Asus Zenbook UX303LN im Test: Rundum solide und wunderschön

Asus Zenbook

Das 13-Zoll Zenbook UX303LN von Asus kam jüngst bei uns in der Redaktion an. Ich habe das superschlanke Ultrabook aus Taipeh getestet und kann fast ausschließlich von einem Top-Gerät berichten.

Asus Zenbook Test

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Wie viele unserer aktuellen Testgeräte wurde auch das Asus Zenbook erstmals auf der IFA 2014 in Berlin vorgestellt. Hier konnten wir schon einen ersten Einblick zum schlanken Ultrabook UX305 gewinnen. Nun hat uns Asus ein Testgerät des Zenbook UX303LN zukommen lassen und dieses Premium-Ultrabook haben wir unter die Lupe genommen.

Das Design des Asus Zenbook

Smoky Brown nennt sich die Farbe unseres Asus Zenbook UX303LN Testgerätes. Und abgesehen davon, dass Braun tatsächlich eine ungewöhnliche Farbe für Notebooks darstellt, kommt das neue Zenbook noch in einem aufwendigen Gehäuse aus gebürstetem Aluminium. Und bitte lasst euch nicht zu sehr von den Bildern irritieren. Der Rückdeckel des Displays ist tatsächlich eher braun, obgleich sich das je nach Farbeinfall ein wenig ändert. Trotzdem setzt sich der Rückdeckel des Displays in der Farbe edel von den anderen Gehäuseteilen ab. Zudem finden wir am restlichen Ultrabook zwar auch ausschließlich Bestandteile aus Aluminium, diese wurden aber eher in ein Apple-typisches Silber getaucht.

Das Design überzeugt: Sehr schlank und hochwertig verarbeitet.

Das Design überzeugt: Sehr schlank und hochwertig verarbeitet.

Über einen Farbmix beim Gehäuse lässt sich zwar streiten, doch die Mischung aus Braun- und Silbertönen darf beim aktuellen Zenbook als gelungen bezeichnet werden. Und auch das schmale Design an sich, also eigentlich schon fast das Hauptmerkmal beim neuen Zenbook, ist durchwegs gelungen. Dabei hat Asus auch beim neuen Zenbook an der Keil-Form des Gehäuses festgehalten, welche wiederum, wie ebenfalls die schmalen Maße an ein Apple MacBook Air erinnert.

Zwar kann sich gerade in puncto Dicke dieses Zenbook (20 Milimeter) noch immer nicht vollständig mit einem MacBook Air messen (17 Milimeter), doch Asus beweist, dass formvollendetes Design gut möglich unter Windows vorkommen kann. Und es erscheint auch schlüssig, dass das vollgepackte UX303LN einfach nicht so dünn sein kann wie sein schwachbrüstigerer Bruder das UX305.

Dennoch, der eigens verliehene Titel als MacBook Air-Killer wird dem Zenbook in Bezug auf Design und Verarbeitung gerecht. Bei all der hochwertigen Hardware wurde das Zenbook super schmal konzipiert. Und auch ansonsten steht das Zenbook rein Design-technisch dem Air um nichts nach. Die Spaltmaße sind bis auf die Perfektion angepasst, nichts wackelt, nicht knarzt und alles wurde in edlem Aluminium verarbeitet. Und mein absolutes Highlight: Der Bildschirm kann mit nur einem Finger angehoben und aufgeklappt werden – danke Asus.

Hardware

Bei der Hardware unterscheidet sich das Zenbook UX303LN kaum von seinem Vorgänger, der gerade einmal ein dreiviertel Jahr auf dem deutschen Markt erhältlich war. So kommt erneut ein Haswell Intel Core i7-4510U Prozessor zum Einsatz mit zwei Gigahertz Taktrate und 256 Gigabyte SSD. Als Arbeitsspeicher wurden acht Gigabyte DDR3L integriert. Und die GeForce 840M Grafikkarte kommt von NVIDIA und bringt bis zu 30fps zum Einsatz. Windows 8.1 wurde als Betriebssystem bereits vorinstalliert.

Hier drunter verbirgt sich die Top-Hardware.

Hier drunter verbirgt sich die Top-Hardware.

Bedenkt man, dass hier noch immer die Rede von einem Notebook ist, wirken diese Werte fantastisch. Das Asus Zenbook könnte schon fast als Gaming-Notebook durchgehen. Und das ist auch die Anforderung von Asus, denn dieses Ultrabook soll wirklich in jedem Bereich ‘ultra’ sein. Sowohl aufwendige Games als auch Performance-anspruchsvolle Software können über das neue Zenbook also problemlos genutzt werden. Bedenkt man die Maße des UX303LN, empfinde ich das besonders lobenswert.

