Test: Sony Xperia Z3 – Eines der Besten wird noch besser [Testvideo]

z3 aufmacher

Gerade einmal 6 Monate ist es nun her, da stellte Sony das Xperia Z2 vor. Deswegen erwarten viele beim Sony Xperia Z3 keine großen Veränderungen. Trotzdem gibt es jede Menge Detailverbesserungen und sogar ein paar echte Überraschungen! Wir haben das Sony Xperia Z3 ausführlich getestet und mit dem Xperia Z2 verglichen.

Sony Xperia Z3

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Sony Xperia Z3

Sony Xperia Z3 Preise & Verfügbarkeit

Das Android-Smartphone Sony Xperia Z3 ist bereits in Deutschland erhältlich. Der Marktstart klappte beim neuen Modell deutlich besser als noch beim Sony Xperia Z2 (hier geht’s zum Test), dessen Einführung Sony nach hinten verschieben musste. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers beträgt 649 Euro. Im Netz findet man das Gerät bei einigen Online-Shops bereits ab etwa 580 Euro, wobei der Preis noch weiter fallen dürfte. Erhältlich ist das Xperia Z3 in Weiß, Schwarz, Silbergrün und Kupfer.

Die Rückseite des Sony Xperia Z3 ist nach wie vor aus Glas.

Die Rückseite des Sony Xperia Z3 ist nach wie vor aus Glas.

Design

Richtig gut gefallen hat mir das neue Design des Xperia Z3, auch wenn es im Grunde nur kleine Veränderungen im Vergleich zum Vorgänger gibt. Diese haben jedoch eine größere Wirkung, als man es anfangs erwartet. Das typische OmniBalance-Design samt Aluminium-Rahmen und der Rückseite aus kratzfestem Mineralglas behält Sony auch beim Xperia Z3 bei. Die Ecken und Kanten sind beim neuen Sony-Smartphone allerdings deutlich abgerunder als zuvor, wodurch sich das Gerät geschmeidiger anfühlt. Der Vorgänger liegt mit seinen etwas schärferen, geschliffenen Kanten jedenfalls nicht so komfortabel in der Hand.

Sony hat dem Xperia Z3 ein neues Design mit runderen Kanten spendiert.

Sony hat dem Xperia Z3 ein neues Design mit runderen Kanten spendiert.

Zudem hat Sony dem Xperia Z3 Ecken aus gehärtetem Nylon spendiert, was sich bei einem Sturz als vorteilhaft erweisen soll.

Hier gehts zum ausführlichen Video-Test des Sony Xperia Z3

Weiterhin hat Sony den Aluminium-Rahmen in einer einheitlichen Farbe gestaltet. Das ist sicherlich Geschmackssache, gefällt uns aber besser als der silberfarbene Aluminium-Streifen des Xperia Z2. Zudem ist das Gehäuse mit 7,3 Millimetern noch etwas dünner als das des Vorgängers (8,2 Millimeter). Doch keine Sorge: verbiegen lässt sich das Xperia Z3 nicht so schnell. Man muss schon Kraft aufwenden, damit der Rahmen ganz leicht nachgibt.

Das Sony Xperia Z3 ist mit 7,3 Millimetern dünner als der Vorgänger Xperia Z2.

Das Sony Xperia Z3 ist mit 7,3 Millimetern dünner als der Vorgänger Xperia Z2.

Dank eines etwas schmaleren Display-Randes (knapp 2 Millimeter) ist das Sony Xperia Z3 in der Höhe und Breite einen Hauch schlanker geworden. Es misst bei gleicher Display-Diagonale 146,5 mal 72 statt 146,8 mal 73,3 Millimeter. Am Gewicht hat Sony 6 Gramm eingespart. Das Xperia Z3 kommt auf 152, das Xperia Z2 auf 158 Gramm. Diese Unterschiede fallen im Vergleich allerdings nicht sonderlich auf.

