Bookeen: Weltweit flachster E-Reader und sein kleinerer, günstiger Kumpane

(Bild: Bookeen)

Der französische E-Reader-Produzent Bookeen präsentiert seine neuen Sprösslinge der Cybook-Reihe Ocean und Muse. Das flache Cybook Ocean soll als dünnster E-Reader der Welt besonders hohe Leser-Ansprüche bewältigen, während das Cybook Muse, wahlweise mit Hintergrundbeleuchtung, deutlich billiger auf den Markt kommt, als die Konkurrenz der Tolino-Allianz oder Amazon.

Mit einem vollständig planen, entspiegelten und kratzfesten “Edge-To-Edge”-Display und nur sieben Millimetern Dicke soll das Cybook Ocean mitsamt Glas- und Aluminium-Materialien auch optisch wie haptisch einen guten Eindruck hinterlassen. Die acht Zoll Bildschirmdiagonale bieten obendrein die gleiche Lesefläche wie eine Standard-Buchseite und das mit einer Antireflexfolie überzogene E-Paper-Display löst mit 1.024 mal 758 Pixel, also annähernd HD-Qualität, auf.

Bedient wird der E-Reader mit 20-stufiger Display-Beleuchtung vor allem über die kapazitiven On-Screen-Tasten am unteren Ende des Touchscreen. Zu seinen Funktionen zählen – wie auch bei den anderen E-Reader-Modellen von Bookeen – die Erstellung persönlicher Büchersammlungen, eine Volltextsuche, die Verwaltung von Anmerkungen und Text-Einstellungen, Benutzeranpassungsoptionen und ein neuer PDF-Modus. Überdies Notizen, Lesezeichen, Highlights, 20 wählbare Schriftgrößen, Ordnermanagement, Wörterbücher, personalisierbare Bildschirmschoner und über 100 Bücher.

Außerdem taktet im Inneren ein A8-Cortex mit 0,8 GHz, dem 128 MByte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Die Benutzeroberfläche, die auf dem Betriebssystem Linux 2.6.31 läuft, kann 24 Sprachen darstellen. Ähnlich polyglott gibt sich das Cybook in Bezug auf die lesbaren Text- und Bildformate. Es versteht ePub, PDF mit Adobe DRM (digitales Rechtemanagement), HTML, TXT, FB2 und DJVU sowie Bilder in den Formaten JPEG, PNG, GIF, BMP, TIF, ICO und PSD. Eine Sache fehlt hier natürlich trotzdem: Das E-Book-Format von Amazon. Ansonsten kann man allerdings auf sämtliche Online-Bibliotheken, ob Thalia, eBook.de oder beispielsweise Kobo zugreifen.

Der 295 Gramm schwere E-Reader besitzt einen internen 4-GByte-Speicher sowie einen Steckplatz für MicroSD-Karten (bis zu 32 GByte Fassungsvermögen) und ein WLAN-Modul, das nach dem b/g/n-Standards funkt. Über einen MicroUSB-2.0-Anschluss wird der Reader mit Strom und E-Books beladen. Sein 2.100-mAh-Akku versorgt das Cybook Ocean standesgemäß etwa einen Monat lange mit Strom. Am 5. November starten die Vorbestellungen auf der Herstellerseite, erste Lieferungen erfolgen dann am 20. November. Der Verkaufspreis wird sich allerdings auf überdurchschnittliche 180 Euro belaufen.

Deutlich billiger, sogar günstiger als die neuen E-Reader von Amazon und Tolino, werden die Cybook-Muse-Modelle. Sie besitzen ein ebenfalls planes, sechs Zoll großes E-Ink-Carta-Display mit einer Auflösung von 1.024 mal 758 Pixel. Auch die Muse-E-Reader besitzen 4 GByte internen Speicher, der über MicroSD-Karten erweiterbar ist, sowie eine WLAN-Antenne und einen Akku, der mit einer Ladung einen Monat lange über die Runden kommt. Funktionsvielfalt und mögliche Dateiformate entsprechen ebenfalls den Daten des Cybook-Ocean und auch die zusätzlich käuflich erwerbbaren Schutzhüllen in den Farben Schwarz, Rosa, Orange oder Zinnoberrot mit je fünf Millimeter Dicke werden für die Geräte zum Launch in entsprechendem Format veröffentlicht.

Neben dem Display und der Größe gibt es aber noch einen großen Unterschied  zum Acht-Zoll-Modell: Gerätetasten. Tatsächlich blättert man bei der neuen Muse-Linie über eine linke beziehungsweise rechte Taste am Rand des E-Readers um – ähnlich dem neuen Amazon Kindle Voyage.

Die acht Millimeter dicken und 190 Gramm schweren Cybook-Muse-Modelle gibt es entweder mit 20-stufiger Bildschirmbeleuchtung (Muse Frontlight) für 100 Euro, oder ohne jene Beleuchtung (Muse Essential) für rund 80 Euro. Auch sie werden ab dem 5. November in den Vorverkauf auf der Herstellerseite starten, jedoch schon beginnend am 14. November ausgeliefert.

Einschaltknopf, MicroSD-Slot und Ladeanschluss des Cybook Muse. Bild: Bookeen

Einschaltknopf, MicroSD-Slot und MicroUSB-Ladeanschluss des Cybook Muse. Bild: Bookeen

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  1. Zitat zweiter Absatz: …E-Paper-Display löst mit 1.024 mal 758 Pixel, also annähernd HD-Qualität, auf.

    Öhm… also 1024*768 ist nun aber schon deutlich unter 1920*1080 (HD), nebst dem das auch ein anderes Seitenverhältnis ergibt (4:3 statt 16:9). Ich will ja nicht behaupten, dass das zu wenig wär, aber mit HD hat das wahrlich nichts zu tun.

    1. Naja, da HD bereits bei der 720p (1280×720 Pixel) Auflösung anfängt, kann man die Aussage im Bericht durchaus so stehen lassen.

      1. Na gut, ganz Unrecht hast du zwar nicht damit, aber an sich ist das HD-Ready und nach wie vor ein anderes Seitenverhältnis. Ich gehe mal davon aus, dass, wenn heute jemand von HD spricht, selbiger auch Full-HD meint, da die ganzen Geräte mit maximalen Formaten wie 720p (selbst 1080i) an sich kaum noch existieren (also als Neugeräte ;) ).

        1. Wenn ein Verbraucher von HD redet, wird er wohl an Full HD denken… bei Herstellern wäre ich mir da nicht immer so sicher (-;

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