 

Im Vergleich: ASUS Zenbook UX305 – Leicht, schick, flott und sexy

Rundum kann ich also behaupten, dass dieses Zenbook den Namen Ultrabook durchaus verdient. Während ich mich mit dem “Test-Klassiker” Asphalt 8 beschäftigt habe, konnte das Zenbook trotzdem noch gut und gerne kleinere Videos rendern – nur so als Beispiel.

Ruckelfrei und in voller Auflösung, Asphalt 8: Airborne.

Ruckelfrei und in voller Auflösung, Asphalt 8: Airborne.

Display

Ihr merkt vielleicht, dass ich kaum aus der Schwärmerei herauskomme. Und mit dem Display haben wir ein weiteres Highlight beim Zenbook UX303LN vor uns. Denn hier hat Asus ein mattes 13,3-Zoll QHD+ Display mit 3200 mal 1800 Pixel verbaut. Wahlweise bekommt man auch noch die Full HD Variante mit Multi-Touch.

Doch zurück zu unserem Matten QHD+ Display. Hier bekommen wir es mit kristallklaren Farben und Konturen zu tun. Nicht nur, dass mich Games damit natürlich begeistern, auch Filme und Webseiten erstrahlen bei dieser Auflösung natürlich von ihrer besten Seite.

Von links nach rechts: Nicht wahnsinnig hell, nicht wirklich dunkel - einer der wenigen Kritikpunkte am Zenbook UX303LN

Von links nach rechts: Nicht wahnsinnig hell, nicht wirklich dunkel – einer der wenigen Kritikpunkte am Zenbook UX303LN

Und auch die Blickwinkelstabilität ist meiner Meinung nach zu 100 Prozent gegeben. Egal von welcher Seite man den Bildschirm betrachtet, Farben, Helligkeit und Schärfe lassen nicht nach. Und wenn wir schon gerade bei der Helligkeit sind: Das Zenbook kann wirklich ziemlich hell eingestellt werden. Zwar nicht so hell wie so manches Konkurrenzprodukt, doch es reicht, um auch bei Sonnenschein noch etwas sehen zu können. Dies ist allerdings mehr dem matten Display zu verdanken.

Allerdings kann man das Display nicht vollständig abdunkeln. Auf der niedrigsten Helligkeitsstufe ist es tatsächlich noch immer so hell, dass es bei vollkommender Dunkelheit ein wenig stören könnte.

Touchpad und Tastatur

Wenn wir uns dem Touchpad und der Tastatur widmen, finde ich tatsächlich zwei kleine Kritikpunkte am Asus Zenbook. Kommen wir also erst einmal zum Touchpad mit zwei Touchpunkten. Hier hat Asus ein verglastes großes Modell mittig im Zenbook integriert. Die berührungsempfindliche Oberfläche erkennt alle Touch-Gesten mit hoher Präzision. Und auch die Größe des Touchpads ist lobenswert. Doch leider wirkt es etwas wackelig und äußert sogar ein etwas unschönes “Klackern”, wenn man das Touchpad etwas zu fest berührt. Bei den Tasten darf ein leises Klicken durchaus vernommen werden, doch wenn es um Touch-Gesten geht, finde ich eine hohl klappernde Oberfläche eher unschön. Bitte nachbessern Asus, denn ansonsten zählt dieses Touchpad zu einem der besten, welche ich in jüngster Zeit sehen durfte.

Sehr schick und funktional, doch leider wirkt das Touchpad etwas wackelig.

Sehr schick und funktional, doch leider wirkt das Touchpad etwas wackelig.

In Bezug auf die Tastatur kann ich hingegen keinen direkten Kritikpunkt äußern. Die Tastatur selbst wirkt sehr hochwertig und benötigt dank ihrer klaren Strukturierung kaum Umgewöhnung. Die einzelnen Tasten haben schöne Abstände zu einander und lassen sich sehr weich und geräuschlos drücken. Zudem verfügt die Tastatur über eine schöne Hintergrundbeleuchtung, welche sich einzeln dimmen lässt.

Meine Kritik wendet sich vielmehr an ein Gehäuse-Tastatur-Problem. So ist die Tastatur sehr schön eingelassen und steht nicht störend hervor. Doch die eingangs erwähnte Keilform des Zenbook UX303LN macht mir dabei zu schaffen. Soll heißen: Das Ultrabook führt nach vorne spitz zu. Klar, macht ein MacBook Air auch, doch die Spitze ragt beim Zenbook nicht etwa entlang des Untergrundes, sondern schwebt leicht in der Höhe. Und das bedeutet immer ein Reiben der Handgelenke an einer spitzen Aluminiumkante. Daran kann man sich bestimmt gewöhnen, doch richtig optimal wurde dieses Problem nicht gelöst.

