Test: Furby 2014 – Singen! Tanzen! Furzen! Kacken!

Furby 2014

Furby is back! Der kommerzielle Überflieger und gleichzeitiger Elternschreck erlebt 2014 bereits sein fünftes Revival. Und beim 2014er Furby kommt es noch dicker. Hasbro zeigt dabei auch die dunkle Seite der Kuschelroboterbetreuung und macht vor Fäkalien und Kotze nicht Halt - zum Glück nur virtuell. Denn diesmal spielt die App Furby Boom eine sehr wichtige Rolle. Doch lohnt sich auch 2014 noch der Kauf des Furby? Wir verraten es dir in unserem Test.

Furby 2014

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Furby 2014
Der Furby bekommt einen eigenen Namen.

Im Vergleich zum Furby 2012 (hier gehts zum Test) fällt beim Furby 2014 auf, dass er ganz leicht geschrumpft ist. Seine Gummiohren sind nun perforiert und die Füßchen nicht mehr aus Stoff, sondern aus einer weichen Plastik. Außerdem steht er nicht mehr plan auf, sondern wackelt leicht. Das hat den Effekt, dass der Furby sich beim Tanzen mehr bewegt, fast schon läuft. Ansonsten sind die Furbys optisch identisch. Außer natürlich, dass sie in jeder Menge knallbunter Farben kommen, die in ihrem Stil an die Geschmacksverirrungen der 90er erinnern. Unser Furby ist rosa mit weißen Punkten.

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Bei der Erstinitialisierung wird ein dünner Schraubendreher benötigt um die AA-Batterien einsetzen zu können. Schon gehts los! Die Augenlieder ziehen sich nach oben, der Furby streckt sich und brabbelt seine ersten Worte, die mit Sicherheit nicht seine letzten sind. Denn so richtig ruhig ist der Furby nie. Außer er schläft. Und hier kommt auch schon die vielleicht wichtigste Neuerung am Furby 2014: Zieht man lange an seinem Schwänzchen, schläft der Gute ein, fällt praktisch in einen Standby-Modus. Lässt man sein Schwänzchen in Ruhe musste man etwa 1 bis 2 Minuten warten und darf ihn bloß nicht anfassen, dann sollte er auch in den Schlafmodus übergehen.

Von alleine wacht er glücklicherweise nicht auf, dafür muss er bewegt werden. Transportiert man den Furby also von A nach B und will nicht, dass er aufwacht, muss man dies mit äußerster Sorgfalt tun. Die Bewegungssensoren sind sehr empfindlich.

Seine Augen können zuweilen etwas unheimlich wirken.

Seine Augen können zuweilen etwas unheimlich wirken.

Die direkte Interaktion mit dem Furby geschieht unter anderem verbal. Auch wenn der Furby nicht erkennen kann, was man sagt, so weiß er doch, dass man etwas sagt. Auf wirklich passende Antworten braucht man entsprechend nicht hoffen. Allerdings erkennt der Furby Rhythmus und fängt das Tanzen und Singen an. Dafür befinden sich an seiner Unterseite zwei Plastiknoppen die aus- und wieder einfahren können.

Der Furby erkennt es auch, wenn man ihm den Finger in den Schnabel steckt und interpretiert das als Fütterung. Außerdem reagiert er auf schütteln, auf dem Kopf stehen, streicheln an bestimmten Stellen sowie das Ziehen am Schwanz.

Man sollte seinem Furby einen Namen geben. Diesen merkt er sich dann und baut ihn in seine Sätze mit ein.

Man sollte seinem Furby einen Namen geben. Diesen merkt er sich dann und baut ihn in seine Sätze mit ein.

Furby Boom App

Was waren das noch Zeiten als Ender der 90er jedes Kind einen Furby wollte. Aber Zeiten ändern sich und so muss auch Hasbro mit seiner Neuauflage aktuellen Trends folgen. Entsprechend gibt es zum 2014er Furby wie schon beim 2012er Furby eine App. Doch dieses Mal wurde sie deutlich aufgebohrt und entwickelt sich zum Herzstück der Furby-Interaktion.

Furby und die Furby Boom App kommunizieren über sehr hochfrequente Fiepsgeräusche miteinander. Deswegen ist es unbedingt notwendig, dass das Smartphone / Tablet mit der App auf hoher Lautstärke läuft. Das wird das ein oder andere Elternteil in den Wahnsinn treiben. Außerdem könnte sich einige an den durchaus nervigen Fiepsgeräuschen stören.

Der Furbling in seinem Spielzimmer.

Der Furbling in seinem Spielzimmer.