Die Lautstärketasten haben einen besseren Druckpunkt.

Die Lautstärketasten haben einen besseren Druckpunkt.

Die Bedienelemente hat Sony im Grunde an den gleichen Stellen verbaut wie zuvor. Auf der rechten Seite sitzen unter dem Ein-/Ausschalter weiterhin die Buttons zu Steuerung der Lautstärke sowie die Taste zum Starten der Kamera. Die Lautstärkeregelung hat nun auch einen merklich besseren Druckpunkt, womit sie sich einfacher betätigen lässt als beim Xperia Z2.

Der SIM-Kartenslot ist wieder auf die rechte Seite gewandert.

Der SIM-Kartenslot ist wieder auf die rechte Seite gewandert.

Bei den Einschüben gibt es eine kleine Änderung. Nachdem Sony den SIM-Kartenslot beim Xperia Z2 auf der linken Seite direkt unter dem microUSB-Port verbaut hatte, ist er nun wieder auf der rechten Seite unter dem microSD-Kartenslot zu finden. Der microUSB-Anschluss sitzt nach wie vor auf der linken Seite.

Die Abdeckungen schließen dem ersten Eindruck nach etwas fester.

Die Abdeckungen schließen dem ersten Eindruck nach etwas fester.

Die Anschlüsse und Einschübe sind wie üblich hinter Abdeckungen versteckt. Diese sind nun nicht mehr eckig, sondern dem neuen Design entsprechend runder. Dem ersten Eindruck nach schließen sie beim Xperia Z3 auch etwas fester als beim Z2. Beim Vorgänger ist es mir ab und an passiert, dass sich die Abdeckung vom USB-Port von selbst geöffnete.

Sind die Abdeckungen geschlossen, ist das Z3-Gehäuse wie beim Xperia Z2 gegen Wasser, Staub, Schmutz & Co. geschützt. Wie das Xperia M2 Aqua erhält das Xperia Z3 nun aber auch die IP65- und IP68-Zertifizierung. Das Gehäuse des Sony Xperia Z2 ist nach der IP55- und IP58-Zertifizierung gegen Umwelteinflüsse geschützt. Damit ist das Xperia Z3 nun nicht mehr nur staubgeschützt, sondern staubdicht. Gemäß der Schutzart IP65 ist es weiterhin gegen Wasserstrahlen mit leichtem Druck aus allen Richtungen geschützt und kann gemäß der Schutzart IP68 bei einer maximalen Tiefe von 1,5 Metern bis zu 30 Minuten unter Wasser durchhalten.

Sony weist wie üblich darauf hin, dass der Schutz nur für Süßwasser gilt und natürlich nur gewährleistet ist, wenn alle Abdeckungen richtig geschlossen sind. Unterwasser funktioniert der Touchscreen eines Smartphones zwar nicht mehr, dank des Kamera-Buttons an der Seite des Gehäuses lassen sich mit dem Xperia Z3 aber dennoch Aufnahmen schießen. Der Nachteil: Wenn man das Gerät laden möchte, muss man stets erst einmal die Abdeckung des USB-Ports öffnen.

Deswegen würde ich empfehlen den kabellosen Ladeadapter oder auch einen Magnet USB Ladeadapter für die offen liegenden Kontakte zu kaufen. Das schont nicht nur die Nerven da nun nicht bei jeden Ladevorgang die Abdeckung abgefummelt werden muss. Das schützt das Sony Xperia Z3 auch zusätzlich vor Wasserschäden. Schließlich könnte die Wasserdichtigkeit der Abdeckung durch häufiges Öffnen und Schließen der Klappe leiden.

Die Front-Lautsprecher des Xperia Z3 sind im Vergleich nochmals lauter geworden.

Die Front-Lautsprecher des Xperia Z3 sind im Vergleich nochmals lauter geworden.

