Lenovo Yoga 3 Pro – Der erste Eindruck nach einer Woche mit der Notebook-Flunder [Video]

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Lenovo zeigt mit dem Lenovo Yoga 3 Pro bereits die dritte Generation ihres Notebook- / Tablet-Hybriden. Neben neuer Prozessorarchitektur und durchdachtem 360-Grad-Kettenscharnier fällt vor allem der geschrumpfte Formfaktor auf. Laut eigenen Angaben ist das Lenovo Yoga 3 Pro eines der dünnsten und leichtesten 13,3 Zoll Notebooks der Welt. Wir haben das Gerät nun seit einer Woche im Einsatz und berichten hier von unseren Erfahrungen.

Lenovo Yoga 3 Pro

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Lenovo Yoga 3 Pro

Lenovo Yoga 3 Pro Design

„Was für ‘ne Flunder!“ War mein erster Gedanke bei der Präsentation des Lenovo Yoga 3 Pro Notebooks. Nur 12,8 Millimeter soll es im zusammengeklappten Zustand dick sein. Beim Nachmessen kamen wir an der massivsten Stelle auf 13,8 – immer noch verdammt wenig.

Aufgeklappt ist das Lenovo Yoga 3 Pro dann an der dicksten Stelle mit 8,2 Millimeter schmaler, als so manches Smartphone (Nexus 6!). Das ist ganz besonders im Anbetracht der großen Fläche wirklich beeindruckend! Dabei ist es mit 1,19 Kilogramm auch noch richtig leicht.

Das Scharnier des Lenovo Yoga 3 Pro besteht aus 813 Einzelteilen.

Das Scharnier des Lenovo Yoga 3 Pro besteht aus 813 Einzelteilen.

Das zweite was auffällt, ist das neue Scharnier. Es soll aus 813 einzelnen Metallelementen bestehen die vier Stiftreihen an sechs Scharnierschwerpunkten verbinden. Tatsächlich sieht das Scharnier nicht nur toll aus, es erfüllt auch seinen Zweck ganz hervorragend!

Über die unzähligen winzigen Zahnrädchen lässt sich der Displaywinkel präzise einstellen. Flach aufgeklappt bildet der Hauptteil des Notebooks zum Displaydeckel eine flache Linie.

Um 360 Grad gedreht – im Tablet-Modus – lässt das Scharnier wenige Millimeter Luft zwischen Displaydeckel und Notebook-Unterseite. Dieses Scharnier ist mitverantwortlich für die beeindruckend dünne Bauweise des Lenovo Yoga 3 Pro.

Hier mein Eindruck vom Lenovo Yoga 3 Pro im Video

Seiner dünnen Bauweise geschuldet lässt sich das Notebook übrigens recht leicht biegen und verwinden. Trotzdem hat man nicht das Gefühl hier etwas kaputt zu machen oder es mit einem minderwertigen Produkt zu tun zu haben. Es fühlt sich eher so an als hätte Lenovo dieses weiche Material einem spröden Material vorgezogen gewählt um Brüche zu vermeiden.

Interessant ist die Wahl des 2 Ampere Ladeteils, kommt es doch mit einem Standard-USB-Port. Auch der Ladeport am Notebook kommt mit einer Doppelfunktion. Wird das Lenovo Yoga 3 Pro gerade nicht geladen, kann es als dritter USB-Port genutzt werden. Coole Idee!

Leider fehlt der Tastatur eine F-Reihe.

Leider fehlt der Tastatur eine F-Reihe.

Tastatur & Mauspad

Die Tastatur besitzt einen relativ geringen Hub und kommt dennoch mit einem für mich angenehmen Widerstand. Trotzdem könnte sie gerade Vielschreibern etwas zu weich sein. Im direkten Vergleich mit dem Yoga Pro der ersten Generation hat sie sich etwas verschlechtert, ist aber dennoch immer noch gut nutzbar. Hier musste Lenovo wohl auf Grund des Platzmangels Kompromisse eingehen.

Leider wurde die F-Reihe wegrationalisiert. Warum das getan wurde, leuchtet mir nicht ganz ein. Wie beim Vorgänger hat Lenovo an eine Tasturbeleuchtung gedacht.

Das Mauspad ist ausreichend groß und im unteren Bereich drucksensitiv. Insgesamt lässt sich mit dem Mauspad und der Tastatur gut arbeiten. Allerdings reicht keines von beiden an meine persönliche Referenz – einem Macbook Pro – heran.

Dank Tastaturbeleuchtung lässt sich auch im Schummerlicht arbeiten.

Dank Tastaturbeleuchtung lässt sich auch im Schummerlicht arbeiten.

Display

Das spiegelnde 13,3 Zoll Display löst mit phänomenalen 3.200 mal 1.800 Pixel auf. Es ist dazu im Vergleich zum Vorgänger heller geworden und auch die Farben gefallen mir besser. Natürlich ist es weiterhin Touch-sensitiv.

 

So flach!!

So flach!!

