HTC RE – Die wasserdichte U-Boot-Kamera

htc re gruen

Wie erwartet präsentierte HTC am 8. Oktober ein für Selfies optimiertes Smartphone sowie eine eigene Action-Kamera. Jene HTC Re sieht aus wie ein Periskop und ist bis zu einem Meter wasserdicht. Es lässt sich mit Smartphones koppeln und schaltet sich bei Berührung automatisch ein.

Die Kompaktkamera Re, die nur zwei Knöpfe besitzt, ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich für das HTC-Portfolio. Drückt man den größeren, metallisch glänzenden Knopf an der Rückseite, schießt Re mit seinem 16-Megapixel-1/2.3-CMOS-Sensor ein Foto – allerdings im 4:3-Format. Für 16:9 stehen dann nur noch 12 Megapixel zur Verfügung. Drückt man etwas länger, wird mit dem 146-Grad-Weitwinkelobjektiv ein Video in Full-HD (1080p) oder HD (720p)aufgenommen. Für Zeitlupen- oder Zeitraffervideos (96 fps) gibt es eine farblich dem Gehäuse angepasste Taste unter der Linse. Dann ist die Auflösung jedoch auf HD beschränkt.

Einschalten kann man die Re über keine der beiden Tasten, dafür ist ein integrierter kapazitiver Berührungssensor verantwortlich, der die Kamera automatisch aktiviert, sobald sie in die Hand genommen wird. Das sorgt für außergewöhnliche zügige Einsatzbereitschaft.

Wirklich anders ist Re vor allem wegen seines Designs, das wohl von einem Periskop, bekannt als Guckrohr aus U-Booten, abgewandelt wurde. Dabei ist es so klein, dass es sich mit Maßen von 96,7 mal 26,5 Millimeter und einem Gewicht von 65,5 Gramm wohl einfach und angenehm in einer Hand halten lässt. Die zweite Hand bedient dann im Optimalfall ein Smartphone, das mit der Re über Wlan oder Bluetooth mithilfe der Android- (ab Android 4.3) oder iOS-App (ab iOS 7) verbunden ist.

Das Display des Smartphones dient dann als Remote-Sucher, Einstellungsfenster oder Wiedergabegerät für Fotos und Videos, die auf der Re gespeichert sind. Bei bestehender Kopplung werden die Aufnahmen übrigens automatisch aufs Smartphone oder auf Wunsch auch in die Cloud übertragen.

Wenn Asthmatiker die HTC Re aufgrund ihrer äußeren Erscheinung mit einem Inhalator verwechseln, sollte auch nicht allzu viel passieren, schließlich ist die Re wasserdicht. Allerdings “nur” bis zu einer Tiefe von einem Meter und für maximal 30 Meter – da gibt es heutzutage smarte Gadgets, die mehr aushalten. Wer anstelle der IPX7- die IPX8-Zertifizierung für zwei Stunden und bis zu drei Meter Unterwasser-Tiefe wünscht, wird aber eine zusätzliche Schutzkappe erwerben können.

htc re wasser

An der Unterseite liegt ein Slot für MicroSD-Karten, der Speicherkarten mit bis zu 128 GByte Volumen aufnehmen kann. Eine 8-GByte-Karte liegt beim Kauf bereits bei. Über den daneben liegenden MicroUSB-Port wird der 820-mAh-Akku der Action-Kamera geladen. Das 1/4-Zoll-Gewinde erlaubt es die Re in Standard-Stativen zu befestigen. Für Fahrräder wird es außerdem eine spezielle Halterung geben, um die Kamera am Lenker zu befestigen.

Der Akku soll für etwa 1.200 Bilder bei voller Auflösung beziehungsweise circa 100 Minuten durchgehende Full-HD-Videoaufnahme herhalten. Für eben jene Aufzeichnungen sind selbstverständlich auch ein Mikrofon wie auch Lautsprecher an Bord der Periskop-Kamera.

“Heute verändert HTC erneut die Einstellung der Menschen zur Technologie”, erklärte Peter Chou, CEO der taiwanesischen HTC Corporation, vollmundig. Aber Eins nach dem Anderen. Die Styler-Action-Cam mit Blende f/2.8 ist durchaus interessant und kann Branchenprimus GoPro vor allem im Preis unterbieten. Der Konkurrent hat mit seiner GoPro Hero 4 aber derweil eine Kamera veröffentlicht, die 4K-Videos aufzeichnet. Die HTC Re wird sich gegen professionelle, wirklich robuste Alternativen eher nicht durchsetzen.

Das HTC Desire Eye und die kleine Kamera mit dem noch kleineren Namen Re möchten mit der verbesserten Bildbearbeitungssoftware HTC Eye Experience und der Videobearbeitungs-App Zoe die mobile Fotografie ab November trotzdem aufzumischen versuchen. Dann wird die HTC Re für eine UVP von 199 Euro in den Farben Koralle (Rot), Weiß, Blau und Grün online sowie im Fachhandel erhältlich sein.

Tags :Quellen:Bilder: HTC
  1. Das Teil sieht ja echt scharf aus und hat richtig was drauf – Danke für das Dimensionierungsbild mit der Dame im Wasser! Erinnert an die Taschenlampe von den US-Streitkräften für die Brusttasche. Genau dafür werde ich sie mir diese Kamera auch zulegen und sie an meine Tauchausrüstung hängen. Okay werde da mit dem Ein/Ausschalter besimmt noch Spaß haben aber ich lasse mich überraschen!

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