Sound

Die mit dem Xperia Z2 eingeführten Frontlautsprecher hat Sony beim Xperia Z3 nochmals verbessert. Die Aussparungen sitzen jetzt nicht mehr auf der Vorderseite direkt an der oberen beziehungsweise unteren Kante im Aluminiumrahmen, sondern sind etwas darunter angebracht. Die Lautstärke hat Sony im Vergleich aufgebohrt. Die Lautsprecher des Xperia Z3 sind im Vergleich zum Z2 hörbar lauter und klingen auch nochmals etwas besser

Außerdem befindet sich in der Verpackung Sonys MDR-NC31E Headset. Dabei ist das Sony MDR-NC31E kein normales Headset, nutzt es doch die Mikrofone und den Prozessor des Xperia Z3 Compact, um Umgebungsgeräusche auszublenden. Das funktioniert soweit auch ganz gut, auch wenn man sie nicht mit den hervorragenden Bose QC20 vergleichen kann (hier geht’s zum Test).

Ansonsten bietet das MDR-NC31E Headset einen guten, basslastigen Sound der den vielen anderen beigelegten Headsets deutlich überlegen ist. Audiophile werden sich trotzdem nach Alternativen umschauen müssen.

Display

Das Display des Sony Xperia Z3 ist mit 5,2 Zoll genauso groß wie das Display des Vorgängers. Zum Einsatz kommt wieder das Triluminos-Panel samt Sonys X-Reality-Bildprozessor, das sich auch mit Handschuhen bedienen lässt. Die Auflösung ist mit 1.920 mal 1.080 ebenfalls identisch zum Xperia Z2. Die Pixeldichte beträgt demnach wieder 424 ppi (Zum Vergleich: HTC One (M8): 440, Samsung Galaxy S5: 431 ppi, Samsung Galaxy Note 4: 515 ppi, iPhone 6: 326 ppi, iPhone 6 Plus: 401 ppi, Oppo Find 7: 534 ppi, OnePlus One: 401 ppi).

Das Xperia Z3 (rechts) hat ein helleres Display als der Vorgänger. Zudem stellt es die Farben natürlich dar, das besonders bei weißen Flächen auffällt.

Das Xperia Z3 (rechts) hat ein helleres Display als der Vorgänger. Zudem stellt es die Farben natürlich dar, das besonders bei weißen Flächen auffällt. (CNET.de)

Verbessert hat Sony das Display allerdings in den Bereichen Helligkeit und Farben. Besonders die Helligkeit ist immens und überstrahlt sogar leicht den Display-Primus iPhone 6 Plus. Deutlich verbessert hat sich zudem die Farbdarstellung des Xperia-Displays. Weiße Flächen stellt das Z3 jetzt viel natürlicher dar. Das Xperia Z2 weist im Vergleich einen leichten Gelbstich auf. Zusätzlich kann das Weiß manuell auf die eigenen Vorlieben abgestimmt werden.

Betriebssystem & Software

Das Sony Xperia Z3 kommt ab Werk mit der aktuellsten Android-Version 4.4.4 KitKat samt den üblichen Anpassungen von Seiten des Herstellers. Im Vergleich zum im Februar vorgestellten Modell hat sich an der Oberfläche kaum etwas geändert. Sie lässt sich nach wie vor mittels verschiedener Designs anpassen und es tummeln sich auf dem Homescreen auch wie üblich eine ganze Menge Widgets und Apps. Sony nutzt seine Hardware natürlich, um seine Entertainment-Inhalte aus dem Sony-Imperium zu bewerben. Das Widget “What’s-New”, das auf dem Homescreen neue Filme, Music oder Apps aus Sonys Stores anpreist, ist im Vergleich auch noch etwas größer geworden. Wem die Oberfläche zu überladen ist, der kann sie unter Android zum Glück mit Custom Roms wie CyanogenMod oder Launchern anpassen.