Diese Tastatur wirkt hochwertig verarbeitet. Doch leider erschweren die scharfen Kanten des Gehäuses das Tippen.

Diese Tastatur wirkt hochwertig verarbeitet. Doch leider erschweren die scharfen Kanten des Gehäuses das Tippen.

Anschlüsse und Akku

Für solch ein schmales Ultrabook dürfte die Auswahl an Schnittstellen als üppig bezeichnet werden. Hier hat Asus auf der rechten Seite den Eingang für das Netzteil, einen HDMI-Port, eine USB 3.0 Schnittstelle, einen mini Display Port und einen Eingang für Kopfhörer integriert. Auf der linken Seite finden sich noch zwei weitere USB 3.0 Schnittstellen und ein SD Card Reader. Und wer hier noch etwas vermissen sollte, für den hat Asus noch Zubehör in den Karton gepackt. So finden sich noch zwei weitere Adapter für USB auf LAN und Display Port auf VGA. Zudem verfügt das Zenbook noch über Bluetooth 4.0 und den Internet-Standard 802.11 a/g/n.

Auf dieser Seite werden die Adapter für VGA und LAN-Kabel angeschlossen.

Auf dieser Seite werden die Adapter für VGA und LAN-Kabel angeschlossen.

Der integrierte Akku (Polymer-Batterie) kommt auf 50 Wattstunden und soll bei vollem Einsatz rund sieben Stunden durchhalten. Im Test hat sich diese Zahl auch bewiesen. Nach rund sechs Stunden intensiver Arbeit sollte man sich also langsam eine Steckdose suchen. Und hier hinkt auch der Vergleich mit dem MacBook Air etwas, zumindest mit den aktuellen Modellen. Denn wo der MacBook Air-Killer in allen Bereichen besser sein will, kann das aktuelle Produkt von Apple mit rund 12 Stunden Akkulaufzeit das Zenbook locker wegstecken. Doch mal ehrlich, sieben Stunden Laufzeit ohne Ladekabel sollten meist reichen. Und wer sich nicht gerade auf einer einsamen Insel befindet, dürfte auch eine Steckdose in greifbarer Nähe finden.

Speaker und Lüfter

Eigentlich thematisiere ich fast nie die Lautsprecher an Notebooks. Doch beim Asus Zenbook UX303LN darf man wohl eine Minute daran verschwenden, denn hier wurden ICEpower Speaker von Bang & Olufsen verbaut. So schreibt BeO selbst auf seiner Website, dass die Leistung dieser speziellen Speaker “weit über das hinausreicht, was ihre Größe vermuten” lässt.

Und damit hat das Unternehmen nicht ganz unrecht, denn die kleinen Stereo-Schlitze auf der Unterseite des Zenbook geben wirklich einen (für ihre Größe) beeindruckenden Sound ab. Dabei hat sich Asus die schräge Unterseite zu Nutzen gemacht, sodass die Speaker nicht direkt am Boden platziert sind. Man sollte das Zenbook lediglich auf eine massive Oberfläche, wie etwa Holztische, platzieren. So können die ICEspeaker Filme und Musik relativ eindrucksvoll wiedergeben. Man sollte dennoch wissen, dass man keinerlei Bässe erwarten darf, doch das dürfte bei dieser Größe klar sein. Einen lauten und klaren Stereo-Sound können sie trotzdem gut abspielen.

Auf der Unterseite verstecken sich die ICEpower Speaker.

Auf der Unterseite verstecken sich die ICEpower Speaker.

Wenn ich beim Zenbook UX303LN allerdings an den Lüfter denke, weiß ich nie genau was ich dazu sagen soll. Also so herum: Ich hätte mir ein lüfterloses Zenbook gewünscht. Leider hat es aber einen und dieser sitzt im Scharnier zwischen Bildschirm und Body. Doch das wars. Es “sitzt” dort einfach nur. Ich habe das Zenbook wirklich lange genutzt und gespielt, gearbeitet und herum probiert. Doch dieser Lüfter hat nie, wirklich nie einen einzigen Ton von sich gegeben. Also entweder arbeite ich falsch oder das Asus Zenbook UX303LN könnte eher als lüfterloses Ultrabook bezeichnet werden. Sucht euch die Antwort aus.

Ein Lüfter, der nie merkbar arbeitet. Vielleicht weiß er noch nicht, dass er ein Lüfter ist?

Ein Lüfter, der nie merkbar arbeitet. Vielleicht weiß er noch nicht, dass er ein Lüfter ist?

