Weniger belastende Hirn-OPs durch Roboter-Zugang durch die Wange

Operationsroboter der Universität Vanderbilt. Operation durch die Wange, via gizmodo.com

Der Gedanke, ein Roboter würde durch die Wange zum Gehirn vordringen, ist sicher kein angenehmer. Doch in Situationen, die etwa Zugang zum Hippocampus auf der Unterseite des Hirns erfordern, ist diese Art des Eingriffs die bessere Alternative zur Operation durch die Oberseite des Schädels. Also: bitte einmal lange "Aah" sagen.

Der Operations-Roboter, wurde von den Forschern David Comber und Eric Barth der Vanderbilt Universität entwickelt und soll durch seine weniger invasive Behandlungsmethode für weit kürzere Erholungszeiten sorgen. Anwendungsgebiete sind etwa extreme Fälle von Epilepsie, bei denen Teile des Gehirns, die für die Anfälle verantwortlich sind, entfernt werden. Doch einen Roboter zu entwickeln, der sich durch die Wange Zugang zu den unteren Bereichen des Organs verschafft, klingt erst einmal leichter als es tatsächlich ist.

Operationsroboter: Operation am Gehirn durch die Wange, via Gizmodo.com

Einblick in den Roboter, der zeigt, wie hoch der Anteil der Teile ist, die aus dem 3D-Drucker stammen.

Im Gegensatz zum Zugriff auf den Hippocampus durch die Oberseite des Schädels, ist der Weg durch die Wange kein gerader. So mussten die Forscher eine Shape-Memory-Legierung für eine 1,14 Millimeter Nickel-Titan-Nadel aus mehreren Segmenten entwickeln, die Hinternisse umgehen können und sich mit Druckluft vorwärts bewegen. Vor einem anderen Problem stand das Team bei der Frage, wie sie den Ärzten den Weg der Nadel sichtbar machen könnten. Dafür muss sich der Patient während der Behandlung mit samt Roboter in einem MRT-Gerät befinden. Doch angesichts des dort sehr starken Magnetfeldes können keine Metallteile verwendet werden.

Daher besteht der Roboter in weiten Teilen aus aus dem 3D-Drucker stammenden Plastikteilen, auf die sich das MRT-Gerät nicht auswirkt. Gleichsam bedeutet dies, dass der Behandlungsroboter vergleichsweise günstig in der Herstellung und Reparatur ist. Nach ersten Tests sind die Schöpfer des Gerätes optimistisch, ihr Werk noch in diesem Jahrzehnt im Einsatz zu sehen.

Tags :Quellen:Vanderbilt UniversityVia:Gizmodo.com
  1. -Hin’t’ernisse umgehen können
    -aus ‚aus‘ dem 3D-Drucker
    -bedeutet dies, ‚dass‘ (->das) der Behandlungsroboter
    keine garantie alle gefunden zu haben

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