USA: Radarpistole soll Handynutzer im Auto erkennen

Handy

Das Benutzen von Smartphones während des Autofahrens kann lebensgefährlich sein. Und wie in vielen auf Ländern auf der Erde ist es auch in Deutschland verboten. Doch das hält viele Fahrer nicht vom Tippen auf dem Handy ab. Eine Erfindung aus den USA soll dem lebensgefährlichem Treiben nun ein Ende setzen.

Wie soll die Polizei einen Autofahrer schon beim Tippen am Smartphone ertappen können? Bisher gab es dafür zumindest keine zuverlässige Kontrollmöglichkeit. Die US-Firma ComSonics aus dem Bundesstaat Virginia hat mit einem neuen Handydetektor nun aber eine Möglichkeit gefunden.

Die Grundfunktion des Detektors von ComSonics ähnelt derer von klassischen Radarpistolen, welche zur Geschwindigkeitsmessung eingesetzt werden. Dabei wurde der Handydetektor auf Funkfrequenzen programmiert, welche bei der Datenübertragung von Smartphones gesendet werden. So sollen Telefonierer und SMS-Schreiber hinter dem Steuer zuverlässig ausfindig gemacht werden.

Laut ComSonics-Sprecher Malcom McIntyre könne die hauseigene Erfindung dabei zwischen Anruf, Nachricht und Datentransfer unterscheiden. Genaue Angaben wollte man allerdings noch nicht machen. “Das Produkt ist in den frühen Stadien der Entwicklung”, hieß es von McIntyre gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Und auch die US-Polizei wartet noch auf das finale Produkt. Eine Anschaffung müsse sich vor allem finanziell für die Polizei lohnen, so eine Sprecherin der Polizei in Virginia.

Geldsegen für Polizei in den USA?

In einigen US-Staaten könnte sich eine solche Anschaffung allerdings rentieren. So verlangt die Polizei im Bundesstaat Alaska beispielsweise rund 10.000 US-Dollar und ein Jahr Gefängnisstrafe für eine SMS hinter dem Steuer.

Abgesehen vom Geldsegen für Polizei und Staat könnte mit der Erfindung von ComSonics aber auch sicherlich das eine oder andere Menschenleben gerettet werden. Hoffen wir also, dass dem US-Unternehmen das finale Produkt gelingen wird.

(Titelbild: Ed Poor unter Creative Commons)

Tags :Via:derstandard.at
  1. So klingt es unglaubwürdig:
    Den ein Handy sendet nicht anders,
    im Zeitraum des Wählens oder SMS eintippens !
    Es sendet erst ab Verbindungsaufbau anders.

  2. Und wie soll das System erkennen (unterscheiden),
    ob das „eintippen“ der SMS oder der Zielnummer illegal via Tastatur erfolgt,
    und legal via Spracheingabe?

  3. Die Umsetzung des Verbotes,
    der Smartphone- Bedienung während der Fahrt ist extrem stümperhaft und schwachsinnig umgesetzt.
    Es gilt auch, wenn man mit Smartphone nicht telefoniert, sondern z.B. nur Navi oder Musikplayer nutzt.
    Man darf Handy nicht anfassen.
    Dagegen ein Navi oder MP3-Player ohne Telefonfunktion, darf man ohne Limit während der Fahrt bedienen.

    Dabei ließe sich das Telefonieren während der Fahrt sehr zuverlässig so beweisen:
    Polizei macht Video von fahrenden Fahrzeug, mit genauen Zeitstempel für jedes Bild in Video.
    Dann wird bei Provider zeitgleich online (oder verzögert) abgefragt, ob in dieser Zeit eine Telefonverbindung aufgebaut wurde.

    Die Juristen bzw. die Politiker die für Umsetzung dieser Gesetzes verantwortlich sind,
    waren entweder greise Technikbanausen,
    oder von der Navi- Industrie bestochen!

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