Amazon und Hachette schließen Waffenruhe

(Bild: Amazon)

Amazon und Hachette sind rechtzeitig vor Weihnachten zu einer Einigung gekommen. Der Streit um Buchpreise und seine Konsequenzen hatte international für Aufsehen gesorgt.

Während der Vertragsverhandlungen im Frühjahr waren plötzlich Bücher des Verlags auf Amazon nicht mehr verfügbar, oder hatten ungewöhnlich lange Lieferzeiten. Daraufhin verbündeten sich Verlage und ihre Schriftsteller kurzzeitig mit Boykottaufrufen und öffentlicher Kritik gegen das Versandhaus. Nun haben Amazon und Hachette ihren Streit beigelegt.

Laut New York Times ähnelt der neue Deal demjenigen, den Amazon vor einiger Zeit mit Simon & Schuster abgeschlossen hat. Hachette behält die Kontrolle über die Buchpreise, bei Niedrigpreisen wird der Anteil für Amazon reduziert. Dafür wird die Gebühr für die Platzierung von Büchern auf der Amazon Website erhöht.

Was sich zunächst wie ein Gewinn für den Verlag anhört, wird von verschiedenen Experten als zweischneidiges Schwert betrachtet. Zwar konnte sich Hachette gegen die von Amazon angestrebte Niedrigpreispolitik durchsetzen, doch werde Amazons Rolle im Geschäft mit dem Deal langfristig zementiert, so James McQuivey von Forrester gegenüber der Times. Hachette werde sich in den nächsten Verhandlungen wieder in derselben Bredouille wie zu Beginn des Streits vorfinden.

(Logo: Amazon)

Tags :Quellen:NY Times

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