HP-Smartwatch soll mit einer Akkuladung eine ganze Woche durchhalten

(Bild: HP)

Eine Woche Akkulaufzeit - davon können Apple und die Hersteller von Smartwatches mit Android Wear nur träumen. Dass es möglich ist, will nicht zuletzt HP mit seiner Smartwatch MB Chronowing beweisen. Allerdings hat man es hier weniger mit einer beeindruckenden Evolution des Energiespeichers zu tun, sondern vielmehr mit der Reduzierung von Optionen und Features.

So wurde bei der Computeruhr im klassischen Herren-Armbanduhr-Stil, die in Zusammenarbeit mit dem renommierten Modedesigner Michael Bastian entworfen wurde, auf ein Mikrofon, einem Schrittzähler, Pulsmesser und sogar Touchscreen verzichtet.

HP wollte einen anderen Weg gehen und sich von konkurrierenden Herstellern abheben, indem es nur die Technik beitrug und konzeptionell auf die Zusammenarbeit mit Bastian setzte. Dazu passt auch, dass mit Gilt.com ein auf Modeartikel spezialisierter Onlinehändler die Smartwatch exklusiv in den Verkauf bringt. Die MB Chronowing zwingt nicht in ein Ökosystem, sondern kann sich sowohl mit einem iPhone (ab 4S) oder einem Android-Smartphone (ab Version 4.3) verbinden. Von dort ruft es E-Mails, Textnachrichten, Termine, Wetterinformationen, Aktienkurse und andere Informationen ab, um sie dezent anzuzeigen.

Mit Absicht macht sich die Smartwatch nicht akustisch bemerkbar und vibriert zudem betont zurückhaltend, erklärte der Designer gegenüber dem Wall Street Journal. “Wie oft waren Sie beim Essen, und jemand sah ständig auf seinem Smartphone nach?” Seine neue Uhr sei dafür gedacht, ihren Träger “höflicher zu machen” mit nur unauffälligen Blicken auf das Handgelenk – und das weniger häufig als bei technisch überladenen Wearables.

Das monochrome LCD-Display zeigt ein gerendertes Zifferblatt – “weil Sie das in 99 Prozent Ihrer Zeit nutzen werden”. Zu bedienen ist die Uhr nicht mit Wischgesten auf einem Touchdisplay, sondern mit drei kräftigen Bedienknöpfen. Sie erlauben auf herkömmliche Weise, Funktionen aus Menüs zu wählen. Über sie lässt sich auch die integrierte Beleuchtung einschalten und die Musikwiedergabe des verbundenen Mobiltelefons steuern.

“Die Nützlichkeit und Funktionalität der Uhr war sehr wichtig für mich”, zitiert Gilt in einem Blogeintrag den Designer. “Sie sollte das Telefon nicht ersetzen, sondern eine Verbindung zu ihm sein. Daher konnten unwesentliche Features entfallen, um die Erfahrung und Funktionalität der Uhr besser und intuitiver für den Träger zu machen.” Zum Ergebnis trug laut Bastian vor allem die gleichberechtigte Zusammenarbeit seines Designteams mit den Technikern von HP bei. “Durch diese Herangehensweise findet sich im fertigen Produkt das Beste aus beiden Welten. Es ist smart, aber es sieht auch gut aus.”

Modehändler Gilt verkauft MB Chronowing ab dem 7. November in zwei Versionen. Von der Limited Edition Black kommen nur 300 Exemplare zum stolzen Preis von 649 Dollar in den Verkauf. Das Modell ist mit Saphirglas geschützt und verfügt über ein Armband aus echtem Alligatorleder. Das Basismodell ist eine Spur weniger exklusiv, kostet 349 Dollar und kommt in Begleitung von drei austauschbaren Armbändern aus braunem Leder, schwarzem Gummi sowie olivgrünem Nylon. Dafür trägt man nicht zwangsläufig die Haut eines Reptils am Handgelenk.

Tags :Quellen:Bild: HPVia:Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de

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