Virgin Galactic Unglück: Steckt die private Raumfahrt in der Krise?

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Virgin Galactic muss einen Rückschlag akzeptieren. Während eines Testfluges des SpaceShipTwo kam es vorgestern zu einer Explosion. Der Co-Pilot kam laut Behördenangaben dabei ums Leben.

Das Raumflugzeug SpaceShipTwo ist abgestürzt. Nach einem Testflug aus Kalifornien war das Shuttle nach nur wenigen Sekunden über der kalifornischen Mojave-Wüste explodiert. Der Pilot konnte sich über einen Schleudersitz retten und wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Sein Co-Pilot kam beim Absturz ums Leben. Der aktuelle Flieger basierte auf dem Prototyp SpaceShipOne und wurde von einem Tochterunternehmen des US-Rüstungskonzerns Northrop Grumman entwickelt.

Bereits vergangenen Dienstag war eine Trägerrakte einer anderen kommerziellen Raumfahrtfirma, Orbital Sciences, nach wenigen Sekunden explodiert. Steckt die private Raumfahrt schon in den Kinderschuhen in der Krise?

Für Virgin Galactic ist der Verlust des SpaceShipTwo auf jeden Fall als herber Rückschlag aufzufassen. Mehr als 800 Kunden hatten sich bereits für die geplanten Flüge auf 100 Kilometer kostenpflichtig angemeldet. Ein Ticket hatte pro Person etwa 250.000 US-Dollar gekostet.

Ob das Interesse an Richard Bransons Virgin Galactic nach dem jüngsten Vorfall aber anhält, ist fraglich. Die Passagiere sollten für einige Minuten die Schwerelosigkeit zwischen Erdatmosphäre und Weltall erleben. Nun sind sie mit einem explodiertem Shuttle konfrontiert.

Und auch andere Stimmen um die Misserfolge von Virgin Galactic werden lauter. Buchautorin und Journalistin Joël Glenn Brenner erwähnte gegenüber CNN, dass der in SpaceShipTwo verbaute Antrieb Menschen nie ins Weltall bringen könnte. Brenner schreibt aktuell ein Buch über Virgin Galactic und geht davon aus, dass bisher noch kein einziges vernünftiges Shuttle gebaut worden wäre. Stattdessen würde das private US-Unternehmen Menschenleben riskieren, ohne ihnen wenigstens den richtigen Antrieb für einen tatsächlichen Flug in das Weltall zu liefern.

Doch bei Virgin Galactic bleibt man trotz Unglück zuversichtlich. Man werde an der Aufklärung zum Unfallhergang intensiv mitarbeiten. Und auch in Zukunft will man an der Idee des kommerziellen Raumfluges festhalten. Die Zukunft hänge von harten Tagen wie diesem ab und man werde stehts nach vorne sehen, gab George T. Whitesides, CEO bei Virgin Galactic, in einem Interview bekannt. Und auch Richard Branson hält laut offiziellem Statement an der Idee von Virgin Galactic fest.

Die Frage stellt sich nur, ob auch genügend Investoren und wohlhabende Kunden an Virgin Galactic festhalten werden. Die Vorwürfe, dass das SpaceShipTwo allein auf technischer Ebene es niemals ins Weltall geschafft hätte, sind erschütternd.

(Titelbild: Russia Today, YouTube)

Tags :Quellen:virgin.comgizmodo.comVia:derstandard.at
  1. Die Vorwürfe, dass Hummeln zu schwer zum Fliegen sind, sind ebenfalls erschütternd.
    Wozu auf Faken bestehen, wenn wir unsere Gefühle haben, Hauptsache wir sind erstmal erschüttert ;-)

  2. Ich lese grad “Praktikum zu vergeben” Wurde der Beitrag auch von einem Praktikanten verfasst?
    Sehr einseitig und “Bild” mäßig verfasst. Dazu – bitte besser recherchieren, es gab keinerlei Explosion. Der Federmechanismus der die Flügel beim Wiedereintritt hoch klappt, löste fehlerhafterweise aus, was zu hohen aerodynamischen Lasten führe und das Raketenflugzeug (also nicht Spaceshuttle) zerstörte

      1. Herr Nölkel, wenn ein Hergang nicht zweifelsfrei geklärt ist, sollte es in gutem Journalismus auch genau als solches beziffert werden. Das gilt auch für Ihre Kollegen bei NTV. Wobei es ohne hin fragwürdig ist, dass sich in der Nachrichtenbranche scheinbar jeder nur noch auf die Aussagen des anderen stützt. Um die Aussagen meines Vorschreibers zu unterstreichen, auch Schleudersitze gab es laut dem letzten Techcheet im Gegensatz zu ihrer Aussage, nicht in dem Gefährt. Also, entweder Sicher sein oder nicht schreiben!

    1. “Wurde der Beitrag auch von einem Praktikanten verfasst?”

      Du bist hier bei Gizmodo. Hier werden sämtliche “Artikel” von Praktikanten verfasst.

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