Unbegrenzter Fotospeicher für Amazon-Prime-Kunden in Deutschland

(Bild: Amazon)

Auch Amazon-Prime-Kunden in Deutschland haben nun Zugriff auf die Cloud-Drive-Erweiterung Prime Photos. Diese ermöglicht ihnen kostenlosen unbegrenzten Onlinespeicher für Fotos.

In den USA startete der Dienst bereits letzte Woche, nun kann auch hierzulande mit der kostenlosen Erweiterung gearbeitet werden. Prime Photos ist für Mobilgeräte mit iOS, Android und FireOS von Amazon verfügbar. Außerdem lassen sich Bilder auch von Mac und Windows-PC in die Amazon-Cloud hochladen. Abgerufen werden können sie zudem auch über die Settop-Box Fire TV (hier geht´s zum Test), dem Google-Chromecast-Konkurrent Fire TV Stick, der Sony Playstation 3 und 4 sowie ausgewählten Smart-TVs von Samsung und LG.

Nutzer von Amazon Cloud Drive stehen – unabhängig von einer Prime-Mitgliedschaft – generell 5 GByte freier Speicher zur Verfügung. Das reicht laut Amazon für rund 2000 Fotos. Besitzer der Fire-Tablets und des Fire Phone konnten mit den Geräten aufgenommene oder darauf gespeicherte Bilder auch bisher schon in unbegrenzter Menge für ein Jahr in die Amazon-Cloud hochladen. Wer mehr Speicherplatz benötigt, kann für 8 Euro pro Jahr 20 GByte oder für 20 Euro jährlich 50 GByte hinzubuchen. Als weitere Optionen stehen 100, 200, 500 und 1000 GByte zur Verfügung, die dann 40, 80, 200 respektive 400 Euro pro Jahr kosten.

Für die Nutzung von Prime Photos ist eine Amazon-Prime- oder eine Amazon-Student-Mitgliedschaft erforderlich. Wird die Prime-Mitgliedschaft geändert oder gekündigt, geht der Vorteil des unbegrenzten Speicherplatzes für Fotos wieder verloren. Alle Bilder, die in Cloud Drive hochgeladen sind, werden gegen die Speicherplatzbegrenzung gezählt. Wird so das Volumen des aktuellen Tarifs überschritten, lassen sich keine weiteren Inhalte in Cloud Drive hochladen. Nutzer können ihre Daten jedoch mindestens drei weitere Monate lang abrufen, herunterladen oder löschen, um wieder Speicherplatz freizumachen. Anwender steht es in dem zur Verfügung stehenden Zeitraum auch offen, mehr Speicherplatz zu kaufen, um alle Inhalte in Cloud Drive zu behalten.

Die Idee hinter Prime ist, dass Kunden, die sich für eine Mitgliedschaft entscheiden, aktiver sind und letztlich mehr Geld bei Amazon ausgeben. Erst im Februar hatte das Unternehmen sein Prime-Angebot um Instant Video erweitert und im Juni um Prime Music. Eine Jahresmitgliedschaft kostet in Deutschland 49 Euro. Sie umfasst Premiumversand bei Millionen von Artikeln mit garantierter Lieferung am nächsten Tag, das Streaming von Filmen und Fernsehsendungen via Prime Instant Video sowie Zugang zu Prime Music und der Kindle-Leihbücherei. Prime-Kunden erhalten zudem bevorzugten Zugang zu Verkaufsaktionen auf Amazon BuyVIP ab 22 Uhr des Vorabends.

Sollte Amazon durch Prime Photos wie erhofft mehr Abonnenten gewinnen, dürfte seine Rechnung aufgehen. Denn die Bereitstellung des unbegrenzten Speicherplatzes für Fotos ist dank der Infrastruktur von Amazon Web Services kein großer Kostenfaktor für den Onlinehändler. Microsoft macht es mit dem unbegrenzten OneDrive-Speicher für Office-365-Abonnenten ähnlich.

Hier unser ausführlicher Test des Amazon Fire TV:

Tags :Quellen:Bild: AmazonVia:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de
  1. Interessant wäre noch zu wissen, ob man, wie bei diversen anderen Anbietern (z.B. Instagram) und Diensten (z.B. Facebook), die Rechte an den eigenen Fotos an Amazon übergibt.

    (Auch so ein Ding, das ich nicht verstehen kann, wieso es jedem egal ist…)

    1. Gleiches habe ich auch assoziiert:
      Und wie ist es mit den Auswertungs- Rechten der Bildinhalte im Cloud?
      Z.B. für gezielte Werbung…

        1. Wow danke… Nach DER Logik müsste es Gizmodo überhaupt nicht geben, denn alles was hier steht, kann man auch woanders nachlesen…

        2. Eine Seite wie Gizmodo entbindet einem nicht vom eigenständigem Denken. Gizmodo stöbert Themen auf, die man selber vielleicht übersehen hätte, und dann sollte man doch wohl in der Lage sein, so einfach Fragen wie Everflow und Sell sich gestellt haben eben mal kurz selber zu recherchieren.

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