Fazit

Das Asus Zenbook UX303LN darf meiner Ansicht nach den Beinamen Ultrabook ohne wenn und aber tragen. Dieses Gerät stimmt von hinten bis vorne und verspricht nicht zu viel. Nicht nur die Verarbeitung und die verwendeten Materialen machen einen hervorragenden Eindruck. Auch die integrierte Hardware und Komponenten wie Anschlüsse, Tastatur und Touchpad lassen eigentlich keinen Wunsch offen.

Zwar hatte ich einige wenige Kritikpunkte am Touchpad, den scharfen hervorstehenden Kanten, der Helligkeit und dem Akku geäußert, doch rundum lassen diese Punkte eigentlich nicht einmal einen Abzug von nur einem halben Punkt im Gizrank zu. Deshalb gibt es von mir dieses Mal für das Asus Zenbook UX303LN die vollen fünf von fünf Punkte im Gizrank.

Asus Zenbook

Wer den Kauf eines Ultrabooks gegenüber einem MacBook von Apple in Betracht zieht, sollte auf jeden Fall bei diesem Zenbook zuschlagen. Ich fühle mich fast schon hingerissen dieses Notebook als DAS Ultrabook 2014 zu bezeichnen. In der i5-Variante beginnt das Zenbook UX303LN bei 999 Euro. Für 100 Euro mehr bekommt man aber auch schon die Version mit i7-Prozessor.

Pro und Contra im Überblick

plusHervorragend verarbeitetes Aluminiumgehäuse

plusBrilliantes QHD+ Display

plusTop Hardware für verhältnismäßig wenig Geld

plusViele Schnittstellen und brauchbare Adapter

plusFunktionale Tastatur und Touchpad

minusDas Display wirkt nicht zu 100 Prozent hell und kann auch nicht wirklich abgedunkelt werden

minusLeicht spitze Kanten für die Handgelenke

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  1. Stimmen die Angaben über das Display? Laut Asus-Webseite und diverser Shops haben die für Deutschland angekündigten Versionen matte Full-HD Displays onhe Touchfunktion. Die Versionen mit Touchdisplay sind für Deutschland noch nicht angekündigt, diese sind spiegelnd und verfügen über ein QHD-Display. Ein mattes QHD-Display ohne Touchfunktion wäre neu.

    Ansonsten ein sehr guter und interessanter Test, der Hinweis auf die lange Wartezeiten (Geräte sollte eigentlich Anfang August erscheinen) wäre vielleich noch ratsam gewesen. Die geringe Lüfterlautstärke wird in der Tat auch von anderen bestätigt, was in Kombination mit der gebotenen Leistung und der Kompkaktheit das Gerät für mich sehr interessant macht. Man könnte vielleicht auch noch die gute Aufrüstbarkeit des UX303LN erwähnen, kann man doch die Unterseite abschrauben und einen Ram-Riegel sowie die SSD wechseln. Ein würdiger Nachfolger des UX32LN, welches leider nur in geringen Stückzahlen in Deutschland vorhanden war und viel zu früh vom Markt verschwand. Ich hoffe Asus macht hier nicht den gleichen Fehler.

  2. Habe selbst auch an Asus geschrieben. Das kam als Antwort:

    In diesem Fall können wir Ihnen mitteilen, dass die von Ihnen genannte UX303 Serie voraussichtlich ab Ende November auf dem deutschen/österreichischen Markt verfügbar sein wird.
    Generelle Informationen bezüglich Veröffentlichungen neuer Modelle, werden von ASUS auch an die entsprechenden Pressestellen weitergeleitet.
    http://www.asus.de/News/

    Wir hoffen, dass wir Ihnen weiterhelfen konnten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr ASUS-Team
    ————————–

    Anmerkung meinerseits: ich habe das Notebook bereits seit mitte Juli über Amazon bestellt, welche als einziges Versandhaus nie irgendwelche Auskünfte über das potenzielle Lieferdatum machte. Alle anderen Versandhäuser gaben immer wieder ein Datum an, welches ein um das andere mal nach hinten korrigiert wurde.
    Aktuell geben viele den 25.11. an, welches sich zwar mit der Aussage von Asus deckt, jedoch würde ich nichts darauf geben, denn Asus gab mir bereits in früheren Emailanfragen immer wieder ein Datum an, welches letztendlich nicht eingehalten wurde.
    Ich denke, wenn Amazon etwas angibt, wird es auch das korrekte Datum sein. Bis dahin bleibe ich skeptisch!

  3. Hallo,
    habe mal ´ne laienhafte Frage: Hat dieses Ultrabook eigentlich ein Touchscreen? Habe da unterschiedliche angaben gelesen.

    Danke und gruss
    Matthias

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