Mit dieser App hören deine Anrufer alles – nur kein Freizeichen

(Bild: Google)

Wenn der standardisierte Freizeichenton beim Telefonieren zu öde ist, können mit der App "Listen" den Gesprächspartnern individuelle Songs oder vorgefertigte Sprachbotschaften zugewiesen werden. Bis man selbst abhebt kann der Anrufer dann das ihm zugewiesene Lied hören. Die Songs lassen sich dabei aus einem 27.000 Titel umfassenden Musikkatalog von Universal Music wählen.

Die App “Listen” von RealNetworks kann den Freizeichenton eingehender Anrufe für Freunde, Bekannte & Co. nun auch in Deutschland abwechslungsreicher gestalten. Wer die Anwendung nutzt, legt für den jeweiligen Gesprächspartner individuelle Songs oder Sprachbotschaften fest, die dieser solange hört, bis man selbst das Gespräch annimmt. Für die Vollversion, ohne beschränkten Funktionsumfang der Android– beziehungsweise iOS-App, ist allerdings ein kostenpflichtiges Abonnement vonnöten.

Listen erlaubt es, einzelnen Anrufern einen individuellen Song oder eine vorgefertigte Sprachbotschaft zuzuweisen, um beispielsweise mitzuteilen, warum man gerade nicht ans Telefon gehen kann. Hierfür können Anwender aus eine Reihe von Musikstücken und Statusmeldungen wählen. Eigene Songs oder Ansagen werden nicht unterstützt. Darüber hinaus können Smartphone-Besitzer noch Songs für Feiertage und besondere Daten wie etwa Geburtstage festlegen, an denen der Anrufer diese automatisch hört.

Die Auswahl erfolgt über die Listen App. Es besteht auch die Möglichkeit, Kontakte per SMS über das ausgewählte Musikstück zu informieren und gegebenenfalls selbst aus einer Reihe von Liedern wählen zu lassen. Der Musikkatalog umfasst rund 27.000 kostenlose und kostenpflichtige Titel von Universal Music. An Genres sind Schlager, Klassik, Jazz, Film & TV, Soul/R&B, Hip Hop, Dance, Alternativ, Klassiker, Pop und Rock vertreten. Außerdem hält Listen die Kategorien Charts, Neuheiten und Tipps der Redaktion bereit. Darüber hinaus gibt es verschiedene Statusmeldungen wie “Ich bin im Meeting” oder “Ich fahre grade Auto”.

In der kostenlosen Basisversion können Listen-Nutzer einen Song für alle Anrufer bestimmten. Zusätzlich lässt sich einem Kontakt ein individuelles Lied zuweisen. Die Auswahl an Titeln ist bei der Freemium-Version auf die kostenlosen Songs beschränkt. Zudem können Anwender nur die Option “Mein Feiertag” nutzen.

Um auf den gesamten Musikkatalog und alle Features zugreifen zu können, ist ein Abonnement nötig. Listen Standard kostet 2,49 Euro pro Monat und erlaubt es, maximal fünf Kontakten einen individuellen Song zuzuweisen. Etwas günstiger wird es, wenn man Listen für einen längeren Zeitraum abonniert. Für ein Jahr zahlt man dann beispielsweise nur 25,99 Euro.

Der Musikkatalog umfasst rund 27.000 Musikstücke von Universal Music. Ein Widget für den Homescreen gibt es auch

Der Musikkatalog umfasst rund 27.000 Musikstücke von Universal Music. Ein Widget für den Homescreen gibt es auch

Mit Listen Premium lassen sich für 3,99 Euro pro Monat oder 38,99 Euro pro Jahr individuelle Freizeichentöne für 99 Kontakte festlegen. Zusätzlich kann natürlich auch bei beiden Bezahl-Angeboten ein Song für alle Anrufer ausgewählt werden. Ein Listen-Abo ist jederzeit mit einer Frist von 48 Stunden zum Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats kündbar.

Für kostenpflichtige Songs zahlen Listen-Nutzer jeweils zwei Credits zusätzlich zu der Monatsgebühr. Credits sind per In-App-Kauf erhältlich. Vier Credits kosten beispielsweise 2,99 Euro. Zehn gibt es für 4,99 Euro und 20 für 8,99 Euro. Im besten Fall kostet ein Song also 89 Cent. Als Willkommensgeschenk erhalten alle Listen-Standard-Abonnenten 10 und alle Listen-Premium-Abonnenten 20 Credits gratis.

Aktuell wird Listen exklusiv in Kooperation mit Vodafone angeboten. Derzeit können also nur Kunden des Providers Listen nutzen. Im kommenden Jahr sollen aber weitere Mobilfunkanbieter hinzukommen. Vodafone bietet selbst einen fast identischen Dienst an. Dieser kostet im Monat lediglich 99 Cent. Für einzelne Songs zahlt man dafür 1,99 Euro. Vodafone gibt an, rund 30.000 Freizeichentöne im Angebot zu haben.

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Tags :Quellen:Bild: GoogleVia:Mit Material von Christian Schartel, CNet.de
  1. Die Idee ist nichts neues. Die Telekom bietet das schon seit Jahren an für Festnetz und Mobil und kostet auch seine Euros. Doch egal wie man es am Ende dreht und wendet, ich finde es absolut überteuert. Für den Anbieter ist das schlicht Werbung für die Musik und als solche sollte das dann auch deklariert werden bitte. Und dann noch Credits abziehen wollen per In-App. Wahnsinn. Wer das macht, den kann ich echt nicht ernst nehmen.

    Dann halte ich lieber in Zukunft mein Radio ans Telefon und drücke auf “Abheben” und säusel Monoton in die Sprechmuschel das für diesen Anruf umgehend 2 Euro vom Besitzer abgebucht werden.

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