Auf dem Homescreen des Xperia Z3 drängen sich  zahlreiche Sony Entertainment Apps.

Auf dem Homescreen des Xperia Z3 drängen sich zahlreiche Sony Entertainment Apps. (CNET.de)

Vorinstalliert sind auf dem Z3 die meisten der üblichen Sony-Beigaben – darunter die Walkman-App, die angepasste Album- und Movie-Anwendung, Sony Select, Social Life (Reader für Neuigkeiten aus Sozialen Netzen), der Streaming-Dienst Video Unlimted, das Shazam-Pendant TrackID und TrackID TV, die PlayStation-App, Lifelog oder die Xperia-Lounge mit weiteren Sony-Inhalten. Zusätzlich sind ab Werk auch die Xperia-Ausgabe von Garmin-Navigation, OfficeSuite Pro, die App Skizze, AVG Antivirus Pro, File Explorer und Movie Creator an Bord. Dazu gesellen sich wie bei allen Android-Smartphones natürlich auch eine Reihe Google-Apps wie der Chrome-Browser, Hangouts, Maps oder Drive. Insgesamt hat Sony die Software aber etwas aussortiert. Das Soziale Netzwerk Path, Twitters Vine oder Pixlr Express sind nun beispielsweise nicht mehr ab Werk aufgespielt.

Wie beim Xperia Z2 lässt sich das Display per doppeltem Fingertipp anschalten (Bild: CNET.de).

Wie beim Xperia Z2 lässt sich das Display per doppeltem Fingertipp anschalten (Bild: CNET.de).

Ein praktisches Feature, das es aber auch schon beim Vorgänger gibt, ist die Möglichkeit, das Display des Smartphones per doppeltem Fingertipp aus dem Ruhezustand aufzuwecken. Als erster Hersteller hatte LG dieses Features bei seinen Android-Smartphones integriert. Inzwischen haben Hersteller wie Sony oder auch HTC die äußerst praktische Funktion übernommen. Die sogenannte “intelligente Gegenlichtsteuerung” hat Sony auch vom Xperia Z2 übernommen. Ist sie aktiviert, bleibt das Display an, wenn man darauf schaut, auch wenn man es gerade nicht berührt. Hält man das Xperia Z3 dagegen nicht vor das Gesicht, wechselt der Bildschirm der Einstellung entsprechend in den Standby-Modus. Eine ähnliche Funktion hat beispielsweise auch Samsung seinen Galaxy-Smartphones verpasst.

PS4 RemotePlay

Für Besitzer einer PlayStation 4 bringt das Xperia Z3 noch eine coole Funktion mit. Dank “PS4 Remote Play” können Xperia-Besitzer das Z3 als zweiten Bildschirm für die Konsole verwenden und beispielsweise auch in einem anderen Zimmer mit dem Handy weiter spielen. Wer das Spiel gerade nicht unterbrechen will, kann also auch auf der Toilette weiterzocken. Das Xperia Z3 wird dabei über Bluetooth mit dem PS4-Controller verbunden. Das Signal der Playstation 4 wird über das WLAN-Netzwerk auf das Smartphone übertragen. Sony bietet für PS4 Remote Play auch eine Gaming-Halterung und ein Bluetooth-Headset sowie eine Dockingstation zum schnellen Aufladen an. Das Ganze soll wie auch auf dem Xperia Z3 Compact oder Z3 Tablet Compact ab November funktionieren.

Kamera

Die Kamera verfügt wie beim Xperia Z2, Z1 oder auch Z3 Compact über eine identische Auflösung von 20,7 Megapixel und kommt wie bisher mit einem großen 1/2,3-ExmorRS-Sensor. Ausgestattet ist die Knipse weiterhin mit Sonys G-Objektiv samt F2.0-Blende und den BIONZ-Bildprozessor, der das Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen minimieren soll.

