Eröffnet Amazon ein „echtes“ Geschäft?

(Bild: Shutterstock)

Offenbar möchte der Internethändler Amazon, ähnlich den Apple Stores von Apple, ein erstes Ladengeschäft eröffnen. Unter Berufung auf nicht genannte Quellen berichtet das Wall Street Journal von einem Laden in der hochfrequentierten 34. Straße in New York, also gegenüber dem Empire State Building.

Der Amazon Store, oder wie das Geschäft heißen könnte, soll dem Onlinehändler vor allem als Ladenfront und Lager dienen, wenngleich es sich dabei wohl noch um ein „Experiment“ handelt. Kunden würden dort aber vermutlich abends die Waren abholen können, die sie morgens online bei Amazon bestellt haben. Rückgaben und Umtäusche soll Amazon dort ebenfalls abwickeln wollen.

Das Unternehmen wollte den Bericht bisher weder bestätigen noch dementieren. Eine Sprecherin erklärte gegenüber News.com lediglich: “Wir haben keine Ankündigung zu einem Standort in Manhatten zu machen.”

Mit dem Ladengeschäft könnte Amazon dem klassischen Einzelhandel noch mehr Konkurrenz machen. Bei Lieferzeiten und Service hat es viele Händler schon übertrumpft, doch es wäre sein erster Versuch, ein Ladengeschäft zu führen.

Auch wenn sich die Zahl der Online-Verkäufe zunehmend stabilisiert, kaufen die meisten Verbraucher nach wie vor im Einzelhandel ein. Die Marktforscher von eMarketer prognostizieren für 2014, dass 6,5 Prozent aller Käufe auf Online-Shopper zurückgehen und 1,2 Prozent auf Käufe per Mobilgerät.

Ein Ladengeschäft vor Ort und Lieferoptionen wie Abholung am selben Tag waren bisher einer der größten Vorteile von Einzelhändlern gegenüber Amazon. In seinem Geschäft könnte der Online-Händler Kunden auch sein inzwischen recht umfangreiches Hardware-Sortiment präsentieren, das E-Reader, Tablets, die Settop-Box Fire TV und das Fire Phone umfasst.

Schon in der Vergangenheit hat Amazon mit verschiedenen Verkaufsstellen experimentiert. Dazu zählten provisorische Einzelhandelsgeschäfte (Pop-up Shops) sowie Verkaufsstände und -Automaten in Einkaufszentren für seine Kindle-Tablets und E-Reader oder auch große Metallcontainer als Packstationen zur Abholung von Paketen.

Tags :Quellen:Donna Tam, News.comBild: Shutterstock Wall Street JournalVia:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de

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