange darauf entstand der erste Prototyp, formschön in blauem Acrylglas. Nach unzähligen Testläufen reifte Tado endlich zur Markreife und stieß ab da auf reges Kundeninteresse. Schließlich war man das erste Produkt der Art auf dem Markt, welches eine Abwesenheitserkennung integrierte.

Die aktuelle nun vorgestellte Version soll kompakter sein und sich auch dank des kapazitiven Touchscreens und der LED-Matrix besser bedienen lassen. Die LEDs leuchten an dem unauffälligen weißen Kasten übrigens nur, wenn sie tatsächlich gebraucht werden. Das macht Tado zum einen unauffälliger und spart zum anderen auch Energie, die sich die Box aus drei AAA-Batterien zieht. Durch die Batterieversorgung ist keine Verkabelung nötig. Laut Tado müssen die Batterien einmal pro Jahr gewechselt werden.

Neu ist auch die erhöhte Kompatibilität. So soll es nun mit fast allen Heizungsanlagen kompatibel sein und bestehende Thermostate ersetzen. Mit dem zusätzlich erhältlichen Extension Kit lassen sich nun auch Heizungen ohne Raumthermostat kabellos anschließen. Insgesamt soll Tado nun mit über 5.000 verschiedenen Heizungen von 290 Herstellern kompatibel sein.

Einzige Einschränkung: Wer über Zentralheizung heizt, kann Tado derzeit nicht nutzen. Das schließt dann leider die meisten Wohnungen in Großstädten aus. Das ist übrigens einer der Gründe, warum Tado derzeit vor allem in den UK massiv expandiert. Dort sind Zentralheizungen eine absolute Seltenheit.

Wie bereits der Vorgänger erkennt auch die aktuelle Version von Tado, wann der letzte Bewohner das Haus verlassen hat und wann der erste Bewohner vor der Tür steht. Dadurch wird die Heizung bei einem leeren Haus herunter geregelt. Im Gegenzug wird geheizt, bevor man nach Hause kommt. Das ganze wird zusätzlich mit aktuellen Wetterdaten kombiniert, um das Haus vor Überhitzung zu schützen, beziehungsweise bei kalten Temperaturen ein paar Grad nach oben zu regulieren. Kommt noch hinzu, dass Tado die spezifischen Gebäudeeigenschaften bezüglich Wärmedämmung und Fensterfläche erlernt und dadurch seine Effizienz steigern soll.

Das neue Tado Thermostat kann für 249 Euro gekauft oder für 6,99 Euro im Monat gemietet werden. Haushalte ohne vorhandenes Raumthermostat können das Tado Extension Kit nutzen, um ihre Heizung anzuschließen. Das Extension Kit kostet einmalig zusätzlich 99 Euro oder monatlich 2,99 Euro.

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  1. Die 31% sind eher nur für ungedämmte Wohnungen realistisch.
    Ich habe Tado getestet, Ersparnis geht in einem einigermassen gedämmten Haus mit neuer Heizung gegen Null.
    Wo die Daten landen bzw wer sie für welche Zwecke bekommt kann man auch nicht sagen.

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