Zu der rückseitigen 20-Megapixel-Kamera gesellt sich eine 2,2-Megapixel-Frontcam, die für Selbstportraits oder Videochats in Full-HD verwendet werden kann. Wer hauptsächlich Selfies schießt, der dürfte aber bei anderen Herstellern, die höher auflösendere Frontkameras verbauen, besser aufgehoben sein.

Automatikmodus des Sony Xperia Z3 (Bild: CNET.de).

Automatikmodus des Sony Xperia Z3 (Bild: CNET.de).

Die 20,7 Megapixel werden wie auch schon beim Vorgänger oder Xperia Z3 Compact nur im manuellen Modus und bei einem Seitenverhältnis von 4:3 erreicht. Im Verhältnis 16:9 sind es schon “nur” noch 15,5 Megapixel. Im Automatikmodus erreicht die Kamera lediglich 8 Megapixel. Auch HDR wird nur bis maximal 8 Megapixel unterstützt.

Mit dem höheren ISO-Wert von 12.800 soll die Kamera des Xperia-Smartphones auch in der Dämmerung noch ordentliche Aufnahmen machen. Wie auch beim Z3 Compact bestätigen sich die schönen Werte auf dem Datenblatt zum großen Teil auch im Praxistest. Autofokus und Belichtung des Digicam-Moduls leisten einen guten Job. Die Sony stellt scharf, was irgendwie scharf zu bekommen ist und lässt damit manch preiswerte Digicam hinter sich. Allerdings ist der Auto-Fokus im Vergleich beispielsweise etwas langsamer als beim iPhone 6.

Auch in der Dämmerung liefert sie noch passable Bilder. Im Direktvergleich mit dem Xperia Z2 macht die Kamera des Z3 dank des höheren ISO-Wert deutlich hellere Fotos bei nahender Dunkelheit. Mit dem Aufnahme-Modi Hoher ISO-Wert kommt das Xperia Z3 bei schwachem Licht sogar an das HTC One (M8) heran.

 

Das Foto wurde mit dem Xperia Z3 bei nahender Dunkelheit (Tür bis zum Anschlag angelehnt) in unserer Besenkammer aufgenommen. Etwas Licht konnte nur durch den Spalt an der Seite beziehungsweise unter der Tür einfallen. Eingestellt war der manuelle Modus samt dem Szene-Modi “Hohe ISO-Empfindlichkeit” (Bild: CNET.de).

Das Foto wurde mit dem Xperia Z3 bei nahender Dunkelheit (Tür bis zum Anschlag angelehnt) in unserer Besenkammer aufgenommen. Etwas Licht konnte nur durch den Spalt an der Seite beziehungsweise unter der Tür einfallen. Eingestellt war der manuelle Modus samt dem Szene-Modi “Hohe ISO-Empfindlichkeit” (Bild: CNET.de).

 

Links ist hier das Foto des Sony Xperia Z2 mit Automatik-Modus zu sehen. Wir haben auch den manuellen Modus ausprobiert, konnten aber keine besseren Ergebnisse erzielen. Rechts ist zum weiteren Vergleich noch das Bild des Samsung Galaxy S5 im Automatik-Mode zu sehen. Auch ohne Bildstabilisierung und verschiedenen ISO-Werten wurde die Aufnahme nicht besser (Bild: CNET.de).

Links ist hier das Foto des Sony Xperia Z2 mit Automatik-Modus zu sehen. Wir haben auch den manuellen Modus ausprobiert, konnten aber keine besseren Ergebnisse erzielen. Rechts ist zum weiteren Vergleich noch das Bild des Samsung Galaxy S5 im Automatik-Mode zu sehen. Auch ohne Bildstabilisierung und verschiedenen ISO-Werten wurde die Aufnahme nicht besser (Bild: CNET.de).

