Google lässt dich auf dem Rücken eines Kamels durch die Wüste reiten

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Die Google-Street-View-Kamera verschlägt es regelmäßig an ungewöhnliche Orte wie Korallenriffe, Kreuzfahrtschiffe oder - eher unfreiwillig - Drogenhändlertreffs. Nun wanderte sie durch die Liwa-Oase im Emirat Abu Dhabi - auf dem Rücken des Kamels Raffia. Ein Weg ohne Straße.

Kameldame Raffia ist mit ihren zehn Jahren das erste Tier, das die Google-Kamera laut Aussagen des Konzerns tragen darf. Sie schritt, begleitet von einem Kamelführer, durch die Liwa-Oase im Südwesten des Emirates Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Oase, die etwa 100 Kilometer südlich der Küste des Persischen Golfs und 150 Kilometer südwestlich Abu Dhabis liegt, ist die größte ihrer Art auf der arabischen Halbinsel und beherbergt neben zahlreichen kleinen Oasen, 39 Dörfern und einigen, ansehnlichen Dünen vor allem eines: Sand.

Die Oase wird zwar auch von Fahrzeugen durchkreuzt, ist aber ebenso der angestammte Untergrund vieler Kamele, die sich in der Regel besser schlagen, als ihre motorisierten Alternativen. Der CO²-Ausstoß von Raffia ist gegenüber dieser Konkurrenz wohl ohnehin unschlagbar und auch die Werbewirksamkeit hat sicher nicht daran gelitten, dass ein Kamel den Trekker genannten Rucksack schleppt. Außerdem zeichnet die 360-Grad-Kamera dadurch nur die Spuren der Hufe sowie des Kamelführers auf und keine allzu auffälligen Reifenabdrücke.

Der Rucksack samt Rechentechnik, Festplatte, Stromversorgung sowie 15 Kameras, die kontinuierlich die Umgebung mit jeweils fünf Megapixel-Fotos aufnehmen, wiegt 15 Kilogramm. Der Trekker kann außerdem auch gesteuert werden – über ein Android-Gerät, versteht sich.

Wer sich in Google Street View auf die Tour durch die Wüste macht, soll einen Eindruck davon vermittelt bekommen, „was es während der letzten 3000 Jahre für die Karawanenhändler bedeutete, durch die Wüste zu reisen“, schreibt Google-Manager Najeeb Jarrar im Google-Blog.

Tags :Quellen:Bild: Screenshot YouTubeAndreas Donath @ GolemT-OnlineGoogle

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