Über die App erweitert sich die Funktionalität des Furbys immens! Als erstes kann man ihm dort einen Namen geben, den er dann auch brav ohne App vor sich hinbrabbelt. Hier darf man aber nicht zu viel erwarten. Wirklich neue Sachen kann der Furby nicht lernen, es werden nur bereits in der Kommunikationsdatenbank hinterlegte Sätze durch gewissen Aktionen „freigeschaltet“. Deswegen kann der Furby nachdem man sich eine Weile mit ihm beschäftigt hat deutlich abwechslungsreicher reden als zu dem Moment in dem er frisch aus der Packung kam.

Eine weitere Neuerung sind Furblinge. Halte den Furby glücklich und er legt mehr Eier. Glücklich machen ihn verschiedene Sachen. Hier beweist Hasbro Mut auch die beschissenen Themen auszugehen. So muss Furby auf der Toilette einen richtig schönen Haufen legen. Spülen und Raumspray nicht vergessen!

"Das hast du feeeeeein gemacht!"

„Das hast du feeeeeein gemacht!“

Auch das Essen kann manchmal etwas irritierend sein. Gibt man dem Furby beispielsweise Spareribs, spuckt es die Knochen wieder aus. Füttert man ihm dann die Knochen, spuckt er einen Zahn aus. Soll er auch den Essen, kommt ein Häufchen grün-gelbe Kotze zurück. Wieder rein damit und er spuckt einen undefinierbaren schwarz-braunen Klumpen aus. Schon ein bisschen eklig… Egal. Hauptsache es macht ihn glücklich. Wurde der Furby außerdem ausreichend gestreichelt und geduscht, erfolgt eine unbefleckte Empfängnis in Form eines Eis.

Hier gehts zum Test des Furby 2012 – Reloaded from Hell

Um Das Ei zu brüten müssen entsprechende Anweisung wie „Streichel das Ei“ befolgt werden. Die so entstandenen Furblinge sammeln sich alle in der Stadt, eine Art Menü über das die einzelnen Zöglinge angewählt werden können. Jedes virtuelle Mini-Furby sitzt in seinem Spielzimmer, das wiederum über eigene Minispiele verfügt. Hier kann der Kleine gewaschen und gefüttert werden, aber auch das Kinderzimmer kann individualisiert werden. Als kleine Spielchen kennt das Spielzimmer Fussball, eine Art Mitsingen (von der Spielmechanik an Guitar Hero angelehnt) und ein Spiel, in dem ein Mini Furby hinter einer von vielen Blasen gefunden werden muss. Der echte Furby gibt hier Tipps wie „kalt“, „heiß“ und „superheiß“.

Eierschaukeln.

Eierschaukeln.

Man kann mit den Minispielen Geld verdienen um damit zum Beispiel das Spielzimmer zu verschönern. Aber es gibt dankenswerterweise keine In-App-Käufe. Wohl auch besser so wenn man bedenkt, für welche Zielgruppe der Furby gedacht ist.

Ihr merkt schon, die App ist recht vielfältig und vielschichtig, auch wenn die einzelnen Mini-Games für alle über einem gewissen Alter viel zu einfach sind. Ich kann leider nicht einschätzen, welches Alter das ist, aber die Spielchen sind wirklich simpel.

Spannend wird es, wenn man einen zweiten Furby hat. Ich habe hier einen 2013er Furby rumstehen und die beiden unterhalten sich prächtig.

Auch wenn ich hier nicht weiter darauf eingegangen bin, will ich es dennoch erwähnen: Der Furby verfügt über verschiedene Persönlichkeiten in die er sich verwandeln kann. Dann steht er zum Beispiel besonders auf Musik, lässt sich gerne streicheln oder kitzeln. Das bringt nach einer gewissen Zeit Abwechslung in den Furby-Alltag.

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Furzit

Furby hat es immer noch drauf! Kein anders Plüschtier interagiert derart vielfälltig mit der Umwelt. Egal ob streicheln, singen, füttern und vieles mehr – der Furby wird dir sagen, was er davon hält. Auch die Sprachdatenbank mit über 800 deutschen und „furbischen“ Wörtern macht ihn zu etwas besonderen. Kinder werden vom Furby beeindruckt sein!

Die App ist vielfältig und komplexer, als man es auf dem ersten Blick vermutet. Nur etwas abwechslungsreichere Minispiele und einen regulierbaren Schwierigkeitsgrad (vielleicht nach Alter gestaffelt?) hätte ich mir gewünscht.

Trotzdem muss man sich als Eltern natürlich darüber im Klaren sein, was man sich mit einem Furby da ins Haus holt. Denn der Furby blabbert mit seiner knuffigen Quietschstimme in einer Tour und auch die laute App hilft gestressten Eltern eher nicht beim Entspannen. Deswegen rechne ich es Hasbro hoch an, dass nun endlich an einen Standby-Schalter gedacht wurde.

Furby

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  1. Vielleicht bringt die 2020er Version ja auch direkt die Großmutter um die Ecke während die Weide vertickt. Wer braucht ein furzendes, kotzendes Etwas? Ou mann,… wie daneben!

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