Zu guter Letzt noch das Foto des HTC One (M8) im manuellen Modus mit hohem Weißabgleich, ISO 400 und langer Belichtungszeit. Alle Bilder sind übrigens nicht in Orignalgröße, sondern wurden wieder etwas skaliert. Die Unterschiede dürften aber auch so deutlich zu sehen sein (Bild: CNET.de).

Zu guter Letzt noch das Foto des HTC One (M8) im manuellen Modus mit hohem Weißabgleich, ISO 400 und langer Belichtungszeit. Alle Bilder sind übrigens nicht in Orignalgröße, sondern wurden wieder etwas skaliert. Die Unterschiede dürften aber auch so deutlich zu sehen sein (Bild: CNET.de).

Bei derartig schlechten Lichtverhältnissen verwendet man lieber den LED-Blitz, der das Geschehen meist ausreichend ausleuchtet. Im Taschenlampenmodus scheint die LED auch etwas heller zu sein als beim Xperia Z3 Compact.

 

Foto des Sony Xperia Z3 mit LED-Blitz (CNET.de).

Foto des Sony Xperia Z3 mit LED-Blitz (CNET.de).

Wie bei der Xperia-Z-Reihe üblich, verbaut Sony wieder einen dedizierten Auslöser an der Seite des Gehäuses. Dieser öffnet aus dem Stand-By-Modus direkt die Kamera-App. Praktisch: der Foto-Button ist auch drucksensitiv. Ein leichter Druck fokussiert, ein stärkerer Druck löst das Foto aus. Der Button könnte sich auch bei Unterwasseraufnahmen als sinnvoll erweisen, da hier bekanntermaßen das Touch-Display nicht mehr einwandfrei funktioniert. Der Hardware-Auslöser kann aber auch Nachteile haben: Mir ist das beim Test zwar nicht passiert, es wäre aber vorstellbar, dass sich die Kamera-App beim Transport des Xperia Z3 in der Hosentasche aus Versehen öffnet und auslöst.

Das Sony Xperia Z3 kommt mit einem dedizierten Auslöser an der Seite des Gehäuses.

Das Sony Xperia Z3 kommt mit einem dedizierten Auslöser an der Seite des Gehäuses.

Videoclips nimmt das Xperia Z3 wie sein Vorgänger mit höchstauflösenden 4K auf. Sony hat aber offenbar das Überhitzungsproblem etwas entschärfen können. Im Test brach die Aufnahme „erst“ nach 10 Minuten ab (und fraß in der Zeit 15 Prozent der Akkukapazität und 4 GByte des Speichers). Das Xperia Z3 hat solange aufgenommen bis der Speicher voll war.

Kamera-App

Die Foto-App bietet wie auch schon zuvor unzählige verschiedene Modi. Darunter Spielereien wie AR-Effekte, aber auch wirklich nützliche Funktionen wie Timeshift-Video oder den manuellen Fotomodus mit vielen Einstellmöglichkeiten und Szene-Modi. Beim Videomodul kann man zum Beispiel animierte Bildchen über das Video legen, beispielsweise eine Ananas im Bild zerplatzen oder Dinosaurier herum trampeln lassen. Mehr als ein Gimmick ist das nicht, zugegeben mit einem gewissen Unterhaltungswert. Neu ist beispielsweise die Funktion Multi-Kamera, bei der Xperia-Geräte zusammengeschlossen werden können, um eine Szene aus mehreren Perspektiven aufzunehmen.

Neu ist beim Xperia Z3 beispielweise Multi-Kamera (Bild: CNET.de).

Neu ist beim Xperia Z3 beispielweise Multi-Kamera (Bild: CNET.de).

Die Kamera des Sony Xperia Z3 ist insgesamt sehr gut und zählt sich definitiv zu den besten am Markt, hat sich im Vergleich zum Vorgänger aber auch nicht in großem Maße verbessert. Schade ist, dass die volle Auflösung lediglich im manuellen Modus zur Verfügung steht.

