Umsätze mit Pay-TV und Videoangeboten im Internet steigen rasant an

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Trotz Rundfunkbeitrag sind die Deutschen zunehmend bereit, auch freiwillig fürs Fernsehen zahlen. Davon profitieren nicht nur die klassischen Pay-TV- sondern Streaming-Anbieter.

Das zeigt die neueste Prognose des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), die dem Handelsblatt vorliegt. „Die Leute sind immer öfter bereit, für professionelle Inhalte zu bezahlen“, sagt Frank Giersberg, Leiter Marktentwicklung im VPRT. „Die Umsätze werden in den nächsten Jahren weiter steigen.“

Demnach werden die Pay-TV-Erlöse dieses Jahr um zwölf Prozent steigen. Für das sogenannte Video-on-Demand geben die Zuschauer sogar 18 Prozent mehr aus. Insgesamt klettern die Einnahmen des Bezahlfernsehens 2014 damit auf 2,3 Milliarden Euro.

Den klassischen Fernsehstationen wie RTL oder Pro Sieben Sat 1 schadet das bislang aber nicht. Ihre Haupteinnahmequelle sprudelt munter: Die Umsätze aus der TV-Werbung werden dem VPRT zufolge im laufenden Jahr um fast drei Prozent auf 4,2 Milliarden Euro steigen. Das entspricht einem Plus von 110 Millionen Euro. Schon 2013 sind die Werbeerlöse um gut zwei Prozent geklettert. „Im Vergleich mit vielen anderen europäischen Ländern stehen wir sehr gut da“, meint Tobias Schmid, Vorstandsvorsitzender des VPRT.

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  1. man darf nicht ausser Acht lassen, dass der Rundfunkbeitragsstaatsvertrag einkommensarme Haushalte nicht nur über Gebühr belastet, sondern an der Teilnahme am alternativen Wettbewerb massiv behindert.

    der Zwangsbeitrag verhindert eher einen fairen Wettbewerb, die für 2015 angekündigte leichte Gebührensenkung ist reine Kosmetik, denn die Intendanten haben durch die Expansion in Online Medien wieder bereits Beitragserhöhungen angekündigt!

    mich wundert schon, dass die privaten Anbieter gegen das ARD-ZDF Konglomerat bisher nicht kartellrechtlich zu Felde gezogen sind, streng genommen wäre eine Zerschlagung unvermeidlich;-)

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