Rosetta: Erste Kometenlandung einer Raumsonde live im Free-TV

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Mehr als zehn Jahre war die Raumsonde "Rosetta" unterwegs, um morgen, am 12. November 2014 auf dem Kometen "67P/Tschurjumow-Gerassimenko" zu landen - ein Novum in der Raumfahrt-Geschichte. Mit drei Spezial-Ausgaben des Wissenschaftsmagazins "Nano" berichtet 3sat live aus dem "European Space Operations Centre" in Darmstadt.

Gelingt die Landung, fällt den Wissenschaftlern wohl ein kometengroßer Stein vom Herzen, die Raumsonde ist schließlich schon seit Anfang 2004 im All, sieben Milliarden Kilometer unterwegs und seit 2011 in einer Art Winterschlaf, aus dem sie im Januar diesen Jahres geweckt wurde. Die wirklich spannenden Erkenntnisse, werden nun aber (hoffentlich) erst beginnen.

Das – aus naturwissenschaftlicher Sicht – Großereignis hat den Fernsehsender 3sat zu einem Thementag veranlasst, der sich am 12.11.2014 von früh bis spät in Magazinen und Dokumentationen mit astronomischen Themen auseinandersetzt. Darin eingebettet sind auch drei Spezial-Ausgaben des Wissenschaftsmagazins “nano”, das um 9:45 Uhr (Die Abkopplung), 16:30 Uhr (Die Landung) und 19:30 Uhr (Der Tag) live aus dem Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation in Darmstadt berichtet. Vor Ort wird verfolgt wie die Männer und Frauen der ESA zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ein Raumfahrzeug auf einem Kometen landen und – sofern tatsächlich alles klappt – auch gleich ein Foto von der Oberfläche des Kometen “67P/Tschurjumow-Gerassimenko” zu sehen bekommen. Auf jener Oberfläche lauert vermutlich 4,64 Milliarden Jahre alte Urmaterie vom Beginn unseres Sonnensystems.

Wie Rosettas großer Auftritt genau ablaufen soll, haben wir hier bereits zusammengefasst. Bereits jetzt gibt es zahlreiche Aufnahmen von dem Kometen, die die Sonde zur Erde geschickt hat. Außerdem scheinen sich große Mengen Schwefelwasserstoff und Ammoniak auf dem Kometen zu befinden. Zusammen mit Formaldehyd, Cyanwasserstoff, Schwefeldioxid und Kohlenstoffsulfid, die das Messinstrument Rosina analysierte, hat man es dort wohl mit einem definitiv unausstehlichem Gestank zu tun. Nur gut, dass Rosetta dabei nicht übel wird.

Tags :Quellen:3sat
  1. da auf 67P/Tschurjumow-Gerassimenko aber tempraturen um die -70 °C herschen, könntest du deinen helm abnehmen und kurz die fahne genießen…… nimm nicht alles so erst.

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