Hardware & Leistung

In Sachen Hardware-Ausstattung gibt es im Vergleich zum Xperia Z2 so gut wie keine Verbesserungen. Anstatt des Quad-Core-Prozessors Snapdragon 801 (MSM8974AB v3) mit 2,3 GHz Takt arbeitet der nicht viel schnellere Qualcomm-Chip Snapdragon 801 (MSM8974AC) mit 2,5 GHz im Inneren des Gehäuses. Sony verbaut damit dasselbe System on a Chip wie Samsung bei seinem im Februar vorgestellten Smartphone Galaxy S5. Wünschenswert wäre es gewesen, wenn Sony gleich die neuere Prozessor-Generation von Qualcomm, Snapdragon 805, eingesetzt hätte.

Der Arbeitsspeicher des Xperia Z3 ist 3 GByte und der interne Speicher 16 GByte groß. Auch hier gibt es also keine Veränderungen. Von den 16 GByte Speicher bleiben 11,57 GByte für Nutzerdaten übrig. Die Speicherkapazität lässt sich wie beim Xperia Z3 dank eines microSD-Kartenslots um bis zu 128 GByte erweitern.

Von links nach rechts: AnTuTu-Benchmark, 3D-Mark Icestrom, GFX Bench (Bild: CNET.de)

Von links nach rechts: AnTuTu-Benchmark, 3D-Mark Icestrom, GFX Bench (Bild: CNET.de)

Die Leistungsunterschiede zwischen dem Xperia Z3 und Xperia Z2 sind demnach auch vernachlässigbar. Im AnTuTu-Benchmark (Version 5.1) kommen beide Geräte auf einen nahezu identischen Wert.

Im Bereich der Kommunikation gibt es – da Sony dieselbe Prozessor-Generation wie zuvor verbaut – keine Unterschiede zum Xperia Z2. Wie beim Vorgänger sind UMTS samt Datenturbo HSPA+, NFC, MHL, DLNA sowie WLAN 802.11ac und LTE Cat 4 an Bord. LTE nach dem schnelleren Standard Kategorie 6 mit maximal möglichen Downloadraten von bis zu 300 MBit/s ist damit noch nicht vorhanden.

Aktuell dürfte der schnellere LTE-Standard zwar noch den wenigsten Smartphone-Besitzern abgehen, so langsam ist LTE Cat 6 aber auch hierzulande auf dem Vormarsch. Zwar sind die schnelleren 4G-Verbindungen noch bei weitem nicht überall in Deutschland verfügbar, erste Mobilfunkprovider wie Vodafone und O2 haben aber bereits Ende 2013 mit dem Ausbau ihrer Netze begonnen. Daher wäre man mit dem neueren Qualcomm-Chip besser für Zukunft gerüstet, falls man das Gerät länger als eine Generation verwenden möchte.

Darüber hinaus sind wie üblich USB 2.0 und Bluetooth 4.0 (ANT+) sowie Miracast und natürlich auch aGPS und Glonass integriert. Ein UKW-Radio ist ebenfalls mit an Bord. Das SIM-Kartenformat hat Sony von Micro- auf Nano-SIM umgestellt. An Sensoren hat Sony wieder einen Beschleunigungs-, Näherungs-, Umgebungslicht- und Gyrosensor, einen digitalen Kompass und ein Barometer integriert.

Akku

Die Akkukapazität ist zwar im Vergleich zum Xperia Z2 mit 3100 mAh weniger geworden, die Akkulaufzeit hat sich aber trotzdem verbessert. Laut Sony hält der Akku des Xperia Z3 für eine Gesprächszeit von bis zu 16 Stunden und eine Standby-Zeit von bis zu 920 Stunden. Bei der Musik- beziehungsweise Videowiedergabe soll nach 130 respektive 10 Stunden der Strom ausgehen.