Performance

Das Lenovo Yoga 3 Pro ist das erste uns vorliegende Tablet mit einem Intel Core M Prozessor. Der hier verbaute M-5Y70 taktet im Ruhezustand mit etwa 1 GHz, kann aber unter Last auch gerne mal auf 2,8 GHz hochfahren.

Mit der Power lässt sich ausrechend schnell Surfen, Streamen, Bildbearbeiten und Textverfassen. Aber mit einem Performance-Wunder darf man hier leider dennoch nicht rechnen. Meinem ersten Eindruck nach siedelt sich der Core M 5Y70 unter dem im Vorgänger verbauten i5 an. Ich werde das die nächsten Tage und Wochen noch genauer beobachten und euch berichten.

Zum Laden kommt ein leicht modifiziertes USB-Kabel zum Einsatz.

Beim Laden kommt ein leicht modifiziertes USB-Kabel zum Einsatz.

 

Lüfter

Ehrlich gesagt bin ich im ersten Moment davon ausgegangen, dass es sich hier um ein lüfterloses Design handelt. Schließlich kündigte Intel das mit seiner neuen Prozessorgeneration vollmundig an. Trotzdem hat Lenovo einen kleinen Lüfter verbaut. Dieser springt für mein Empfinden etwas zu früh an (das Gerät ist höchstens lauwarm) und trögt die warme Luft über die Tastatur ab. Dieser Lüfter ist allerdings wirklich recht leise und stört mich überhaupt nicht.

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Akku

Trotz der kleinen Performance-Schwächen bin ich froh, dass Lenovo auf die neue Core M Generation setzt. Sie ermöglicht nicht nur die flache Bauweise, sondern auf Grund einer geringen Energieaufnahme auch sehr lange Akkulaufzeiten. Ich kam bei gemischter Nutzung und voller Bildschirmhelligkeit auf irgendwas zwischen 6 und 7 Stunden. Ich könnte mir vorstellen, dass sich bei herunter geregelter Bildschirmhelligkeit dieser Wert auch auf bis zu 9 Stunden strecken lässt.

Hier versteckt sich einer der beiden Stereolautsprecher.

Hier versteckt sich einer der beiden Stereolautsprecher.

Audio

Auf der Unterseite verstecken sich hinter zwei Aussparungen die JBL-Stereo-Lautsprecher. Wie von einem derart flachen Notebook zu erwarten, sind sie nicht gerade die besten. Sie sind zwar laut, aber Klangvolumen darf man nicht erwarten. Für die gelegentlich Youtube-Videos sind sie ausreichen.

Preise & Verfügbarkeit

Das Lenovo Yoga 3 Pro ist ab Mitte Oktober zu einem Preis von 1.599 Euro in den Farben Orange und Silber erhältlich.

DieAnschlüsse auf der rechten Seite.

DieAnschlüsse auf der rechten Seite.

Fazit

Das Lenovo Yoga 3 Pro gefällt mir nach der erste Woche richtig gut! Besonders die flache Bauweise, das geringe Gewicht und die lange Akkulaufzeit machen das Lenovo Yoga 3 Pro zu einem hervorragenden mobilen Begleiter.

Trotzdem muss man sich darüber im Klaren sein, dass die neue Core M Prozessorgeneration kein Performance-Wunder ist. Das ist der Preis den man zahlt. Apropos Preis: 1.600 Euro ist natürlich auch happig!

Wer es sich leisten kann bekommt hier mit dem Lenovo Yoga 3 Pro dennoch ein richtig schickes Gerät. Gerade wenn man bedenkt, dass es sich hier um eines der ersten Geräte einer neuen Generation handelt und es schon derart gut geworden ist, darf man gespannt sein, was die zukünftigen Core M Modelle noch so bringen werden!

Technische Merkmale

• Microsoft Windows 8.1
• Intel® Core™ M-5Y70 Prozessor
• 8GB Arbeitsspeicher
• 512GB SSD
• 13,3-Zoll QHD+ IPS 10-Point-Multitouch-Display mit einer Auflösung von 3200×1800 Pixeln und 300nit
• Bluetooth® 4.0
• WLAN 802.11 A/C
• 2 x USB 3.0-Anschlüsse
• 4-in-1 Kartenleser (SD, MMC, SDXC, SDHC)
• MicroHDMI Output
• Maße: 330 x 228 x 12.8mm
• Gewicht: 1.190g

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  1. Hi,

    wollte mal nachfragen wie es mit dem ram aussieht, kann man diesen upgraden auf
    16 gb oder ist er fest verlötet.
    Ein test bezüglich Photoshop CC wäre super, überhaupt wie sich die leistung und
    die auflösung miteinander verbinden
    Stift Eingabe mit Wavecom wäre auch geil.
    Auch ein Tabletvergleich mit einem surface 3 pro mit i5 bzw. i7 Prozessor wäre super.

    danke
    lg

  2. Wie schauts denn mit der Linux-Tauglichkeit der Hardware aus? Könntet ihr mal eine Live-CD booten und schauen was funktioniert (USB? WLAN? …) und vielleicht auch einen Hardware-Dump veröffentlichen was für Komponenten sich da im Detail melden?

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