Lioncast LX16 im Test: Gute Ausstattung zum kleinen Preis?

Lioncast LX16 Gizranked, (Bild: Gizmodo)

Das Lioncast LX16 Gaming-Headset soll für etwa 30 Euro alles mitbringen, was das Online-Spielerherz begehrt. Kompatibel ist das Gerät mit den letzten zwei PlayStation-Systemen, der Xbox 360 und PC. Wie brauchbar die Technik ist, die sich hinter dem billig anmutenden Kunststoffgehäuse steckt, verraten wir euch in unserem Test.

Lioncast LX 16

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Der Lioncast-Löwe am Mikrofon-Gelenk.

Wer beim Online-Gaming Wert auf sprachbasierte Kommunikation mit Mitspielern, etwa via Teamspeak, legt, kommt um den Kauf eines Headsets nicht herum. Preislich sind prinzipiell nach oben hin keine Grenzen gesetzt, doch für ein brauchbares Ergebnis wird in der Regel mit höheren Beträgen zur Kasse gebeten. Das LX16 Gaming-Headset von Lioncast möchte für knapp 30 Euro ein vergleichbares Erlebnis bieten.

Klang

Die 40-Millimeter-Lautsprecher erzeugen Frequenzen zwischen 50 und 15.000 Hertz, der gleichen Bandbreite wie jene des nach oben wegklappbaren Mikrofons. Dessen Empfindlichkeit liegt bei -58 Dezibel ± 3dB. Für die Tiefen sorgt die sogenannte BassBoost-Funktion, welche nicht deaktivierbar ist. Darüber hinaus verfügt das LX16 über eine Geräuschunterdrückung, damit auch leise Geräusche, wie zum Beispiel gegnerische Schritte nicht von Umgebungsgeräuschen verschluckt werden.

Klanglich gibt es beim Lioncast LX16 kaum Anlass zur Kritik. Durch die an dem 3,6 Meter langem Kabel angebrachte Fernbedienung lassen sich Chat- und Spielgeräusche unabhängig voneinander in ihrer Lautstärke anpassen, was situationsbedingt sehr praktisch ist. Ein weiterer Schalter lässt zwischen Konsolenart oder PC hin- und herschalten. Größter Kritikpunkt ist der eben genannte BassBooster. Zu laut eingestellt, werden die Tiefen spürbar unsauber hervorgebracht. Auch werden nebensächliche Geräusche gerne derart intensiviert, dass sie nicht mehr länger als solche bezeichnet werden können. Dies tut dem für den Preis durchaus guten Sound des LX16 einen störenden Abbruch.

Design und Verarbeitung

Wir haben es bereits im Hands-On festgehalten, erwähnen werden wir es an dieser Stelle der Vollständigkeit halber dennoch noch einmal: Das Headset kommt in einem billig anmutenden anthrazitfarbenen Gehäuse mit roten Akzenten daher. Rein qualitativ fühlt sich der Kunststoff des LX16 ziemlich minderwertig (aber nicht instabil!) an, stellenweise sind Ränder unsauber verarbeitet. Das klobige Design fällt der Zweckmäßigkeit zum Opfer, für 30 Euro ist es aber absolut in Ordnung. Lediglich im Hinblick auf das wuchtige, ausschließlich vertikal verstellbare Mikrofon hätten die Produktentwickler etwas weniger statisch vorgehen können. Dadurch, dass der Arm nur an einer Position einrastet und sich nicht horizontal bewegen lässt, befindet sich das Ende des Mikros zu weit weg vom Mund, als dass Mitspieler euch noch gut genug hören könnten – schade!

Andis Hands On zum Lioncast LX16 Gaming-Headset:

Ein Großteil des Gewichts von 381 Gramm fällt auf das 3,6 Meter lange Kabel, welches in einen Klinkenstecker, zwei Chinch-Anschlüsse sowie eine USB-Schnittstelle mündet. Das ist ausreichend lang für Entfernungen zu Fernsehern oder Monitoren mit großer Bildschirmdiagonale. Direkt am Computer sitzend stört der Kabelsalat dagegen. Wie erwähnt, lässt sich über das Kabel die Lautstärke des Spiels und Chats getrennt regeln sowie das Mikron ein-, beziehungsweise ausschalten. Negativ fällt an dieser Stelle die blaue LED auf, die unablässig und hell leuchtet. Wer sich hieran zu sehr stört muss das Lämpchen abkleben, aber das hätte man schon im Voraus anders lösen können.

Tragekomfort

Ganz entgegen des eher dürftigen optischen Eindrucks, sitzt das Lioncast LX16 Gaming-Headset sehr bequem und umschließt die Ohren perfekt. Zwar ist der Bezug der Ohrpolsterung etwas kratzig, sobald man aber den richtigen Sitz für das Gerät gefunden hat, fällt dies nicht weiter auf. Die Bügelpolsterung fühlt sich beim Tragen dagegen sehr angenehm an. Auch nach längeren Sitzungen (etwa zwei bis drei Stunden) ließen sich noch keine Stellen feststellen, an denen das Headset schmerzhaften Druck auf den Kopf ausübt. Wie bei jedem anderen Kopfhörer ist auch der Bügel des LX16 verstellbar, die Ohrmuscheln sind leicht beweglich, sodass das Gerät auf die meisten Köpfe schmerzfrei passen dürfte.

Fazit

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Das Lioncast LX16 ist ein Gaming-Headset für jedermann. Mit Kompatibilität zu Xbox 360, PlayStation 3 und 4 sowie PC ist es für viele Zocker interessant. Dem günstigen Preis von gerade einmal knapp 30 Euro ist die etwas billige Optik zu verschulden. Wer sich daran nicht stört, bekommt ein solides Gerät mit gutem Sitz und Sound. Lediglich der Bass-Boost meint es in manchen Situationen etwas zu gut. Dagegen stört das starre Mikrofon, welches sich einfach nur nach unten klappen lässt und somit zu weit weg vom Mund platziert ist. Dadurch hören euch Mitspieler unter Umständen nicht laut genug. Wer bei Online-Partien einfach nur mit anderen kommunizieren will und wenig Wert auf Extras legt, kann bedenkenlos zugreifen.

plusGutes Preis-/ Leistungsverhältnis

plusKompatibel mit PS3/ PS4/ Xbox 360/ PC

plusBequem

plus3,6 Meter langes Kabel

minusStarres, weit entferntes Mikrofon

minusBassBoost zu dominant

minusOptik eher billig

 

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