Im Vergleich zum Vorgänger hat sich das Xperia Z3 laut Sonys Angaben damit zwar in Sachen Gesprächszeit verschlechtert, erste Tests zeigen jedoch andere Ergebnisse. Im Akku-Test der Webseite GSMArena hat das Xperia Z3 beispielsweise gut eine Stunde länger beim Telefonieren durchgehalten als das Xperia Z2 und landete knapp hinter dem iPhone 6 Plus auf den vorderen Rängen.

Wer das Sony Xperia Z3 nur gut drei Stunden pro Tag aktiv nutzt, kommt auf eine Akkulaufzeit von knapp zwei Tagen (Bild: CNET.de).

Wer das Sony Xperia Z3 nur gut drei Stunden pro Tag aktiv nutzt, kommt auf eine Akkulaufzeit von knapp zwei Tagen (Bild: CNET.de).

Im Alltag kommt man mit dem Xperia Z3 auch bei häufiger Nutzung noch gut über den Tag. Die von Sony angepriesenen zwei Tage Akkulaufzeit dürften aber auch wie beim Xperia Z3 Compact etwas zu ambitioniert sein. Nur wer das Smartphone nicht allzu häufig nutzt, muss es nur jeden zweiten Tag ans Netz hängen. Nach rund sechs Stunden aktiver Nutzung in zwei Tagen war der Akku so gut wie leergesaugt. Dennoch zählt sich das Xperia Z3 insgesamt zu den Smartphones mit einer langen Akkulaufzeit.

Fazit

Das Sony Xperia Z3 ist im Vergleich zum Vorgänger kein völlig neues Gerät, hat sich aber dennoch in vielen Bereichen verbessert. Deutlich besser gefällt mir das neue Design samt einem dünneren Gehäuse und abgerundeten Kanten. Verbessert hat Sony auch den Schutz gegen Umwelteinflüsse sowie die Front-Stereo-Lautsprecher. Das Display ist sichtbar heller und stellt Farben natürlich dar als die Anzeige des Xperia Z2.

Auch die 20,7-Megapixel-Kamera des Xperia Z3 kann mit einer verbesserten Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen aufwarten. Zudem hat sich überraschenderweise die Akkulaufzeit des Sony-Smartphones trotz kleinerem Akku verlängert.

In Sachen Hardware, Leistung und Kommunikation gibt es dafür aber keine nennenswerten Unterschiede zum Xperia Z2. Sony setzt nicht schon auf die neueste Prozessor-Generation von Qualcomm, sondern verbaut noch das ältere Modell, das auch schon in Smartphones zum Einsatz gekommen ist, die vor gut einem halben Jahr erschienen sind.

Insgesamt ist das Sony Xperia Z3 jedoch eines der besten Smartphones am Markt. Besonders attraktiv ist das Sony Xperia Z3 dank Remote Play für Besitzer einer PlayStation 4. Wer bereits ein Xperia Z2 besitzt, der dürfte trotz den Verbesserungen aber nicht genügend Gründe finden, um den Kauf des Xperia Z3 zu rechtfertigen. Wer jedoch noch ein Xperia Z1 oder gar Xperia Z besitzt, für den dürfte sich ein Wechsel lohnen.

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Pro

plusverbessertes Design

pluslautere Front-Speaker

plusAbdeckungen schließen fester

plushelleres Display mit natürlicheren Farben

plusBildschirm mit zweifachem Fingertipp aktivierbar

plushellere Fotos bei schwachem Licht

pluslängere Akkulaufzeit

Contra

minuskeine Verbesserungen bei Hardware, Leistung & Kommunikation

minusvolle Kamera-Auflösung nur im manuellen Modus

minuszu viel Sony-Produkt-Promotion

Tags :Via:Mit Material von Christian Schartel, CNET.de
  1. Ich möchte die Akkulaufzeit mal ansprechen, besitze ein Sony Xperia Z3 und mein Akku hält ganze drei Tage dank einer App und Ausschalten einiger unnötiger Prozesse.

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