Crowdinvesting wird totbürokratisiert

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Das Bundeskabinett hat ein Gesetz zum Kleinanlegerschutz beschlossen, das auch Crowdinvesting betrifft. Private Anleger dürfen nur noch mit maximal 1000 Euro einsteigen, ab einer Beteiligung von nur 250 Euro müssen die Teilnehmer ein Formular ausdrucken, unterschreiben und zurückschicken. Damit ist Crowdinvesting in Deutschland praktisch am Ende.

Der Hightech-Verband Bitkom hat sich enttäuscht über das heute vom Bundeskabinett beschlossene Gesetz zum Kleinanlegerschutz geäußert. Der im Juli veröffentlichte Entwurf sei trotz massiver Kritik von Start-ups nahezu unverändert übernommen worden und gefährde die Finanzierung von Start-ups in Deutschland.

„Die Bundesregierung konterkariert mit dem Gesetz ihr Ziel, Start-ups künftig besser zu unterstützen. Das Kleinanlegerschutzgesetz schafft eine Vielzahl bürokratischer Hürden für Crowdinvesting und erschwert es Start-ups, neue Investoren zu gewinnen. Gleichzeitig nimmt es Anlegern die Chance, in Start-ups zu investieren“, So Bernhard Rohleder vom Bitkom.

Das neue Kleinanlegerschutzgesetz hat das Ziel, Kleinanleger bei Investitionen zu schützen. Für Start-ups sind bei der der Crowdfinanzierung Ausnahmen vorgesehen, die aus Sicht des Bitkom aber nicht ausreichen. So sollen diese Erleichterungen wie etwa der Verzicht auf eine Prospektpflicht nur für Investitionsrunden bis 1 Million Euro gelten. Zudem dürfen sich Einzelinvestoren nur mit 1.000 Euro beteiligen, eine Obergrenze von maximal 10.000 Euro soll nur bei entsprechenden Vermögens- oder Einkommensnachweisen gelten.

Grundsätzlich sollen Start-ups vor Crowdinvesting-Runden künftig ein Informationsblatt erstellen und bei der Finanzaufsicht hinterlegen müssen. Geldgeber wären gezwungen, bereits ab einer Beteiligung von nur 250 Euro diese Information auf Papier auszudrucken, zu unterschreiben und dieses Formular dann per Post oder als Scan an das Start-up oder die Crowdinvesting-Plattform zurückzusenden.

Bild: Shutterstock

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  1. Aber wie wenige % beteiligen sich mit mehr als 250 € ?
    Liegt der durchschnittlicher Mittelwert nicht weit unter 250 € bei „Schwarmfinanzierungen“…

  2. Der maximale Betrag pro Person ist 10.000 Euro Investitionssumme, nicht 1000. Miserabler Artikel insgesamt. Der Autor versteht offensichtlich nichts von der Materie.

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